Linux-Dose
Designrechner auf Atom-Basis
Der große Bruder
In CLVEs Webshop gibt es auch einen TVBE+ mit besserer Ausstattung. Als CPUs stehen für den großen Bruder deutlich leistungsfähigere Pentium Dual-Core mit 2,5 oder 2,8 GHz und ein Core 2 Duo mit 3 GHz zur Auswahl, optional gibt es statt DVD-Brenner ein Bluray-/HD-DVD-Laufwerk. Mit dem Nvidia Geforce 9300 ist auch ein einigermaßen akzeptabler Grafikchip integriert, welcher unter Linux mittels VDPAU das Video-Decoding beschleunigen kann. Acht statt sechs USB-Ports, WLAN, HDMI und DVI, ein Digital-Audio-Ausgang, bis zu 4 GByte Ram und Festplatten bis zu einem Terabyte machen den TVBE+ deutlich attraktiver als den TVBE. Die Preise bewegen sich allerdings auch auf einem höheren Niveau: 490 Euro kostet die günstigste Version mit 500-GByte-Festplatte, 2 GByte RAM und Pentium Dual-Core 2,5 GHz, 700 die teuerste mit 1-TByte-Festplatte, 4 GByte RAM, 3 GHz Core 2 Duo und Bluray-/HD-DVD-Laufwerk.
Fazit
Der TVBE ist ein netter Konzeptrechner, der jedoch einige Schwächen im Design aufweist. Bei den Problemen mit Steckern unter dem Gerät, dem vermeidbaren Lüfter und dem Schubladenlaufwerk sollte der Hersteller nachbessern. Dennoch ist das Gerät ab Werk mit Ubuntu erhältlich und für einen Designrechner erstaunlich erschwinglich. Zum Vergleich: Apple verlangte für seinen Cube bei Einführung 4500 Mark. Die Leistung ist für normale Arbeiten ausreichend, der Arbeitsspeicher recht großzügig bemessen.
Glossar
VDPAU
Video-Beschleunigungs-Technik von Nvidia für Linux. Optional nutzbar mit Geforce-Grafikchips ab Generation 8 beispielsweise in Mplayer oder ffmpeg.
[1] CLVE-Webshop: http://www.clve-shop.de/



