Tipp: Im Terminal nach oben und unten blättern

Die meisten grafischen Konsolenprogramme, darunter das Gnome-Terminal und die KDE-Konsole, bieten an der Seite einen Scrollbalken. Über diesen blättern Sie mit der Maus bequem nach oben und unten in der Ausgabe. Benutzer einer Radmaus nehmen alternativ das Rad zum Blättern.

Wie viele Zeilen sich im Puffer befinden, legen Sie für das Programm in den jeweiligen Einstellungen fest. In KDEs Konsole öffnen Sie dazu aus dem Menü Einstellungen / Aktuelles Profil bearbeiten und wechseln im folgenden Dialog zum Reiter Bildlaufleiste. Erhöhen Sie den Wert im Feld Feste Anzahl Zeilen, wenn Ihnen die Voreinstellung von 1000 Zeilen nicht zusagt. Im Gnome-Terminal öffnen Sie den Einrichtungsdialog über Bearbeiten / Profileinstellungen und gehen zum Reiter Rollbalken. Tragen Sie neben Zurückrollen die gewünschte Zeilenanzahl ein – praktischerweise sehen Sie daneben eingeblendet, wie viel Speicher der Puffer verschlingt. In der Voreinstellung (512 Zeilen) sind das 326 KByte, erhöhen Sie den Wert auf 1000 Zeilen, liegen Sie schon bei 636,7 KByte.

Wenn Sie nicht mit einem grafischen Konsolenprogramm, sondern auf der virtuellen Konsole ([Strg]+[Alt]+[F1],[Strg]+[Alt]+[F2] usw.) arbeiten, fehlt der praktische Balken am Terminalrand. Blättern können Sie dennoch: Mit [Umschalt]+[Bild auf] geht es nach oben und mit [Umschalt]+[Bild ab] wieder nach unten. Die beiden Tastenkombinationen funktionieren auch im Gnome-Terminal und in der KDE-Konsole, so dass Sie nicht zur Maus greifen müssen, um in der Ausgabe zu scrollen.

Tipp: Buchstabensalat für die Shell: FIGlet

Die Zeiten von ASCII-Art sind vorbei, oder? Auch wenn die meisten PCs und Programme mittlerweile Bilder problemlos darstellen können, verwenden viele Anwender nach wie vor ASCII-Bildchen oder -Schriftzüge in ihren E-Mail-Signaturen. Von Linux-Pinguinen über die Logos der Distributionen bis zu einfachen Smileys oder Blumengrüßen – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Das Programm FIGlet [2], benannt nach seinen Erfindern ("Frank, Ian and Glen's letters"), erstellt große Buchstaben aus ASCII-Zeichen. Dabei liest es eine Zeichenkette auf der Kommandozeile ein und wandelt sie in große Schriftzeichen um. Die Ausgabe formatieren Sie auf Wunsch mit verschiedenen Schriftarten, den so genannten FIGfonts.

Alle von EasyLinux unterstützten Distributionen bieten über den Paketmanager die Installation des gleichnamigen Pakets figlet an. Für den ersten Test öffnen Sie ein Terminal und geben figlet ein. Danach tippen Sie Ihren Text und drücken [Eingabe]. Sie beenden das Programm mit [Strg]+[C]. Alternativ geben Sie mit echo einen Text aus und schicken diesen durch die Pipe (|, Tastenkombination [AltGr]+[<],[3]) an figlet:

echo "EasyLinux" | figlet

Dies hat den Vorteil, dass Sie das Programm nicht explizit beenden müssen.

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