Tipp: Knoppix: Screensaver unter Gnome

Während die KDE- und LXDE-Umgebungen so konfiguriert sind, dass keine automatische Bildschirmsperre oder ein Screensaver das Knoppix-Vergnügen schmälert, ist für den Gnome-Desktop eine automatische Sperre eingerichtet. Nach zehn Minuten Inaktivität des Benutzers sperrt das System den Bildschirm und fordert zur Eingabe des Passworts auf. Dieses ist in der Voreinstellung für den Benutzer knoppix aber nicht gesetzt. Den kleinen Schönheitsfehler beheben Sie mit einer der folgenden drei Methoden.

Öffnen Sie über das Menü System / Preferences / Screensaver den Einrichtungsdialog für den Gnome-Bildschirmschoner. Klicken Sie in die Checkbox Lock screen when screensaver is active ("sperre den Bildschirm, wenn der Bildschirmschoner aktiv ist") und entfernen Sie das Häkchen für diese Option.

Setzen Sie alternativ direkt nach dem Einloggen ein Kennwort für den Benutzer knoppix. Eine Möglichkeit bietet der Menüpunkt Preferences / About Me: Klicken Sie im folgenden Dialogfenster rechts oben auf die Schaltfläche Change Password. Im nächsten Dialogfenster lassen Sie das Feld Current password leer (der Benutzer hat ja standardmäßig kein Kennwort gesetzt) und klicken daneben auf Authenticate. Danach geben Sie in die beiden Felder New password und Retype new password ein Kennwort für den Benutzer ein. Sie schließen den Vorgang über einen Klick auf Change password ab. Alternativ starten Sie über [Alt]+[F2] und Eingabe von gnome-terminal ein Terminal und tippen am Prompt den Befehl passwd gefolgt von [Eingabe]. Danach geben Sie zweimal das neue Kennwort ein; beachten Sie, dass Sie "blind" tippen, also kein visuelles Feedback in Form von Sternchen oder Ähnlichem erhalten (Abbildung 5). Bei der nächsten Bildschirmsperre können Sie dieses Kennwort nun verwenden, um den Bildschirm wieder freizuschalten.

Abbildung 5: Setzen Sie ein Kennwort für den Benutzer "knoppix" – hier einmal im grafischen Gnome-Programm und einmal im Terminal.

Die dritte Möglichkeit ist vor allem dann praktisch, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist und der Bildschirm gesperrt wurde, bevor Sie ein Kennwort setzen konnten. In einem solchen Fall wechseln Sie mit der Tastenkombination [Strg]+[Alt]+[F1] zur ersten virtuellen Konsole. Am dortigen Prompt nehmen Sie wiederum das Kommando passwd zur Hilfe; allerdings übergeben Sie beim Start zusätzlich den Benutzernamen, um für den Benutzer knoppix das Kennwort zu setzen:

root@Microknoppix:/# passwd knoppix
Enter new UNIX password:
Retype new UNIX password:
passwd: password updated successfully

Zurück zur grafischen Oberfläche geht's mit [Alt]+[F5], wo Sie nun den Bildschirm entsperren können.

Tipp: Kubuntu: Neuer Paketverwalter

Das Softwaretool Adept hat ausgedient – Kubuntu-Anwender finden die Paketverwaltung (KPackageKit) nun direkt in den KDE-Systemeinstellungen (K-Menü / Rechner / Systemeinstellungen, Abteilung Systemverwaltung / Add and Remove Software). Im Bereich Software Management gibt es eine äußerst mächtige Suchfunktion, mit der Sie nach Namen, Beschreibungen oder Dateinamen in Paketen suchen und die Ergebnisse mit zahlreichen Filtern eingrenzen können. In der Ergebnisliste zeigt KPackageKit mit verschiedenen Symbolen deutlich an, ob ein Paket installiert ist oder nicht. Über einen Klick auf das Plussymbol merken Sie ein Paket zur Installation vor; das Symbol leuchtet nun grün. Wählen Sie bereits installierte Komponenten mit einem Klick auf das Minus aus, um das oder die Pakete zu entfernen. Um alle vorgemerkten Änderungen durchzuführen, klicken Sie auf Anwenden. Ein Dialogfenster zeigt noch einmal eine detaillierte Liste aller geplanten Änderungen, die Sie bestätigen müssen. Sollte es ungelöste Abhängigkeiten geben, informiert Sie ein weiterer Dialog darüber. Eventuell fordert das Programm Ihr Kennwort an, um mit der Arbeit zu beginnen.

Wählen Sie im linken Bereich Software Updates an, zeigt der Paketverwalter die Anzahl der aktualisierbaren Pakete an, wenn Updates auf den Servern verfügbar sind. Über die Schaltfläche Aktualisieren laden Sie die aktuelle Paketliste herunter, und mit Apply all available updates spielen Sie alle verfügbaren Aktualisierungen ein. Um nur einzelne Pakete zu aktualisieren, klicken Sie auf das Pluszeichen neben dem Warnsymbol und klappen so die Liste aus. Nun können Sie einzelne Komponenten aussuchen und über Anwenden einspielen. Sofern nach dem Aktualisieren ein Neustart des Rechners erforderlich ist, benachrichtigt das System Sie.

Abbildung 6: Die neue Kubuntu-Version bietet ebenfalls ein neues Paketverwaltungstool.

KPackageKit bietet über den Punkt Settings außerdem an, die Softwarequellen zu verwalten. Klicken Sie auf Edit Software Sources und authentifizieren Sie sich mit Ihrem eigenen Kennwort. Über den Reiter Software von Kubuntu richten Sie die Standardquellen ein. Die Quellen main, universe, restricted und multiverse sind in der Voreinstellung aktiviert. Auf dem Reiter Third-Party Software fügen Sie Fremdquellen und auch CDs/DVDs hinzu. Unter Updates richten Sie die Aktualisierungsverwaltung ein, und der Reiter Authentication lässt Sie die Signaturschlüssel für die Repositories verwalten. Sollten Sie das Ubuntu-Team unterstützen wollen, indem Sie übermitteln, welche Pakete auf Ihrem System installiert sind, aktivieren Sie die Option auf dem letzten Reiter Statistics.

Infos

[1] Hinweise zum Distributions-Upgrade: http://wiki.ubuntuusers.de/Upgrade

[2] LXDE-Homepage: http://lxde.org/

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