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Gnome-Tipps

Tipps und Tricks zu Gnome

Tipp: Nautilus: Verhalten für Wechseldatenträger

Hatten ältere Gnome-Versionen im Menü System / Einstellungen noch einen Eintrag zur Konfiguration von Wechseldatenträgern, finden Sie die Einrichtungsoptionen für diese Geräte nun in den Nautilus-Einstellungen auf dem Reiter Datenträger.

Im oberen Bereich stellen Sie ein, wie Nautilus mit Audio-CDs, Video-DVDs, Musik-Playern und Kameras verfährt. In den Drop-down-Menüs bietet der Dateimanager jeweils eine oder mehrere bekannte Anwendungen für den Medientyp an, zum Beispiel den Start von Rhythmbox für Audio-CDs und externe Player oder das integrierte CD-/DVD-Kopierprogramm für Audio-CDs und Video-DVDs. Alternativ weist die Einstellung Nachfragen Nautilus an, beim Einlegen des jeweiligen Mediums oder Einstecken des Geräts nach der gewünschten Aktion zu fragen. Über Nichts tun bringen Sie den Dateimanager dazu, gar nichts zu unternehmen. Wenn Sie Ordner öffnen auswählen, zeigt der Dateimanager das Medium oder das Gerät wie ein normales Verzeichnis im Nautilus-Fenster an, und Mit anderer Anwendung öffnen bietet einen Dateiauswahldialog, in dem Sie ein anderes Programm aussuchen. In diesem Dialog haben Sie außerdem die Option, einen benutzerdefinierten Befehl einzugeben. Hier können Sie nicht nur eigene Skripte oder Befehle eintragen, sondern Programmen beim Start zusätzliche Optionen übergeben (Abbildung 4).

Abbildung 4: Über benutzerdefinierte Kommandos definieren Sie auch Startoptionen für die meisten Anwendungen.

Im unteren Bereich des Nautilus-Einrichtungsdialogs definieren Sie Aktionen für Sonstige Datenträger. Das Drop-down-Menü zeigt Einträge für Audio-DVDs, leere Blu-ray Discs, leere CDs, Super-Video-CDs und vieles mehr. Je nachdem, welchen Typ Sie ausgesucht haben, bietet das Menü Aktion wieder bekannte Anwendungen, die mit den jeweiligen Formaten umgehen können, oder die anderen Aktionen (Nachfragen, Nichts tun, Ordner öffnen oder Mit anderer Anwendung öffnen).

Tipp: Nautilus: Mit Vorlagen arbeiten

Das Datei-Menü bietet den Eintrag Dokument anlegen, über den Sie im aktuellen Verzeichnis neue Dateien erstellen. In der Voreinstellung finden Sie hier lediglich den Eintrag Leere Datei. Wählen Sie diesen aus, legen Sie reine Textdateien an. Über ein Verzeichnis namens Vorlagen in Ihrem Home-Verzeichnis erstellen Sie aber schnell weitere Vorlagen. Die folgende Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigt, wie Sie OpenOffice-Präsentationen zum Menü Dokument anlegen hinzufügen:

  1. Stellen Sie sicher, dass das Verzeichnis Vorlagen in Ihrem Home-Verzeichnis existiert; ist es nicht vorhanden, legen Sie es an. In Nautilus öffnen Sie dazu den persönlichen Ordner und rufen aus dem Menü Datei / Ordner anlegen auf und geben als Namen Vorlagen ein. Auf der Shell erstellen Sie den Ordner über den folgenden Befehl:

    mkdir ~/Vorlagen
  2. Öffnen Sie OpenOffice Impress, z. B. über das Menü Anwendungen / Büro / OpenOffice.org Präsentation aus dem oberen Panel oder über den Befehl ooimpress, den Sie in ein Terminal oder einen Schnellstarter ([Alt]+[F2]) eingeben.
  3. Erstellen Sie – mit oder ohne die Hilfe des Präsentationsassistenten – die Grundstruktur für die Präsentation. So können Sie beispielsweise den Hintergrund schonmal schön schmücken oder eine Folie mit dem Firmenlogo oder Ähnlichem anlegen. Speichern Sie das Ergebnis als Impress-Datei (Endung .odp) im Verzeichnis Vorlagen.
  4. Wenn Sie nun im Nautilus-Menü Datei den Eintrag Dokument anlegen auswählen, bietet der Dateimanager außer der leeren Datei auch die Präsentation als Vorlage an. Sie können der Datei anschließend noch einen neuen Namen geben und sie in Impress weiterverarbeiten.

Auf diese Art erstellen Sie alle möglichen Grundgerüste für häufig verwendete Dateiformate. Anwender, die beispielsweise mit dem Textsatzsystem LaTeX arbeiten, legen im Verzeichnis Vorlagen Templates für Briefe oder Artikel ab, die schon den entsprechenden Vorspann enthalten. Benutzer, die häufig Shell-Skripte oder andere Programme erstellen, finden hier ebenfalls Platz für ihre Quelltext-Grundgerüste (Abbildung 5).

Abbildung 5: Im Verzeichnis "Vorlagen" ist Platz für viele Templates der verschiedensten Dateitypen.

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