Es ist möglich, in Gimp ein Foto mit einem Raster zu versehen, um aus den dadurch erstellten Quadraten einzelne Bildbereiche ganz einfach für weitere Bearbeitungsschritte auszuwählen (Abbildung 1). In diesem Tipp zeigen wir Ihnen, wie.
In unserem Beispiel möchten wir aus einem Bild sechs Einzelteile ausschneiden und daraus eine Fotomontage wie in Abbildung 1 erstellen. Dafür stellen Sie im Bereich Darstellung den Linienstil auf Durchgängig. Die Vordergrundfarbe können Sie auf einen Wert setzen, der die Rasterlinie auf dem Foto gut sichtbar macht. Im aktuellen Bildbeispiel ist das die Farbe Weiß. Je nachdem, welche Breite und Höhe das Foto aufweist, legen Sie im Bereich Abstand eine entsprechende Größe für beides fest, um die Aufteilung in sechs einzelne Bereiche zu erreichen (Abbildung 2).
Die auf diese Weise durchgeführten Rastereinstellungen sind nur für das aktuelle Bild gültig. Die Standardeinstellungen für das Bildraster, welche auf jedes geöffnete Foto angewendet werden, legen Sie in den Programmeinstellungen fest. Rufen Sie hierfür im Werkzeugfenster den Einstellungsdialog über Datei / Einstellungen / Standardraster auf. Die Einstellungsmöglichkeiten sind die gleichen, welche auch im Dialogfenster Raster konfigurieren über den gleichnamigen Menüpunkt im Bildmenü bereit stehen.
Über das Bildmenü Filter / Render / Muster haben Sie Zugriff auf einen interessanten Filter names Qbist. Mit ihm ist es möglich, auch weniger aussagekräftige Fotos durch zufällig erzeugte Texturen aufzuwerten (Abbildung 3). Legen Sie einfach eine neue transparente Ebene oberhalb des Ausgangsfotos an ([Umschalt]+[Strg]+[N]). Auf diese Ebene wenden Sie den Qbist-Filter an. Im Dialogfenster des Filters sehen Sie neun kleine Vorschaufenster. Die Texturen und Farben ändern sich mit jedem Mausklick auf eines der Bilder. Gimp verwendet jeweils das in der Mitte liegende Bild. Sobald Sie den Filter auf die neue Ebene angewendet haben, ändern Sie den Ebenenmodus. Dadurch kombinieren Sie das darunter liegende Bild mit dem Qbist-Filtereffekt. Arbeiten Sie die einzelnen Ebenenmodi durch. Wenn Ihnen ein Effekt gefällt, behalten Sie den einfach bei. Interessante Effekte kommen zum Beispiel durch den Ebenenmodus Division, Weiche Kanten oder Abziehen zustande.
Mittlerweile ist das Textwerkzeug von Gimp sehr komfortabel. Mit der Pfadfunktion ist es sogar möglich, den Textfluss wie in Abbildung 4 auch in einer bestimmten Form darzustellen. In diesem Abschnitt erfahren Sie, wie Sie eine Auswahl mit Text umfließen lassen.
Das war auch schon die ganze Prozedur. Die Lesbarkeit des Textes hängt davon ab, welche Schriftart, -größe und -farbe Sie auswählen.
Der Dialog Farbton / Sättigung, den Sie im Bildmenü über Farben erreichen, ist nicht nur dazu geeignet, Farbstiche auszugleichen. Durch Aktivierung einer der sechs bereitstehenden Primärfarben ist es auch möglich, einzelne Farbbereiche gezielt zu verändern (Abbildung 5). In der Beispielabbildung haben wir die roten Bildbereiche gelb eingefärbt: Dafür haben wir die Primärfarbe Rot ausgewählt und anschließend über die Schieberegler für Farbton, Helligkeit und Sättigung bearbeitet. Durch die Vorschau behalten Sie stets die Übersicht über alle Änderungen.