Einstöpsler

Richtig aufregend wird Gnome Do erst, wenn Sie die Plug-ins nutzen. Die sorgen zum Beispiel dafür, dass der Blitzstarter lokale Dateien und Ordner (also Ihre Musikstücke und Dokumente) auch findet.

Um die Plug-ins anzusehen, kehren Sie in die Einstellungen von Gnome Do zurück und wählen den Reiter Plugins. Im Drop-down-Menü Zeige wählen Sie All Plugins aus, um sowohl die offiziellen als auch die von der Community entwickelten Plug-ins zu sehen. Das Gnome-Do-Wiki [2] erklärt, was die einzelnen Plug-ins bewirken.

Setzen Sie ein Häkchen bei Files and Folders und klicken Sie dann unten links auf Konfigurieren. Sie sehen die Ordner, deren Dateien Gnome Do indizieren will. Die 1 hinter Ihrem Home-Verzeichnis bedeutet, dass die Software nur eine Ebene tief sucht. Klicken Sie doppelt mit der linken Maustaste auf die Zahl und geben Sie einen höheren Wert ein, etwa 4. Jeder neue Unterordner zählt als neue Ebene. Wie tief Gnome Do gräbt, bestimmen Sie also selbst. Setzen Sie ein Kreuzchen bei Show hidden files, um auch versteckte Dateien einzubeziehen. Nach einem Neustart von Gnome Do (über den Menüeintrag Quit) stehen die Dateien zur Verfügung.

Docky-Station

In den Einstellungen finden Sie noch ein weiteres Register mit der Beschriftung Appearance. Die Version 0.8 von Gnome Do verfügt über eine eigene Fußleiste namens Docky (Abbildung 6). Um sie zu nutzen, müssen Sie aus dem Drop-down-Menü Theme den Eintrag Docky auswählen. Funktioniert das nicht, fehlt auf Ihrem Rechner entweder der richtige 3D-Treiber für Ihre Grafikkarte oder Sie müssen den 3D-Desktop aktivieren (siehe Kasten 3D-Desktop einrichten). Das bereitet auch fortgeschrittenen Anwendern Probleme; daher sollten Sie gut überlegen, ob Sie Docky unbedingt brauchen, und falls ja, eine Sicherheitskopie der Datei /etc/X11/xorg.conf anlegen. Mitunter zeigen Ubuntu und OpenSuse nach einem fehlgeschlagenen Versuch, die 3D-Treiber zu installieren, den Desktop nicht mehr an. In diesem Fall sollten Sie die zuvor gesicherte Datei mit Root-Rechten zurück in das Verzeichnis /etc/X11 kopieren.

Abbildung 6: Docky, die animierte Fußleiste, läuft auch problemlos unter KDE 4.0. So sieht sie unter OpenSuse 11.0 aus.

3D-Desktop einrichten

Nur bei einigen Grafikkarten von Intel und ATI aktivieren die Distributionen automatisch die 3D-Beschleunigung, weil es dafür freie Treiber gibt. Öffnen Sie ein Terminal ([Windows]+[Eingabe] und ter – für Terminal – oder kon – für Konsole – tippen) und geben Sie glxinfo | grep render ein. Steht dort als erste Ergebniszeile direct rendering: Yes und darunter der Name Ihrer Grafikkarte, funktionieren die 3D-Treiber. Andernfalls finden Ubuntu-Anwender unter [3] und OpenSuse-Anwender unter [4] Hinweise zum Einrichten der 3D-Beschleunigung mit Hilfe der proprietären Treiber von Nvidia und ATI.

Nach erfolgreicher Installation aktivieren Sie unter beiden Distributionen die Desktop-Effekte. Unter Ubuntu 8.10 wählen Sie dazu System / Einstellungen / Erscheinungsbild, wechseln zum Register Visuelle Effekte und wählen den Punkt Normal, um eine dezente Variante der Effekte zu aktivieren. Die Wahl bestätigen Sie mit Keep Settings.

Unter OpenSuse 11.0 schalten Sie die Effekte über das Startmenü und den Aufruf von Anwendungen / Dienstprogramme / Desktop / Desktop-Effekte (OpenSuse 11.1) und Programme / Dienstprogramme / Desktop / Desktop-Effekte (OpenSuse 11.0) ein. Setzen Sie ein Häkchen bei Enable desktop effects und klicken Sie auf Schließen. Dann öffnen Sie über [Alt]+[F2] und kdesu kate (unter KDE) bzw. gksu gedit (unter Gnome) eine Konsole mit Root-Rechten. Sie ergänzen die Section "Extensions" in der Datei /etc/X11/xorg.conf um den Eintrag Option "Composite" "on". Existiert der Eintrag bereits, ändern Sie "off" zu "on". Dann starten Sie den Rechner neu.

Eine gestrichelte Linie teilt Docky in zwei Hälften: Rechts sehen Sie Symbole für die gerade geöffneten Programme, links sammeln Sie Ihre eigenen Anwendungsstarter. Klicken Sie mit gedrückter linker Maustaste auf die gestrichelte Linie, vergrößern und verkleinern Sie Docky. Um ein Icon für eine bestimmte Anwendung im linken Bereich zu platzieren, ziehen Sie dieses vom Startmenü einfach per Drag & Drop dorthin. Über einen Rechtsklick auf die Symbole, können Sie diese wieder löschen. Über das violette Icon mit dem Zahnrad ganz links erreichen Sie auch die Voreinstellungen von Gnome Do. Docky löst das klassische freischwebende Dock ab. Der oben beschriebene Weg, um ein Dokument zu öffnen oder ein Musikstück mit Banshee aufzurufen, funktioniert aber mit Hilfe derselben Tastaturkürzel.

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