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Vorkonfiguriert

OpenSuse 11.1 Vorkon im Test

20.03.2009
Die "Vorkon"-Reihe aus dem Verlag Millin stellt aufgebohrte OpenSuse-Versionen zur Verfügung, die mit zahlreichen vorkonfigurierten Paketen (daher der Name) die Einrichtung erleichtern sollen. Neu in OpenSuse 11.1 Vorkon ist ein zusätzlicher Installationshelfer namens YiPI.

Einfach installieren, keine Paketabhängigkeiten auflösen müssen und sich – etwa im Falle komplexerer Software – nicht mal mit Konfigurationsdetails beschäftigen: Das ist der Anspruch, mit dem der Verlag Millin seine Vorkon-Produkte vertreibt. Wie sich nun die Vorkon-Variante von einer Standarddistribution vom OpenSuse-Download-Server unterscheidet, haben wir untersucht.

Die Vorkon-DVD ist knapp 8 GByte groß und enthält neben den Standardpaketen (in 32-Bit-Versionen) eine Auswahl zusätzlicher Software:

  • Vorkonfigurierte Pakete bilden das Herz der Erweiterungen. Hier gibt es u. a. Treiber für Fritz!WLAN-USB-Sticks (inklusive USB Stick N) und Nvidia-3D-Grafikkarten, Firefox-Plug-ins (Adobe Flash Player 9, Java, Real Player und MPlayer), NX (Software, die entfernten Zugriff auf den Desktop erlaubt, siehe Artikel Fernbedient ab Seite 80) und den HTML-Editor Nvu.
  • Etliche Pakete aus den Packman- und OpenSuse-Build-Service-Repositories rüsten vor allem Multimedia-Features nach, bei denen aktuelle Linux-Distributionen in der Standardausstattung meist schwächeln. Wichtig: Auch die Vorkon-DVD enthält nicht alle Codecs und für DVD-Wiedergabe nötigen Komponenten. Die Dokumentation klärt darüber auf, dass aus rechtlichen Gründen einige Zusatzpakete aus dem Internet nötig sind.
  • Es gibt Programme von Drittanbietern, u. a. Adobe Reader 8.1.3, eine LinDVD-Demo, Moneyplex 2009 und SoftMaker Office 2006.
  • Abgerundet wird die Softwaresammlung durch 270 MByte Dokumentation in Form zahlreicher PDF- oder HTML-Dateien.

Yippieh: YiPI ist da!

Neu in dieser Ausgabe ist YiPI (Yet another interactive Package Information), eine Übersicht aller verfügbaren Pakete, die nach (durchgehend englischsprachigen) Programmkategorien wie Amusements.Toys.Graphics oder Productivity.Graphics.3DEditors sortiert ist. Sie rufen diese Pakete im Browser über die HTML-Seiten auf der DVD ab und finden zu jedem Paket Detailinformationen und den aktuellen Status (installiert/nicht installiert). Per One-Klick-Install richten Sie Software ein.

Vom Ansatz her eine sehr gute Idee, ist die Umsetzung nicht ganz glücklich. Es gibt etliche dieser Programmkategorien, und nach jeder Auswahl sehen Sie links wieder die alphabetisch vorne stehenden, so dass Sie viele Scroll-Kilometer mit der Maus zurücklegen müssen.

Bugs

In einigen Fällen führte ein Klick auf den One-Klick-Installationsknopf nur dazu, dass Dolphin eine XML-Konfigurationsdatei anzeigte; nach Rechtsklick und Auswahl von Öffnen mit / YaST-Meta-Package-Handler startete aber auch hier die Installation der Software. Dieses Problem verursacht übrigens nur der Konqueror aus KDE 4; in der ebenfalls vorhandenen KDE-3-Version des Dateimanagers funktionierte das One-Klick-Feature stets.

Die YiPI-Seiten auf der DVD zu betrachten, macht erst nach dem Einrichten eines speziellen Pakets Spaß, denn vorher fehlen viele Icons, die das System in /opt/vorkon/ sucht.

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