Kubuntu 8.10 mit statischer IP

Nun, da Sie die nötigen Daten beisammen haben, können Sie die feste IP-Adresse einrichten. Diesen Weg müssen Sie nur nehmen, wenn Sie nicht – wie oben beschrieben – über das Router-Interface eine feste IP vergeben können.

Auf dem KDE-4-Desktop von Kubuntu 8.10 sollen Sie eigentlich mit der rechten Maustaste auf den kleinen Globus in der Systemleiste klicken und so ein neues Netzwerk-Profil mit einer festen IP-Adresse einrichten. Tatsächlich funktioniert dieser Weg zur Zeit nicht und niemand weiß, wann die Entwickler den Fehler beseitigen. Zum Glück können Sie unter Linux auch eine Etage tiefer gehen und die IP-Adresse per Hand in die Datei /etc/network/interfaces eintragen. Zunächst kappen Sie die bestehende Netzwerkverbindung, indem Sie sudo /etc/init.d/network stop eingeben. Dann drücken Sie [Alt]+[F2] und tippen kdesu kate, um den Editor Kate mit Root-Rechten aufzurufen. In die Datei /etc/network/interfaces tragen Sie die Parameter aus dem Kasten Feste IP ein:

Feste IP

auto eth0
iface eth0 inet static
address 192.168.1.253
netmask 255.255.255.0
gateway 192.168.1.254

Die ersten beiden Zeilen sorgen dafür, dass die Netzwerkschnittstelle nach dem Start automatisch bereitsteht (auto eth0) und dass der Rechner eine statische IP-Adresse einrichtet (static). Verfügt Ihr Rechner über mehrere Netzwerkkarten, müssen Sie dort entsprechend eth1, eth2 usw. eintragen. In der dritten Zeile legen Sie den konkreten Wert für die statische IP-Adresse fest – sie muss zum bestehenden Subnetz gehören (192.168.1.*) und wir wählen im Beispiel die 192.168.1.253. In die vierte Zeile kommt die Subnetzmaske (255.255.255.0) und in die letzte Zeile gehört die ermittelte Gateway-Adresse des Routers. Speichern Sie die Datei und öffnen Sie dann die Datei /etc/resolv.conf. Diese ergänzen Sie um die Zeile nameserver 192.168.1.254 und speichern sie ebenfalls. Über sudo /etc/networking start starten Sie das Netzwerk neu. Tippen Sie auf der Konsole /sbin/ifconfig ein, so sollte Ihre feste IP-Adresse erscheinen.

Feste IP unter OpenSuse 11.1

Um dem OpenSuse-11.1-Rechner eine feste IP-Adresse zu verpassen, wählen Sie den Weg über YaST. Drücken Sie [Alt]+[F2] und geben Sie yast ein, um OpenSuses Konfigurationstool zu starten. Nach der Angabe des Root-Passwortes rufen Sie im Bereich Netzwerkgeräte den Punkt Netzwerkeinstellungen auf. Ein Fenster öffnet sich, das Ihre Netzwerkkarte auflistet. Klicken Sie auf Bearbeiten und wählen Sie den Punkt Statisch zugewiesene IP-Adresse. In das Feld IP-Adresse tragen Sie etwa die 192.168.1.253 und im Feld Subnetzmaske die 255.255.255.0, bevor Sie auf Weiter klicken (Abbildung 7). Im nächsten Fenster wechseln Sie zum Reiter Hostename/DNS und geben im Feld Nameserver 1 die DNS-Adresse 192.168.1.254 ein. Im Register Routing rechts daneben tippen Sie in das Feld Standardgateway dasselbe – im Beispiel 192.168.1.254. Ein Klick auf OK schließt die Konfiguration ab und startet das Netzwerk neu. Zum Testen der Konfiguration rufen Sie die Konsole auf und geben /sbin/ifconfig ein. Stimmt die IP-Adresse, geben Sie ping www.linux-community.de ein, drücken nach drei Sekunden [Strg]+[C] und schauen, ob im Ausgabetext packet loss steht und der Wert davor unter 100 Prozent liegt.

Abbildung 7: Unter OpenSuse hilft Ihnen YaST dabei, eine feste IP-Adresse einzurichten.

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