Home / EasyLinux / 2009 / 02 / Direktzugriff

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

Mandriva gibt Distribution in die Hände der Community
(268 Punkte bei 24 Stimmen)
Neues vom Systemd
(161 Punkte bei 4 Stimmen)
Mandriva in Nöten
(161 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Shopping
Topsuche
 
Yatego Deutschlands größte Shoppingmall. 10000 Shops,
3.5 Mio Artikel. Alle Bestseller, Servertechnik und Technik Themenwelten.

Notebooks und Netzwerkhardware bei Mercateo günstig kaufen.
Internet Telefonie mit VoIP Telefonen von Gigaset
Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.
Günstige Digitalkameras finden Sie im Preisvergleich.
PO-10739-Security_Alert-Brand-X-Hand_Scan.jpeg

© Brand-X

Direktzugriff

Paket-Datenbank mit "rpm" und "dpkg" abfragen

25.03.2009 Alle Linux-Distributionen benutzen eine Paketdatenbank, in der Informationen zu den installierten Softwarepaketen gespeichert sind. Diese können Sie mit den Kommandozeilenprogramm "rpm" und "dpkg" abrufen.

In der vergangenen Ausgabe haben wir im Guru-Training die Kommandos zypper, apt-get / apt-cache und urpmi vorgestellt [1], mit denen Sie unter OpenSuse, Ubuntu und Mandriva Linux auf die Paketdatenbanken zugreifen. All diese Tools sind komfortable (Textmodus-)Frontends für elementarere Tools: rpm (OpenSuse, Mandriva) und dpkg (Ubuntu). Jetzt liefern wir noch ergänzende Informationen, die Ihnen helfen, einige Dinge mit rpm oder dpkg zu erledigen, wo die anderen Tools versagen.

Wo liegt die Software?

Wenn Sie damit beginnen, die zahlreichen unbekannten Verzeichnisse Ihres Linux-Systems jenseits des Home-Verzeichnisses in /home zu erforschen, stellt sich früher oder später die Frage: Wo bringt eigentlich Linux all die Dateien unter, die zu den verschiedenen Softwarepaketen gehören, und wie kann man einzelne Programme wieder entfernen?

Während sich die erste Frage noch übersichtlich beantworten lässt (ausführbare Programme liegen meist in /usr/bin/, /bin/, /usr/X11R6/bin/ oder einem Unterverzeichnis von /opt, ihre Konfigurationsdateien finden sich im zentralen Verzeichnis /etc/), ist für das Entfernen eines Programmpakets manchmal ein wenig Recherche notwendig. In vielen Fällen führt der kürzeste Weg über die Softwareverwaltung Ihrer Linux-Distribution. In der jeweiligen Detailansicht sehen Sie alle installierten Pakete und können diese abwählen.

Unbekannte Pakete

Schwieriger wird es aber, wenn Sie den Paketnamen gar nicht kennen, weil dieser nicht mit dem Programmnamen identisch ist. Haben Sie etwa ein Programm über das Startmenü aufgerufen, kennen Sie damit noch nicht unbedingt dessen Namen.

Mit einem der beiden Kommandozeilenprogramme rpm und dpkg, die unter OpenSuse und Mandriva Linux bzw. unter Ubuntu (und Debian) zur Verwaltung der Softwarepakete verwendet wird, sowie mit einigen zusätzlichen Shell-Tools können Sie die gesuchten Informationen schnell finden.

Haben Sie nun zum Beispiel unter SuSE Linux über Grafik / Anzeige / Bildbetrachter (Eye of Gnome) einen Bildbetrachter gestartet, den Sie löschen wollen, können Sie folgendermaßen vorgehen:

  1. Öffnen Sie zunächst ein Terminalfenster. Am schnellsten geht das mit dem Schnellstarter [Alt]+[F2] – im Befehlsfenster geben Sie konsole (unter KDE) oder gnome-terminal (unter Gnome) ein, jeweils komplett in Kleinbuchstaben. Im neuen Terminalfenster erwartet Sie ein Shell-Prompt.
  2. Mit dem Befehl ps ax | tail lassen Sie sich die zuletzt gestarteten Programme anzeigen (Abbildung 1, oben). In der Liste finden Sie auch einen Eintrag eog. Nun wissen Sie schon einmal, dass das Programm, welches Sie über den Menüpunkt Eye of Gnome gestartet haben, als Programmdatei eog heißt. War das Programm nicht in der Liste, dann versteckt es sich in einem der weiter vorne liegenden Programmeinträge. Geben Sie dann ps ax (ohne den tail-Zusatz) ein: Die Liste ist nun deutlich länger und scrollt vielleicht aus dem Fenster heraus. Mit dem Scrollbalken können Sie aber zurück blättern und die gesamte Prozessliste durchsuchen.
  3. Im nächsten Schritt gilt es herauszufinden, in welchem Verzeichnis sich das Programm versteckt. Dazu dient der Befehl which eog, der die Frage mit /opt/gnome/bin/eog beantwortet.
  4. Jetzt kommt erstmals rpm oder dpkg zum Einsatz. Sie wollen aus der Paketdatenbank auslesen, in welchem RPM- oder Debian-Paket die Datei steckt – der Befehl lautet dann rpm -qf /opt/gnome/bin/eog (query file: Anfrage nach Datei) oder dpkg -S /opt/gnome/bin/eog (search: Suche). Die Ausgabe (Abbildung 1) ist nicht weiter überraschend: Das Paket heißt auch eog; die dahinter folgenden Ziffern geben die Programmversion an. Die Namensgleichheit von Programm und Paket ist oft, aber nicht immer gegeben.
  5. Wollen Sie das Paket nun löschen, sind noch zwei Schritte notwendig: Zuerst werden Sie mit su und darauf folgender Eingabe des Administratorpassworts (OpenSuse, Mandriva) oder mit sudo su und anschließender Eingabe Ihres eigenen Passworts (Ubuntu) zum Systemverwalter root,
  6. und schließlich entfernen Sie das Paket mit rpm -e eog bzw. dpkg -r eog. Die jeweiligen Optionen stehen dabei für die englischen Worte "erase" (löschen) bzw. "remove" (entfernen). Ubuntu-Anwender können statt dpkg -r eog auch apt-get remove eog schreiben und damit das Tool aus dem letzten Guru-Training einsetzen.

    Abbildung 1: Wie heißt der Grafikbetrachter und zu welchem Paket gehört er? Die letzten zwei Befehle löschen das Paket.

Die Befehle which und rpm bzw. which und dpkg können Sie übrigens bequem zu einer einzigen Befehlszeile zusammenfassen, wie das Beispiel im Listing-Kasten zeigt.

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

1092 Hits
Wertung: 69 Punkte (1 Stimme)

Schlecht Gut

Infos zum Autor

Hans-Georg Eßer

Hans-Georg Eßer

Hans-Georg Eßer ist Chefredakteur der Zeitschrift EasyLinux, Doktorand an der Uni Erlangen-Nürnberg und seit Mitte der 90er begeisterter Linux-Anwender.


Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

title_2012_02

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

EasyLinux erscheint vierteljährlich und kostet EUR 9,80. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der EasyLinux-Homepage.

Das EasyLinux-Jahresabo kostet EUR 33,30. Details zum EasyLinux-Jahresabo finden Sie im LNM-Shop.

Tipp der Woche

Adobe AIR
Adobe-AIR-Programme installieren und (manuell) starten
Tim Schürmann, 14.05.2012 13:09, 0 Kommentare

Es gibt sie noch: neue Anwendungen, die Adobes Integrated Runtime voraussetzen. Aktuellstes und vermutlich auch größtes Beispiel ist das Adventure Botanicula

Aktuelle Fragen

gibt es ein Kommandozeilen Tool, um ein X11-Fenster in ein Anderes einzubetten?
GoaSkin , 21.05.2012 16:44, 0 Antworten
Das XEmbed-Protokoll ist u.A. dazu gedacht, dass man eine X11-Anwendung in eine andere wie ein Wi...
Apache2, Options -Indexes geht nicht
no no, 12.05.2012 19:01, 8 Antworten
Habe in apache2.conf folgendes stehen: Options -Indexes ...
LInux auf Dell LS H500
Andreas Endresl, 09.05.2012 08:54, 2 Antworten
Habe einen alten Dell Latitude LS H500 nur mit ext. Floppy und CD es geht nur immer eines von den...
Datenwiederherstellung unter Ubuntu 12.04 mit "Simple Backup" nach Umzug von Linux Mint
Christian Lottmann, 07.05.2012 13:33, 0 Antworten
Vor dem Umzug auf Ubuntu 12.04 habe ich unter Linux MInt mit "Simple Backup" voll (15.4.2012) und...
DKMS für den propritären NVIDIA-Treiber
Commander Data, 26.04.2012 22:02, 2 Antworten
Hallo an die Gemeinde. Ich habe hier ein interessantes Stück openSuSE gefunden. http://forums.op...