Tux' neueste Kleider
KDE 3.5, KDE 4.1 und Gnome 2.24 im Vergleich
Dateimanager
Auch unter Gnome öffnet sich letztlich nach einer Orte-Auswahl der hauseigene Dateimanager Nautilus (Abbildung 3). Er dient, wie auch sein KDE-Pendant Konqueror (Abbildung 4), nicht nur dem einfachen Verschieben und Kopieren von Dateien per Drag & Drop, sondern lässt Sie auch auf angeschlossene externe Datenträger und das Internet zugreifen (z. B. FTP-Server aufrufen). Beide verfolgen dabei den Ansatz eines zweiteiligen Fensters. Im linken Bereich erhalten Sie Zugriff auf den jeweiligen Ort der Daten. Der rechte Fensterteil zeigt die Daten an. Je nach Konfiguration erlauben beide Dateimanager Vorschaufunktionen für Fotos, Dokumente und selbst Audiodateien, deren erste Töne erklingen, sobald der Mauszeiger über das Icon fährt. Selbstverständlich ist für beide Lager die Anzeige als Liste, über große Symbole oder einen verzweigten Verzeichnisbaum. Konqueror glänzt noch mit einer Reihe versteckter Funktionen: Über so genannte Protokolle steuern Sie praktischerweise den gesamten Computer und erhalten zum Beispiel über den Adresszeileneintrag print:/ Zugriff auf die Druckersteuerung. Der Eintrag settings:/ führt Sie zu den Konfigurationsmöglichkeiten des KDE-Kontrollzentrums. Weil aber nur wenige Lust verspüren, sich diese Protokollnamen zu merken, nannte das Entwicklerteam diese KDE-Dienste. Sie erreichen alle KDE-Dienste über das Rote-Flaggen-Symbol am linken Rand des Konqueror-Fensters.
Alle Konqueror-Funktionen zu beschreiben, würde ein Buch füllen – so komplex ist die Anwendung. Die meisten Funktionen richten sich eher an fortgeschrittene Anwender. Nautilus arbeitet ähnlich, bietet aber einen weniger umfassenden Zugriff auf die Dienste des Rechners. Dafür bleibt der Dateimanager übersichtlicher und dient seiner eigentlichen Aufgabe: dem Dateimanagement.
Arbeitstiere
Die Bürosuite OpenOffice, der Webbrowser Firefox und die Bildbearbeitung Gimp fühlen sich unter Gnome wohler als unter KDE. So bietet etwa OpenOffice seine Schnellstartfunktion über das Systray unter KDE gar nicht an. Die Programme übernehmen zwar die Optik des unter KDE eingestellten Desktop-Stils, weiterführende Funktionen wie transparente Menüs gibt es aber nur in "echten" KDE-Anwendungen. Wollen letztere eine Webseite anzeigen, starten die meisten voreingestellt den Konqueror. Typische Gnome-Programme nutzen stattdessen den weiter verbreiten Browser Firefox. Ihre eigentliche Arbeit verrichten aber alle Programme unter beiden Desktops zuverlässig.



