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Tippen lernen mit zehn Fingern

Turbotipper

Zwischen Zwei-Finger-Suchsystem und Zehn-Finger-Tippmaschine liegt ein steiniger Weg. Der freundliche Tipptrainer Tipp10 hilft, ihn zu meistern.

Bei Computeranfängern kreisen nicht selten zwei Finger wie Adler über der Tastatur, um sich jeweils mit einem Schrei der Freude auf gefundene Buchstaben zu stürzen. Ein paar Jahre später tippen dieselben Nutzer dann nach einem eigenen Vier- bis Acht-Finger-System. Nur wenige Autodidakten greifen mit allen zehn Fingern in die Tasten.

Die freie Software Tipp10 bietet eine intuitive Benutzeroberfläche und begleitet die Übenden mit Statistiken von den Anfängen bis zum kompletten Diktat.

  1. Um Tipp10 zu nutzen, kopieren Sie das tar.gz-Archiv von der Heft-DVD auf Ihren Rechner.
  2. Dann öffnen Sie Dolphin (in KDE 4) oder Konqueror (in KDE 3) und wechseln in das Verzeichnis mit dem Archiv.
  3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Archiv und wählen Sie Öffnen mit Ark (KDE 4) oder Öffnen mit Archivprogramm (KDE 3) und im nächsten Fenster Entpacken bzw. Aktion / Entpacken.
  4. Suchen Sie ein Zielverzeichnis für den Trainer aus und klicken Sie auf OK. Die Tipp10-Dateien landen nun im Unterverzeichnis tipp10.
  5. Wechseln Sie in das neue Unterverzeichnis, drücken Sie [F4] und geben Sie chmod u+x tipp10 ein, um die Datei ausführbar zu machen.
  6. Klicken Sie dann auf tipp10, um die Software zu starten.

Tipp10 bedienen

Der Tipptrainer bietet links in Form von Reitern drei Arten von Lektionen an: Übungslektionen, Freie Lektionen und Eigene Lektionen. Der erste Bereich adressiert die Einsteiger: Hier lernen Sie zunächst, wo sich welche Tasten auf dem Keyboard befinden und wie Sie diese im Rahmen des Zehn-Finger-Systems erreichen. Obwohl Tipp10 keine Sprachausgabe beherrscht, heißen die angezeigten Buchstabenfolgen Diktate. Orten Sie die Tasten irgendwann erfolgreich, wenden Sie sich den freien Lektionen zu. Die diktieren zur Übung ganze Texte auf Englisch und Deutsch. Unter Eigene Lektionen können Sie dann über das Drop-down-Menü eigene Übungsdiktate erzeugen, etwa in spanischer Sprache.

Entweder absolvieren Sie eine Übung in einer bestimmten Zeit oder Sie begrenzen die Anzahl der Zeichen. Das Ziel ist, die Diktate möglichst fehlerfrei in kurzer Zeit abzutippen. Das Aufmacherbild dieses Artikels zeigt die grafische Oberfläche des Tipptrainers, Abbildung 1 das Konfigurationsmenü. In letzterem wählen Sie als Neuling Lektion 1. Im rechten Bereich legen Sie verschiedene Parameter für die Übung fest. Unter Hilfestellungen bestimmen Sie etwa, welche optischen Effekte der Tipptrainer verwendet, ob er z. B. einige Tasten farbig markiert. Unter Reaktion auf Tippfehler können Sie ein Diktat blockieren, sobald Sie einen Fehler machen – Tipp10 wartet dann, bis Sie die richtige Taste treffen.

Abbildung 1: Bevor Sie mit Tipp10 loslegen, stellen Sie ein paar simple Parameter für den Trainer ein.

Normalerweise spult die Software ihr Programm herunter, die Übungslektionen aktivieren hingegen standardmäßig die Intelligenz: So passt Tipp10 seine Diktate an Ihre Fehler an. Vertippen Sie sich besonders oft beim k, übt das Programm diesen Buchstaben verstärkt mit Ihnen. Um ein Diktat zu starten, klicken Sie rechts unten auf Schreibtraining starten.

Das Titelbild zeigt, wie Sie die Finger positionieren. Dann drücken Sie die Leertaste, und es geht los. Tipp10 markiert im Diktat den gerade gesuchten Buchstaben. Am Ende einer Lektion oder nach dem Abbruch über den Button Lektion vorzeitig beenden zeigt die Software eine Statistik an. Hier stehen Ihre Erfolge schwarz auf weiß: Aus der Tippdauer, der Anzahl der Tippfehler und den durchschnittlichen Anschlägen pro Minute generiert Tipp10 eine Punktwertung. Was die besagt, erfahren Sie über den Reiter Vergleichstabelle in der Statistik. Im Register Schriftzeichen sehen Sie, welche Buchstaben Sie am häufigsten verfehlen.

Fazit

Tipp10 tut sich im Umfeld freier Software positiv hervor: Die professionelle Webseite, die gute Benutzerführung und die Kompatibilität zu anderen Linux-Distributionen – davon können sich andere Projekte eine Scheibe abschneiden. Ach ja: Tippen lernen können Sie damit natürlich auch!

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