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Neuerungen in OpenOffice 3.0

Evolution statt Revolution

OpenOffice plant nichts Geringeres als der Office-Suite von Microsoft den Rang abzulaufen. Ob die neue Version Version 3.0 auf dem Weg dahin ist, zeigt der Test.

Die multifunktionale Office-Suite OpenOffice hat zwischenzeitlich einen Status erreicht, der Microsoft nicht ohne Grund Sorgenfalten auf die Stirn treibt. Schicken sich die Macher des Projekts doch an, die Vorherrschaft von Microsoft Office zu brechen und der proprietären und nicht gerade billigen Office-Suite mittelfristig einen mindestens gleichwertigen Konkurrenten gegenüberzustellen, der den Kauf überflüssig macht. Auch wenn dieses Ziel mit geschätzten 3-15% Marktanteil (ja nach Erhebung) derzeit noch in weiter Ferne scheint, rückt das Projekt diesem Ziel mit jeder neuen Version ein Stückchen näher. So erschien im Oktober 2008 nach über drei Jahren wieder eine Major Release mit der runden Versionsnummer 3.0.

Welche Neuerungen sie mitbringt und welche Vorteile Sie davon im täglichen Einsatz haben, erklärt der nachfolgende Artikel.

Installation

OpenOffice [1] bietet sowohl Debian- als auch RPM-Pakete für eine leichte Installation unter [2] zum Download an. Letztere lassen sich auf den meisten Distributionen mit einer RPM-basierten Paketverwaltung, etwa Mandriva, problemlos installieren.

Nutzer von OpenSuse umgehen die ansonsten etwas umständliche Installationsprozedur und spielen die auf der Heft-DVD enthaltenen Pakete mit YaST ein. Da OpenOffice die Abhängigkeiten untereinander nach wie vor eher schlampig auflöst, installieren Sie müssen Sie alle Pakete, die core im Namen enthalten, manuell aktivieren. Andernfalls verweigert OpenOffice den Start. Darüber hinaus benötigen Sie das Paket openoffice.org3-suse-menues, damit das Programm sich im K-Menü verewigen kann.

Anwender, die Kubuntu 8.10 einsetzen, bleibt aus technischen Gründen die Installation mit dem Paketmanager verwehrt. Gehen Sie wie folgt vor, um die Pakete manuell einzuspielen:

  1. Öffnen Sie mit der Eingabe von konsole im Schnellstarter ([Alt]-[F2]) ein Terminalfenster.
  2. Wechseln Sie durch Eingabe von cd /media/cdrom0/el200901/programme/andere/openoffice/ in das Installationsverzeichnis.
  3. Starten Sie die Installation mit der Eingabe von sudo dpkg --force-all -i *.deb gefolgt von Ihrem Passwort.

Die mit --force-all erzwungene Installation ist notwendig, da sich andernfalls das Paket mit den K-Menü-Einträgen wegen Versionskonflikten nicht installieren lässt. Im Test führte die Parallelinstallation jedoch zu keinerlei Problemen.

Da OpenOffice 3 bereits Bestandteil von Mandriva 2009.0 ist, entfällt für die Nutzer dieser Distribution die Installation.

Erster Start

Da sowohl OpenSuse als auch Mandriva und Kubuntu im K-Menü ein Eintrag zum Aufrufen des Start-Centers (Abbildung 1) fehlt, erledigen Sie das über den Schnellstarter ([Alt]+[F2]) mit der Eingabe von openoffice.org3. Benutzer von Mandriva geben soffice ein.

Abbildung 1: Das Startfenster von OpenOffice.org 3.0 ermöglicht nicht nur den Start einzelner Anwendungen sondern ermöglicht auch den Zugriff auf die globale Konfiguration.

Schon beim ersten Blick fällt die komplette Neustrukturierung des Start-Centers auf. Während Sie in älteren Versionen lediglich auswählen können, welchen Dokumententyp Sie öffnen möchten, starten Sie in der neuen Version über einen Klick auf die jeweiligen Icons die gewünschte Anwendung. Über die Menüleiste erreichen Sie unter Extras / Optionen... die globalen Einstellungen der Office-Suite. Zum Download von Templates, welche die Projektsite bereitstellt, genügt ein Klick auf den Button "1" (Abbildung 1) in der Iconleiste rechts unten, zum Download von Erweiterungen klicken Sie auf "2". Um sie zu installieren, starten Sie unter Extras den Extension-Manager

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