PO-3727-Fotolia-Goce_Risteski-human_evolution.jpg

Evolution statt Revolution

Neuerungen in OpenOffice 3.0

09.01.2009
OpenOffice plant nichts Geringeres als der Office-Suite von Microsoft den Rang abzulaufen. Ob die neue Version Version 3.0 auf dem Weg dahin ist, zeigt der Test.

Die multifunktionale Office-Suite OpenOffice hat zwischenzeitlich einen Status erreicht, der Microsoft nicht ohne Grund Sorgenfalten auf die Stirn treibt. Schicken sich die Macher des Projekts doch an, die Vorherrschaft von Microsoft Office zu brechen und der proprietären und nicht gerade billigen Office-Suite mittelfristig einen mindestens gleichwertigen Konkurrenten gegenüberzustellen, der den Kauf überflüssig macht. Auch wenn dieses Ziel mit geschätzten 3-15% Marktanteil (ja nach Erhebung) derzeit noch in weiter Ferne scheint, rückt das Projekt diesem Ziel mit jeder neuen Version ein Stückchen näher. So erschien im Oktober 2008 nach über drei Jahren wieder eine Major Release mit der runden Versionsnummer 3.0.

Welche Neuerungen sie mitbringt und welche Vorteile Sie davon im täglichen Einsatz haben, erklärt der nachfolgende Artikel.

Installation

OpenOffice [1] bietet sowohl Debian- als auch RPM-Pakete für eine leichte Installation unter [2] zum Download an. Letztere lassen sich auf den meisten Distributionen mit einer RPM-basierten Paketverwaltung, etwa Mandriva, problemlos installieren.

Nutzer von OpenSuse umgehen die ansonsten etwas umständliche Installationsprozedur und spielen die auf der Heft-DVD enthaltenen Pakete mit YaST ein. Da OpenOffice die Abhängigkeiten untereinander nach wie vor eher schlampig auflöst, installieren Sie müssen Sie alle Pakete, die core im Namen enthalten, manuell aktivieren. Andernfalls verweigert OpenOffice den Start. Darüber hinaus benötigen Sie das Paket openoffice.org3-suse-menues, damit das Programm sich im K-Menü verewigen kann.

Anwender, die Kubuntu 8.10 einsetzen, bleibt aus technischen Gründen die Installation mit dem Paketmanager verwehrt. Gehen Sie wie folgt vor, um die Pakete manuell einzuspielen:

  1. Öffnen Sie mit der Eingabe von konsole im Schnellstarter ([Alt]-[F2]) ein Terminalfenster.
  2. Wechseln Sie durch Eingabe von cd /media/cdrom0/el200901/programme/andere/openoffice/ in das Installationsverzeichnis.
  3. Starten Sie die Installation mit der Eingabe von sudo dpkg --force-all -i *.deb gefolgt von Ihrem Passwort.

Die mit --force-all erzwungene Installation ist notwendig, da sich andernfalls das Paket mit den K-Menü-Einträgen wegen Versionskonflikten nicht installieren lässt. Im Test führte die Parallelinstallation jedoch zu keinerlei Problemen.

Da OpenOffice 3 bereits Bestandteil von Mandriva 2009.0 ist, entfällt für die Nutzer dieser Distribution die Installation.

Erster Start

Da sowohl OpenSuse als auch Mandriva und Kubuntu im K-Menü ein Eintrag zum Aufrufen des Start-Centers (Abbildung 1) fehlt, erledigen Sie das über den Schnellstarter ([Alt]+[F2]) mit der Eingabe von openoffice.org3. Benutzer von Mandriva geben soffice ein.

Abbildung 1: Das Startfenster von OpenOffice.org 3.0 ermöglicht nicht nur den Start einzelner Anwendungen sondern ermöglicht auch den Zugriff auf die globale Konfiguration.

Schon beim ersten Blick fällt die komplette Neustrukturierung des Start-Centers auf. Während Sie in älteren Versionen lediglich auswählen können, welchen Dokumententyp Sie öffnen möchten, starten Sie in der neuen Version über einen Klick auf die jeweiligen Icons die gewünschte Anwendung. Über die Menüleiste erreichen Sie unter Extras / Optionen... die globalen Einstellungen der Office-Suite. Zum Download von Templates, welche die Projektsite bereitstellt, genügt ein Klick auf den Button "1" (Abbildung 1) in der Iconleiste rechts unten, zum Download von Erweiterungen klicken Sie auf "2". Um sie zu installieren, starten Sie unter Extras den Extension-Manager

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 

Ähnliche Artikel

Kommentare

Infos zur Publikation

title_2015_02

Digitale Ausgabe: Preis € 9,80
(inkl. 19% MwSt.)

EasyLinux erscheint vierteljährlich und kostet EUR 9,80. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der EasyLinux-Homepage.

Das EasyLinux-Jahresabo mit Prämie kostet ab EUR 33,30. Details zum EasyLinux-Jahresabo finden Sie im Medialinx-Shop.

NEU: DIGITALE AUSGABEN FÜR TABLET & SMARTPHONE

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist auch ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!      

Tipp der Woche

Grammatikprüfung in LibreOffice nachrüsten
Grammatikprüfung in LibreOffice nachrüsten
Tim Schürmann, 24.04.2015 19:36, 0 Kommentare

LibreOffice kommt zwar mit einer deutschen Rechtschreibprüfung und einem guten Thesaurus, eine Grammatikprüfung fehlt jedoch. In ältere 32-Bit-Versionen ...

Aktuelle Fragen

Fernwartung oder wartung im haus
heide marie voigt, 29.06.2015 10:37, 2 Antworten
gerne hätte ich jemanden in Bremen nord, der mir weiter hilft - angebote bitte mit preis HMVoigt
Druckeranschluss DCP-195C
heide marie voigt, 29.06.2015 10:35, 1 Antworten
installiert ist linux ubuntu 15.04 offenbar auch der treiber für den Drucker DCP-195C. Die Konta...
keine arbeitsleiste beim einloggen
heide marie voigt, 27.06.2015 13:31, 0 Antworten
seit der neu-installierung von linux ubuntu 15.04 erscheint die arbeitsleiste rechts oben erst na...
raid platte an linux mint 17.1
andreas schug, 23.06.2015 19:44, 0 Antworten
folgende thematik NAS Iomega Storage Center wird auf einmal nicht mehr im netzwerk erkannt .....
SUSE 13.2 - Probleme mit kmail
kris kelvin, 03.06.2015 13:26, 2 Antworten
Hallo, nach dem Umstieg auf 13.1 hatte ich das Problem, daß kmail extrem langsam reagierte. Nun...