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Grün Computing

OpenSuse 11.1 auf dem Prüfstand

Paketmanagement

Neue Software spielen Sie in OpenSuse über YaST ein. Anstelle von EXE-Dateien, die in der Regel nichts anderes sind als ausführbare Archive, gibt es Software für OpenSuse in Form von RPM-Paketen. Diese enthalten mehrere Dateien, welche die Distribution bei der Installation an die dafür vorgesehenen Verzeichnisse im System kopiert. In YaSTs Reiter Software finden Sie unter Software installieren und löschen einen grafischen Paketmanager, mit dem Sie neue Pakete installieren und nicht mehr benötigte entfernen (Abbildung 3).

Abbildung 3: Ein RPM-Paket enthält meist mehrere Dateien, die YaSTs Software-Verwaltung beim Installieren an die passenden Orte des Systems kopiert.

Unter Linux ergibt es aufgrund zahlreicher Paketabhängigkeiten selten Sinn, einzelne RPM-Pakete von einer Webseite zu holen und zu installieren. Anstatt nun Dutzende von Paketen herunterzuladen, binden Sie eine Paketquelle ein, die das Auflösen automatisch regelt. Die externe Paketquelle von Packman bietet beispielsweise nicht nur die Videoabspielsoftware MPlayer an, sondern auch alle Pakete, von denen MPlayer abhängt (Abbildung 4) – Sie brauchen lediglich eine Verbindung ins Internet. Neben Packman finden Sie noch zahlreiche weitere Paketquellen (Abbildung 5), etwa ein Videolan Repository, das den Videoplayer VLC anbietet. Die openSUSE BuildServices bieten stets aktuelle Varianten einer bestimmten Software an, etwa eine neue OpenOffice-Version oder brandneue Wine CVS-Pakete.

Abbildung 4: Pakete einzeln zu installieren, ergibt unter Linux oft keinen Sinn. Binden Sie hingegen eine Paketquelle ein, löst YaST Abhängigkeiten automatisch auf.

Abbildung 5: Packman ist eine beliebte externe Paketquelle für OpenSuse, die unter anderem viele Multimedia-Pakete enthält.

Tipp

Deutlich schneller als mit YaST installieren Sie Software mit der neuen Version 1.0.1 von Zypper über die Kommandozeile. Eine ausführliche Anleitung zum Umgang mit Zypper lesen Sie in dieser Ausgabe ab Seite 22 und im OpenSuse-Wiki [3].

Externer Speicher

Was passiert unter OpenSuse 11.1, wenn Sie Daten von einem USB-Stick laden? Sobald Sie den Stick in die USB-Buchse schieben, öffnet KDE 4 ein kleines Fenster mit der Überschrift Kürzlich angeschlossene Geräte, das den Stick auflistet. Ein Mausklick zeigt die darauf enthaltenen Daten im Dateimanager Dolphin an. OpenSuse hängt USB-Sticks, CDs und DVDs im Verzeichnis /media ein.

Speichern Sie Daten auf USB-Sticks, müssen Sie diese wieder sauber aus dem System entfernen – andernfalls schreibt OpenSuse die Daten nicht auf den Stick, und sie gehen verloren. Deutliche Warnungen in dieser Richtung fehlen in OpenSuse 11.1 allerdings. CDs und DVDs mit Inhalten behandelt OpenSuse 11.1 wie USB-Sticks. Größere Probleme gab es mit leeren Medien, auf die wir mit K3b Daten brennen wollten. Das Programm erkennt CD/DVD-Brenner nur dann, wenn Sie es über [Alt]+[F2] und die Eingabe von kdesu k3b mit Root-Rechten starten.

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Infos zum Autor

Kristian Kißling

Kristian Kißling

Wenn Kristian Kißling nicht gerade für die LinuxCommunity schreibt, arbeitet er als Redakteur bei der Zeitschrift EasyLinux und als Chefredakteur für den Ubuntu User. Am liebsten beschäftigt er sich mit Multimedia- und Unterhaltungssoftware im weiteren Sinne und mit neuer Open-Source-Software, die überraschende Fähigkeiten zeigt.

Zum Blog von Kristian Kißling →


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