Home / EasyLinux / 2009 / 01 / Grün Computing

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

„Klickbunt auf dem Server? Warum nicht, wenn's hilft!"
(220 Punkte bei 8 Stimmen)
KDE 4.10.2, Gnome 3.6 und mehr
(121 Punkte bei 4 Stimmen)
Google schmeißt Jabber raus ...
(121 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.

intro2.png

© LNM AG

Grün Computing

OpenSuse 11.1 auf dem Prüfstand

09.01.2009 OpenSuse gehört in Deutschland nach wie vor zu den populärsten Linux-Distributionen. Wir zeigen, was die neue Version 11.1 leistet.

Die Neuheiten von OpenSuse 11.1 fallen unspektakulärer aus als beim Vorgänger 11.0. Die Distribution glänzt hauptsächlich mit aktualisierten Programmen, darunter Firefox 3 und OpenOffice 3, dem schnellen Paketmanager Zypper in Version 1.0.1 sowie einer Testversion von Amarok2. Letztere beherrscht noch nicht alle Features des alten Amarok (es fehlen etwa die Unterstützung für portable Media-Player und für Visualisierungen), sie integriert aber mehr Webdienste, darunter Jamendo, Mp3tunes und Ampache. Nutzer von 64-Bit-Rechnern können erstmals auch eine Live-Version von OpenSuse 11.1 nutzen.

Der frische Kernel in Version 2.6.27.1 bringt deutlich mehr Treiber für Webcams und WLAN-Karten mit: Mit der Integration der UVC- und GSPCA-Treiber unterstützt der Kernel 2.6.27 nun deutlich mehr Webcams. Das aufwändige Übersetzen der Kernel-Module von Hand entfällt dadurch. Sie stecken die Webcam an den Rechner und OpenSuse installiert automatisch den passenden Treiber.

Da OpenSuse in der Ausgangsversion keine proprietären Programme mehr mitbringt, müssen Sie als Anwender beim Installieren neuerdings auch keine EULA mehr abnicken. So lässt sich die OpenSuse-DVD problemlos weiterverteilen, ohne die Rechte Dritter zu verletzen. Kaufen Sie OpenSuse 11.1, erhalten Sie eine Dual-Layer-DVD mit freier Software und installieren die proprietären Komponenten über eine mitgelieferte Add-on-CD nach. Laden Sie die Distribution aus dem Internet herunter, spielen Sie die proprietäre Software über eine externe Paketquelle auf Ihr System. Die Idee ist gut, allerdings verwirrt es ein wenig, dass OpenSuse sein Vorgehen in diesem Bereich offenbar mit jeder neuen Version wieder ändert.

Neue Module

Während der Installation versucht OpenSuse 11.1, die angeschlossenen Geräte automatisch zu erkennen, was abhängig von der Unterstützung durch den Kernel mehr oder weniger gut funktioniert. Nicht konfigurierte Geräte richten Sie nach einem Neustart über OpenSuses Konfigurationstool YaST. Für OpenSuse 11.1 wurden einige YaST-Module überarbeitet, etwa das Drucker-Modul. Durch die Vereinfachung benötigen das Einrichten und die Freigabe von Druckern deutlich weniger Klicks. Auch das Modul zum Partitionieren von Festplatten haben die Entwickler übersichtlicher gestaltet und unter anderem das Einrichten von verschlüsselten Dateien und Netzwerk-Partitionen vereinfacht (Abbildung 1).

Abbildung 1: Über YaST richten Sie im überarbeiteten Partitionierungs-Modul schnell ein verschlüsseltes Laufwerk ein.

In der Systemleiste sehen Sie ein orangefarbenes Icon, mit dem Sie Software-Updates einspielen. Ein Klick darauf öffnet ein Fenster, das neue Aktualisierungen meldet, über Installieren spielen Sie diese ein. Das erste Update installiert übrigens automatisch den MP3-Codec von Fluendo sowie Smolt. Letzteres sammelt Informationen über Ihre Hardware und schickt diese auf Wunsch in anonymisierter Form an einen Fedora-Server. Dort werden die Daten gesammelt, um Hardware-Hersteller basierend unter Druck zu setzen, der Open-Source-Community die Hardware-Spezifikationen zur Verfügung zu stellen.

Gefällt Ihnen die Bildschirmauflösung nicht, ändern Sie diese nach wie vor über das Tool Sax2 (Abbildung 2). Um die Änderungen anschließend in Kraft zu setzen, drücken Sie auf [Strg]+[Alt]+[Rückschritt]. Anders als früher müssen Sie die Tastenkombination nun zweimal drücken: Beim ersten Mal ertönt ein Warnton, erst beim zweiten Mal wird der Bildschirm schwarz, und Sie landen mit der neuen Auflösung wieder beim Login-Manager, wo Sie sich erneut anmelden. Das Audio-Feedback soll verhindern, dass Sie Ihren Desktop aus Versehen neu starten.

Abbildung 2: Die Bildschirmauflösung ändern Sie über Sax2, anschließend starten Sie mit Hilfe einer Tastenkombination die grafische Oberfläche neu.

3D-Beschleunigung

Sie können sich glücklich schätzen, wenn Sie eine Grafikkarte nutzen, für die es einen quelloffenen 3D-Treiber gibt. Wahrscheinlicher ist aber, dass Ihre Grafikkarte von Nvidia oder ATI stammt. Um normale Büroarbeit zu erledigen oder die grafischen Effekte von KDE 4 zu verwenden, brauchen Sie keine 3D-Beschleunigung. Selbst Filme können Sie auf neueren Rechnern ohne Grafikbeschleunigung ansehen. Wollen Sie jedoch unter Linux spielen oder den 3D-Desktop mit den tollen Effekten verwenden (sie sind standardmäßig deaktiviert), benötigen Sie die proprietären 3D-Treiber für Ihre Grafikkarte. Deren Installation ändert sich fast mit jeder Distributions-Release ein wenig. Das liegt daran, dass Nvidia und AMD (ATI gehört zu AMD) die Spezifikation für die Treiber nicht herausrücken bzw. nur Teile davon. Nvidias Treiber lassen sich am besten mit einem Klick auf einen One-Click-Install-Button einspielen, den eine Webseite [1] anbietet. Wer eine Grafikkarte von ATI nutzt, folgt am besten der Beschreibung im OpenSuse-Wiki [2].

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

724 Hits
Wertung: 0 Punkte (2 Stimmen)

Schlecht Gut

Infos zum Autor

Kristian Kißling

Kristian Kißling

Wenn Kristian Kißling nicht gerade für die LinuxCommunity schreibt, arbeitet er als Redakteur bei der Zeitschrift EasyLinux und als Chefredakteur für den Ubuntu User. Am liebsten beschäftigt er sich mit Multimedia- und Unterhaltungssoftware im weiteren Sinne und mit neuer Open-Source-Software, die überraschende Fähigkeiten zeigt.

Zum Blog von Kristian Kißling →


Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

EasyLinux 02/2013

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

EasyLinux erscheint vierteljährlich und kostet EUR 9,80. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der EasyLinux-Homepage.

Das EasyLinux-Jahresabo mit Prämie kostet ab EUR 33,30. Details zum EasyLinux-Jahresabo finden Sie im Medialinx-Shop.

Tipp der Woche

Emacs als Psychologe
Emacs als Psychologe
Tim Schürmann, 21.05.2013 11:49, 0 Kommentare

Wer beim Schreiben in Emacs nicht mehr weiter weiß oder schier an einer Programmieraufgabe verzweifelt, der kann den eingebauten Psychologen um Rat fragen.

1966 entwickelte der Infor...

Aktuelle Fragen

Kontakt via QR code hinzufügen
Herman Sproesser, 17.05.2013 17:46, 3 Antworten
Hi hab in der aktuellen ausgabe 06.2013 den artikel über QR Codes gelesen. Ich hab nartürlich...
Dateimanager Dolphin, wo legt er die Datei Kommentare ab?
Uwe Heine, 16.05.2013 15:19, 1 Antworten
Suse Linux 12.1 - KDE 4.7.2 / Dolphin 1.7. Ich habe bei vielen Dateien über Dolphin Kommentare...
wie baut man Kernel Module so, dass sie mit jedem Kernel laden?
GoaSkin , 22.04.2013 10:22, 1 Antworten
Hallo, baut man anhand eines Kernel-Sources Module, nutzt Linux im Normalfall eine strikte V...
Problem beim Installieren von SuSe 12.3
Georg Prokert, 14.04.2013 00:04, 16 Antworten
Hallo, auf meinem neuem Laptop (Acer Aspire V3-771, Intel Core i5-3230 M, Intel HD Graphics 4...
lvm wieder loswerden
Peter Dibbern, 11.04.2013 16:28, 4 Antworten
Ich habe sämtliche alten Kisten ausgeschlachtet und aus der Teilen einen Rechner zusammengeschrau...