Tipp: Nautilus: Anzeige der Dateien beschränken

Wenn Sie, wie im vorigen Tipp gezeigt, das eigene Home-Verzeichnis als Desktophintergrund anzeigen, verlieren Sie eventuell nach einiger Zeit den Überblick in den Dateien und Ordnern. Um bestimmte Komponenten nicht anzuzeigen, erstellen Sie eine versteckte Datei namens ~/.hidden im eigenen Home-Verzeichnis und tragen dort die unerwünschten Dinge ein:

  1. Starten Sie einen Texteditor, zum Beispiel über [Alt]+[F2] und Eingabe von gedit.
  2. Tragen Sie in dem neuen leeren Dokument alle Dateien und Ordner ein, die Sie nicht auf dem Desktophintergrund sehen möchten; führen Sie dabei alle Komponenten in eigenen Zeilen auf. Um beispielsweise den Ordner video und die Datei musikwuensche.txt auszublenden, sollte die Datei ~/.hidden die folgenden beiden Zeilen enthalten:

    video
    musikwuensche.txt
  3. Rufen Sie im Editor den Menüpunkt Datei / Speichern unter auf und tragen Sie als Name ~/.hidden ein. (Die Tilde repräsentiert Ihr eigenes Home-Verzeichnis.) Ein Klick auf Speichern schließt den Vorgang ab.
  4. Wie im vorigen Tipp gezeigt, aktivieren Sie die Änderungen über das Kommando killall nautilus, das Sie in einem Terminal- oder einem mit [Alt]+[F2] geöffneten Schnellstartfenster eingeben.

Beachten Sie, dass die Einträge in der Datei ~/.hidden auch dafür sorgen, dass die genannten Verzeichnisse und Dateien nicht mehr auftauchen, wenn Sie ein Nautilus-Fenster für das Home-Verzeichnis (zum Beispiel über Klick auf das Symbol Persönlicher Ordner) öffnen. Über das Menü Ansicht oder das Tastaturkürzel [Strg]+[H] blenden Sie die verborgenden Elemente im aktuellen Nautilus-Fenster wieder ein.

Tipp: Schubladen für das Panel einrichten

Jetzt geht's dem Chaos an den Kragen: Mit den Gnome-Erweiterungsbereichen räumen Sie die Kontrollleisten auf. In diesen Ablagefächern ist Platz für viele Anwendungsstarter, Applets und andere Panel-Objekte. Eine Schublade können Sie ganz individuell gestalten, öffnen und schließen und mit beliebig vielen Objekten füllen – die Größe des Monitors gibt hier die Grenzen vor.

So funktionieren Sie ein fertiges Menü zu einem neuen Erweiterungsbereich um:

  1. Öffnen Sie eines der beiden Menüs Anwendungen oder System mit der linken Maustaste.
  2. Blättern Sie bis zu dem Untermenü, das Sie zur Schublade machen wollen, und klicken Sie mit der rechten Maustaste auf einen beliebigen Eintrag dieses Menüs.
  3. Wählen Sie danach aus dem Kontextmenü den Eintrag Gesamtes Menü / Als Schublade zum Panel hinzufügen – fertig.

Noch individueller gestalten Sie den Inhalt Ablagefächer, wenn Sie eine leere Schublade ins Panel packen und diese dann selbst einrichten:

  1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf einen freien Bereich des oberen oder unteren Panels und wählen Sie aus dem Kontextmenü Zum Panel hinzufügen.
  2. Navigieren Sie in der Liste nach unten bis zum Punkt Schublade und bestätigen Sie mit einem Klick auf Hinzufügen.
  3. Das neue, leere Aufbewahrungsfach befüllen Sie nun nach Ihren eigenen Vorstellungen; die Tipps ## und ## zeigen, wie Sie den Inhalt der Schubladen verwalten und das Aussehen der Erweiterungsbereiche einrichten.

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