Tipp: Evolution: Schön formatiert aufs Papier
Dass OpenOffice-, PostScript- oder PDF-Dokumente gut formatiert aus dem Drucker kommen, ist in der Regel nichts Besonderes. Wer allerdings noch nie versucht hat, Mails, Kalendertage oder -wochen, Kontakte, Aufgaben und Notizen aus Evolution heraus zu drucken, sollte einmal einen Blick auf Gnomes Mail- und Groupeware-Programm werfen.
Je nachdem, welches Modul Sie links ausgewählt haben, bietet Evolution unterschiedliche Formatierungen für den Ausdruck an. Die Adressbucheinträge beispielsweise sind in einem übersichtlichen, alphabetisch sortierten Index angeordnet, die Aufgaben stehen in einer Tabelle mit Häkchen für die bereits erledigten Dinge, und auch die verschiedenen Kalenderansichten (Tag, Arbeitswoche und Woche) bereitet das Programm ansehnlich auf.
Probleme hat das Mail- und Kalenderprogramm lediglich bei den Notizen (die wie die Aufgaben Bevorstehende Termine als Überschrift für den Ausdruck erhalten) und bei den verschiedenen Ansichten des Kalenders, die mitunter etwas gequetscht wirken (Abbildung 1). Über die Druckvorschau aus dem Menü Datei und dem Druckdialog schauen Sie sich an, was Evolution jeweils zu Papier bringen würde.
Tipp: Evolution einmal anders starten
Das Mail- und Kalenderprogramm bietet ein paar praktische Aufrufparameter, mit denen Sie schon beim Start genaue Anweisungen übergeben. So rufen Sie Evolution dann nicht über das Menü oder ein Symbol im Panel oder auf dem Hintergrund auf, sondern geben den Namen der ausführbaren Programmdatei (evolution) zusammen mit weiteren Optionen in ein Terminalfenster oder den über [Alt]+[F2] erreichbaren Gnome-Schnellstarter ein.
Um die Anwendung beispielsweise direkt im Offline-Modus zu starten, tippen Sie evolution --offline. Dass das Programm Ihre Anweisung verstanden hat, bestätigt unten links im Fenster das Symbol mit dem getrennten Stecker. (Wenn Sie auf diesen klicken, arbeiten Sie übrigens wieder online.) Über den Aufruf evolution mailto:user@adresse.de starten Sie direkt den Editor der Mailkomponente und tragen user@adresse.de als Empfänger ein. Ebenfalls praktisch sind die Optionen, die direkt die einzelnen Module auf den Plan rufen. Evolution erwartet hinter dem Parameter -c (engl. component = Komponente) den Namen des Programmmoduls in Englisch:
- evolution -c mail startet Evolution in der Mailansicht,
- evolution -c contacts ruft das Adressbuch auf,
- evolution -c tasks zeit die Aufgabenliste an,
- evolution -c calendar öffnet die Kalenderansicht, und
- evolution -c memos bringt Sie zu den Notizen.
Vertippen Sie sich bei den englischen Modulnamen, startet Evolution mit einem grauen, leeren Fenster, das so aussieht, als hätte sich das Programm aufgehängt. Dass das nicht der Fall ist, zeigt ein Klick auf eine der Modulschaltflächen: Evolution wechselt dann zu dieser Komponente und arbeitet wie gewohnt.



