Home / EasyLinux / 2009 / 01 / Frei, kostenlos, offen?

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

Mandriva gibt Distribution in die Hände der Community
(268 Punkte bei 24 Stimmen)
Neues vom Systemd
(161 Punkte bei 4 Stimmen)
Mandriva in Nöten
(161 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Shopping
Topsuche
 
Yatego Deutschlands größte Shoppingmall. 10000 Shops,
3.5 Mio Artikel. Alle Bestseller, Servertechnik und Technik Themenwelten.

Notebooks und Netzwerkhardware bei Mercateo günstig kaufen.
Internet Telefonie mit VoIP Telefonen von Gigaset
Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.
Günstige Digitalkameras finden Sie im Preisvergleich.

Frei, kostenlos, offen?

Software-Kategorien – was "frei" und "proprietär" bedeuten

09.01.2009 Linux ist ein Open-Source-Betriebssystem, für Viele heißt das nur: Es ist kostenlos. Doch hinter dem Begriff "Open Source" steckt mehr. Worum es bei offenen Quellen geht und welche anderen Kategorien von Software es gibt, verrät dieser Artikel.

Mancher Anwender stöhnt, wenn er bei der Softwaresuche im Internet wieder auf ein Quelltextpaket gestoßen ist: Lässt sich doch Software in Quelltextform nur installieren, indem dieser lesbare Programmcode umständlich mit Hilfe von Compiler und weiteren Werkzeugen in ein ausführbares Programm übersetzt wird. Doch was hier zunächst als anwenderfeindlich erscheint, ist die große Stärke von freier Software und Open-Source-Software wie etwa Linux selbst oder auch vielen Anwendungen, z. B. OpenOffice, Firefox, Thunderbird, KDE etc.

Offene Quellen bedeuten, dass Sie im Internet nicht nur die fertige Software, sondern eben auch den Quellcode finden – quasi die Bauanleitung für die Programme. Ein wichtiger Aspekt des Open-Source-Konzepts ist, dass Sie diese Quellen (bei Bedarf) nicht nur herunterladen, ansehen und übersetzen dürfen; die Lizenz, die den Umgang mit den Quellen regelt, gestattet es auch, Veränderungen am Programmcode vorzunehmen. Vermissen Sie also bei einem Ihrer Lieblingsprogramme ein bestimmtes Feature oder sind Sie auf einen Programmfehler gestoßen, müssen Sie nicht darauf hoffen, dass die Hersteller irgendwann eine aktualisierte Version herausbringen, sondern können selbst aktiv werden. Programmierkenntnisse vorausgesetzt, ändern Sie die Programmquellen selbst, oder Sie beauftragen einen Programmierer damit. Das ist für reine Anwender zwar keine übliche Option, aber für den Einsatz in einem Unternehmen kann diese Möglichkeit den entscheidenden Ausschlag geben, sich für quelloffene Software zu entscheiden.

Sicherheit

Ein anderer Aspekt ist die Sicherheit der Software – hier geht es um zwei Fragen:

  • Wie sieht es mit Fehlerkorrekturen im Programm aus? Durch offene, für jeden zugängliche Quellen werden Fehler in freier Software sehr schnell gefunden. Das ist gerade bei kritischen Fehlern wichtig, wenn der Einsatz des (nicht fehlerbereinigten) Programms potenziellen Angreifern eine Tür öffnet.
  • Vertrauen Sie Ihrem Software-Hersteller? In den letzten Jahren sind vermehrt Programme entdeckt worden, die ungefragt "nach Hause telefonieren", also übers Internet Informationen über den Einsatz der Software, die Konfiguration des Rechners und andere potenziell sensible Daten an einen Hersteller-Server übertragen – letzterer wertet diese dann aus, vielleicht nur, um seine Software zu verbessern, vielleicht um nach Raubkopierern zu fahnden, und vielleicht auch mit ganz anderen Motiven. Eingebaute "Features", die solche Informationen weitergeben oder dem Benutzer in anderer Weise schaden, sind in Programmen nur schwer zu erkennen. Bei freier Software gibt es dieses Problem nicht: Eine Inspektion der Programmquellen würde unerwartete (und unerwünschte) Funktionen schnell entdecken.

Langfristig benutzbar

Die meisten Programme entwickeln sich über einen Zeitraum von vielen Jahren oder gar Jahrzehnten. Anwender, die diese Software regelmäßig nutzen, werden mit der Zeit zu Experten, und sie haben vielleicht Tausende Dokumente damit erstellt. In der Konsequenz werden viele dauerhaft mit dieser Software arbeiten wollen und auch neue Programmversionen installieren, die verbesserte Funktionen bieten oder alte Fehler beheben. Doch was tun, wenn es sich um Software ohne verfügbare Quellen handelt und der Hersteller plötzlich entscheidet, die Anwendung nicht mehr weiter zu entwickeln, oder gar Konkurs anmeldet? In einem solchen Fall bleibt den Anwendern nur die Wahl, die letzte gekaufte Programmversion noch solange weiter zu verwenden, wie es geht, und irgendwann auf ein Alternativprodukt umzusteigen.

Bei quelloffener Software ist die Gefahr eines solchen Szenarios deutlich geringer: Solange es noch irgendwo auf der Welt Programmierer gibt, die sich für das Projekt interessieren, ist eine Weiterentwicklung möglich, auch wenn der ursprüngliche Programmierer schon lange nicht mehr an der Software arbeitet. Zudem verwenden freie Programme meist "sinnvolle" oder zumindest gut dokumentierte Dateiformate, die es im Fall eines Programmwechsels erlauben, die alten Dateien in ein neues Format zu konvertieren.

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

179 Hits
Wertung: 55 Punkte (2 Stimmen)

Schlecht Gut

Infos zum Autor

Hans-Georg Eßer

Hans-Georg Eßer

Hans-Georg Eßer ist Chefredakteur der Zeitschrift EasyLinux, Doktorand an der Uni Erlangen-Nürnberg und seit Mitte der 90er begeisterter Linux-Anwender.


Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

title_2012_02

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

EasyLinux erscheint vierteljährlich und kostet EUR 9,80. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der EasyLinux-Homepage.

Das EasyLinux-Jahresabo kostet EUR 33,30. Details zum EasyLinux-Jahresabo finden Sie im LNM-Shop.

Tipp der Woche

Adobe AIR
Adobe-AIR-Programme installieren und (manuell) starten
Tim Schürmann, 14.05.2012 13:09, 0 Kommentare

Es gibt sie noch: neue Anwendungen, die Adobes Integrated Runtime voraussetzen. Aktuellstes und vermutlich auch größtes Beispiel ist das Adventure Botanicula

Aktuelle Fragen

gibt es ein Kommandozeilen Tool, um ein X11-Fenster in ein Anderes einzubetten?
GoaSkin , 21.05.2012 16:44, 0 Antworten
Das XEmbed-Protokoll ist u.A. dazu gedacht, dass man eine X11-Anwendung in eine andere wie ein Wi...
Apache2, Options -Indexes geht nicht
no no, 12.05.2012 19:01, 8 Antworten
Habe in apache2.conf folgendes stehen: Options -Indexes ...
LInux auf Dell LS H500
Andreas Endresl, 09.05.2012 08:54, 2 Antworten
Habe einen alten Dell Latitude LS H500 nur mit ext. Floppy und CD es geht nur immer eines von den...
Datenwiederherstellung unter Ubuntu 12.04 mit "Simple Backup" nach Umzug von Linux Mint
Christian Lottmann, 07.05.2012 13:33, 0 Antworten
Vor dem Umzug auf Ubuntu 12.04 habe ich unter Linux MInt mit "Simple Backup" voll (15.4.2012) und...
DKMS für den propritären NVIDIA-Treiber
Commander Data, 26.04.2012 22:02, 2 Antworten
Hallo an die Gemeinde. Ich habe hier ein interessantes Stück openSuSE gefunden. http://forums.op...