Flexible Oberflächen
Auf Netbooks spezialisierte Linux-Distributionen
Inspiron Mini mit Ubuntu
Das auf dem Dell-Netbook vorinstallierte Ubuntu ist eigentlich ein ganz normales Ubuntu 8.04. Allerdings hat Dell in Zusammenarbeit mit Canonical das System auf Geschwindigkeit und die so genannte LPIA-Architektur hin optimiert.
Um den Windows-Umsteigern Ubuntu möglichst schmackhaft zu machen, hat auch Dell einen eigenen Programmstarter entwickelt. Der Dell Launcher (Abbildung 5) legt sich transparent über den Gnome-Desktop und bietet Zugriff auf die fünf Menüpunkte Internet, Lernen, Produktivität, Spiele und Unterhaltung. Er macht dabei intensiven Gebrauch von 3D-Effekten. Über ein großes Pluszeichen lassen sich dem Hauptmenü weitere Menüpunkte hinzufügen, und auch die Liste der einzelnen Einträge, die zu einem Hauptmenü gehören, lässt sich auf diese Weise anpassen, ohne dass dazu externe Tools nötig wären, wie zum Beispiel beim Eee-PC. Wem die schillernde Dell-Oberfläche nicht zusagt, der stellt über Desktopmodus wechseln aus dem Hauptmenü das gewohnte Ubuntu-Gnome ein. Dieser Wechsel funktioniert im laufenden Betrieb.
Weitere Distributionen
Auch von Mandriva gibt es eine für Netbooks angepasste Version. Sie kommt auf dem eCafé-Netbook von Hercules [3] zum Einsatz und basiert auf der grafischen Oberfläche LXDE. Das Display des eCafés stellt wie der Eee-PC 701 nur 800 x 480 Bildpunkte dar, die Mandriva-Oberfläche zeigt aber die für Netbooks üblichen 1024 x 600 Pixel an. Möglich ist dies durch Interpolation. Dazu berechnet der Computer, wie das Bild aussehen muss, damit der Benutzer auf den vorhanden 800 x 480 Pixeln 1024 x 600 Bildpunkte sieht, was die Lesbarkeit der Anzeige allerdings stark verschlechtert. Die Auflösung lässt sich jedoch im laufenden Betrieb problemlos umstellen. Neben der vereinfachten Oberfläche mit Schnellstartsymbolen (Abbildung 6) bietet der Mandriva-Desktop auch einen traditionellen Modus mit Kontrollleiste und vollem LXDE-Desktop an.
Ebenfalls auf den LXDE-Desktop setzt das Netbook Datacask Jupiter 1014a von Fukato. Als Betriebssystem kommt hier eine Knoppix-Version zum Einsatz, die Klaus Knopper persönlich an die Hardware angepasst hat [4]. Sie lehnt sich nah an die Xandros-Oberfläche des Eee-PCs an und bietet fünf Reitern für die Lern-, Spiel-, Arbeits- und Internetaktivitäten sowie das Setup. Eine Kontrollleiste am unteren Rand bietet Platz für den Netzwerk- und Gerätemanager. Klaus Knopper hat für den Fukato zusätzlich ein paar Tools programmiert, zum Beispiel um Multimedia-Codecs zu installieren, das Netbook in den Stromsparmodus zu versetzen oder eine WLAN-Verbindung aufzubauen.



