httProxy

Jeder Anwender, der im Web surft, hinterlässt unweigerlich eindeutige Spuren, die auf seine Identität schließen lassen. Das wichtigste Indiz dabei ist die IP-Adresse, die, zumindest seit Inkrafttreten der verdachtsunabhängigen Vorratsdatenspeicherung, für sechs Monate eindeutige Rückschlüsse auf den Anwender zulässt, der sie benutzt hat.

Zwar ändern Sie diesen Umstand nicht, wenn Sie über Proxy-Server surfen, aber die IP-Adresse in den Log-Dateien der besuchten Webseiten zeigen nicht mehr Ihre IP-Adresse, sondern die des Proxies, den Sie verwendet haben, was eine Rückverfolgung deutlich erschwert.

Am einfachsten zu bedienen sind so genannte Webproxies wie Anonymouse [10]. Hier reicht es, auf deren Webseite die gewünschte URL einzugeben, um das Ziel anonymisiert aufzurufen. Noch einfacher geht das mit httProxy [11] (Abbildung 5).

Abbildung 5: Die Erweiterung httProxy ermöglicht es Ihnen, Webseiten auf Knopfdruck anonymisiert aufzurufen.

Hier reicht nach der Installation ein Klick auf das Icon Retrieve via httProxy oben rechts im Browser, um die Seite mit dem zuvor eingestellten Anonymisierungsdienst aufzurufen. Zur Auswahl stehen neun voreingestellte Services, die Sie nach Belieben um eigene Einträge erweitern.

Glossar

Blacklist

Auch schwarze Liste oder Negativliste genannt enthält in der EDV eine Aufstellung unerwünschter Objekte wie E-Mails oder Webseiten. In der Regel setzt stammen die Einträge von Benutzern, denen betrügerische Seiten oder Spam-Mails auffallen und diese an den Blacklistersteller übermitteln

Vorratsdatenspeicherung

Seit 1. Januar 2009 sind die deutschen Interet Service Provider per Gesetz verpflichtet, für den Zeitraum von sechs Monaten zu speichern, welcher Kunde zu welchem Zeitpunkt mit welcher IP-Adresse online war.

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