Sicherheitsmassnahmen

Firefox mit Bordmitteln und Erweiterungen sicherer machen

05.01.2009
Der Webbrowser Firefox bietet bereits viele nützliche Werkzeuge zum Schutz von Privatsphäre und der Sicherheit. Die richtigen Erweiterungen machen den Browser zur wahren Festung gegen Bedrohungen aus dem Internet.

Die wichtigste Internetanwendung ist zweifelsohne der Webbrowser. Weil er damit natürlich auch im Fokus der Angreifer steht, ist er aber auch das am meisten gefährdete Programm jedes Rechners. Die Angriffsziele betreffen sowohl Designfehler im Code, aber auch die Unachtsamkeit und Unerfahrenheit der Anwender. In beinahe allen Fällen bietet Firefox [1] per se ein recht hohes Maß an Sicherheit, setzt aber eine richtige Konfiguration voraus. Mit den passenden Erweiterungen erhöhen Sie das Sicherheitsniveau nochmals deutlich. Wie Sie diese installieren, beschreibt der Kasten Firefox-Plug-ins installieren.

Firefox-Plug-ins installieren

Beachten Sie: Die auf der Heft-DVD enthaltenen Erweiterungen wurden mit Mozilla Firefox 3.0 getestet. Diese sind unter Umständen zu anderen Versionen nicht kompatibel. In diesem Fall suchen Sie unter [2] nach passenden Alternativen.

Um die Erweiterungen aus dem Verzeichnis programme/andere/firefox-erweiterungen des Datenträgers zu installieren, genügt es, sie in das Browserfenster von Firefox zu ziehen. Damit startet automatisch das Modul Software-Installation, welche sie einrichtet. Nachdem Sie alle gewünschten Erweiterungen installiert haben, starten Sie den Browser neu, um sie zu aktivieren.

Sollte es zu Problemen kommen, deaktivieren Sie zunächst nacheinander über die Add-on-Verwaltung (Extras/Add-ons) die in Frage kommenden Erweiterungen um zu prüfen, welches dafür verantwortlich ist. Generell gilt, dass jede Erweiterung eine potenzielle Störquelle und Sicherheitslücke darstellt. Installieren Sie deshalb nur solche, die Sie wirklich benötigen.

Tricks zum sicheren Surfen

Bereits das richtige Konfigurieren von Firefox hilft dabei, dessen Sicherheitsniveau deutlich zu erhöhen. Das Konfigurationsfenster öffnen Sie über Bearbeiten / Einstellungen. Unter Sicherheit finden Sie die Checkboxes Hinweis anzeigen, falls die besuchte Webseite als attackierende Webseite/Betrugsversuch eingeschätzt wird. Wenn Sie diese Funktion aktivieren, lädt der Browser von der Mozilla-Homepage im Turnus von etwa 30-60 Minuten eine Blacklist herunter, welche die URLS der gefährlichen Seiten enthält. Besuchen Sie eine davon, erscheinen ein Warnhinweis und die Nachfrage, ob Sie die Seite wirklich öffnen möchten. Allerdings erfasst diese Blacklist lediglich 80% der gefährlichen Seiten, weswegen auch mit aktiviertem Schutz Vorsicht geboten ist.

Im gleichen Fenster finden Sie im Bereich Warnmeldungen beim Klick auf Einstellungen... Sicherheitswarnungen, die der Browser bei bestimmten Ereignissen ausgibt, etwa wenn die besuchte Seite eine zu schwache Verschlüsselung verwendet. Da in sehr Fällen der Besuch einer verschlüsselten Seite mit dem Transfer persönlicher Daten einhergeht, sollten Sie höchsten Wert auf eine möglichst umfassende Information über potentiell unsichere Vorgehensweisen legen.

Viele Webbetrüger nutzen so genannte Redirectors (Umleitungen), um den Besucher auf eine präparierte Seite zu ziehen. Um das zu verhindern, aktivieren Sie in der Rubrik Erweitert die Checkbox neben Warnen, wenn Websites versuchen umzuleiten oder neuzuladen.

Die zentrale Anlaufstelle zur Konfiguration des Browser rufen Sie mit http://about:config auf. Hier verbergen sich auch Einstellungen, die Sie über die gewöhnlichen Firefox-Einstellungen nicht erreichen. Einen Überblick über die Einstellmöglichkeiten von http://about:config finden Sie unter [3]. Hüten Sie sich aber davor, Vorgaben zu verändern, von denen Sie nicht genau wissen, was sie bewirken. Andernfalls könnte es passieren, dass die Software komplett ihren Dienst versagt.

Wenn auch Andere Ihren Rechner und damit Firefox mitbenutzen, sichern Sie die gespeicherten Passwörter mit einem Masterpasswort. Wechseln Sie dazu im Konfigurationsfenster in den Reiter Sicherheit und aktivieren Sie die Checkbox vor Master-Passwort verwenden. Detaillierte Einstellungen, etwa die Gültigkeitsdauer des Passworts, erreichen Sie über die Eingabe von http://chrome://pippki/content/pref-masterpass.xul.

Profile Password

Alle persönlichen Daten speichert Firefox in einem Nutzerprofil, das er im Home-Verzeichnis des Anwenders unter .mozilla/firefox anlegt. Es enthält neben den Bookmarks auch die gespeicherten Passwörter, Cookies, installierte Erweiterungen und den Brower-Cache. Dieses Profil lädt der Browser beim Start und stellt es dem Nutzer zur Verfügung. Wenn Sie verhindern möchten, dass andere Personen den Browser ungefragt mit Ihren Einstellungen starten, installieren Sie die Erweiterung Profile Password [4]. Danach legen Sie die Zugangskennung fest, die dafür sorgt, dass künftig bei jedem Start des Browsers eine Passwortabfrage erfolgt.

Die Erweiterung gewährt allerdings lediglich den Schutz davor, das Profil im Browser zu laden. Den Zugriff auf die lokalen Nutzerdaten verhindert es nicht.

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