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Letzte Rettung

VHS-Kassetten auf den Computer überspielen

Export

Sind Sie mit dem Schneiden und den Übergängen fertig, können Sie das Rohmaterial in ein MPEG- oder AVI-Format exportieren. Dazu drücken Sie [F7] oder wählen das Modul Exportieren per Mausklick aus. Für einen Film im AVI-Format klicken Sie auf den Reiter DV Datei, wählen als Dateityp DV AVI Norm 1 und markieren zusätzlich die Option OpenDML AVI. Damit lassen sich auch Dateien erstellen, die größer als 1 GByte sind. In das Eingabefeld geben Sie den gewünschten Dateinamen ohne Erweiterung ein.

Möchten Sie das Material auf eine DVD brennen, müssen Sie den Film im MPEG-Format exportieren. Wechseln Sie dazu auf den Reiter MPEG und geben Sie den gewünschten Dateinamen an (Abbildung 7). Sind die Eingabefelder auf dem Reiter nicht aktiv, fehlt wie eingangs erwähnt das Paket mjpegtools. Installieren Sie in diesem Fall das Paket nach, wobei OpenSuse-Nutzer unbedingt die Version von Packman benutzen müssen.

Abbildung 7: Kino unterstützt sehr viele Exportformate und erstellt auf Wunsch gleich ein K3b-Projekt.

Kino speichert den fertigen Film mit der Erweiterung .mpeg im Aufnahmeverzeichnis. Je nach Qualität des Videomaterials lohnt sich der Einsatz eines Deinterlacers: Er entfernt oder reduziert die für analoge TV-Aufnahmen typischen waagerechten Streifen. Weist der Film solche auf, wählen Sie aus der Liste den Eintrag Interner Deinterlacer (sehr schnell) aus und exportieren den Film erneut.

Unter DVD-Video Options finden Sie noch zwei Einträge für das Seitenverhältnis und einen XML-Export für die Weiterverarbeitung mit einem DVD-Authoring-Programm. In der Grundeinstellung erstellt Kino eine einfache XML-Datei für das Programm DVDAuthor. Wählen Sie hier den Eintrag Burn with K3b, dann startet Kino nach dem Export automatisch das KDE-Brennprogramm K3b, und Sie können sofort eine Film-DVD brennen.

Neben diesen beiden am häufigsten benutzten Exportfunktionen bietet Kino auch die Möglichkeit, nur die Tonspur zu speichern oder den kompletten Film in Einzelbildern im JPEG-Format auszugeben. Auf dem Reiter Andere finden Sie zudem voreingestellte Profile für den MPEG4/Divx-Export.

Unabhängig davon, welche Exportmöglichkeit von Kino Sie nutzen, startet ein Klick auf Exportieren den Export. Dieser Dauert je nach Schnitten, Exportformat und CPU-Leistung mehrere Stunden. Kino zeigt Ihnen die relevanten Informationen in der Statuszeile am unteren Bildschirmrand an.

Fazit

Mit der richtigen Hardware und Kino übertragen Sie Ihre VHS-Kassetten mit wenigen Mausklicks auf den Rechner oder auf eine DVD. Sie müssen allerdings viel Zeit und Speicherplatz und einen schnellen Rechner mitbringen. Als Resultat winkt in jedem Fall eine Aufnahme, die Sie ohne Qualitätsverlust beliebig oft abspielen können.

Infos

[1] Drei Firewire-Geräte im Test: Marcel Hilzinger, "Firewire-Werk – VHS-Kassetten über Firewire digitalisieren", EasyLinux 07/2006, S. 45.

[2] Mjpegtools: http://packman.links2linux.de/package/mjpegtools

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Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger arbeitet als Redakteur für die Zeitschriften LinuxUser und EasyLinux. Am liebsten schreibt er Artikel zu netten Gadgets oder Multimedia-Software. In seiner Freizeit spielt er gerne Kicker.

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