Korrigierte Fassung
KDE: Version 4.1 ist stabil
Tuning unter der Haube
Sehr viel Arbeit hat das KDE-Projekt in die Verbesserung der neuen Funktionen aus KDE 4.0 gesteckt. Ein typischer Kandidat ist Plasma: Das völlig neu entwickelte Desktop-Framework, das für die Mini-Programme direkt auf dem Desktop zuständig ist, funktioniert in KDE 4.1 wesentlich zuverlässiger als beim Vorgänger. Außerdem haben die Entwickler ihm einige neue Features spendiert – so zum Beispiel das Folder-Applet: Dabei handelt es sich um eine Art ständigen Dateimanager, der den Inhalt eines Ordners permanent auf dem Desktop anzeigt. Neu sind auch die Methoden, mit denen Sie die Applets auf Ihrem Desktop kontrollieren: Fahren Sie nun mit dem Mauszeiger über den Randbereich eines Applets, wird automatisch ein Rahmen darum gelegt, der Ihnen Schnellzugriff auf die Konfiguration ermöglicht.
Eine besondere Variante dieses Rahmens umgibt das Panel, also die Startleiste am unteren Bildschirmrand: Hier definieren Sie in KDE 4.1 einfach die Breite des Panels per Schieberegler – um einzelne Applets im Panel umzuordnen, ist ebenfalls nur ein Klick und eine Mauszeigerbewegung notwendig, denn per Drag & Drop wandert das Applet an seinen neuen Platz.
Nicht zu vergessen ist an dieser Stelle der Applet Manager, der ebenfalls mit KDE 4.1 Einzug gehalten hat. Sie öffnen ihn, indem Sie auf das Symbol oben rechts klicken und dort den Eintrag Miniprogramme hinzufügen auswählen. Der Applet Manager gibt einen Überblick über vorhandene Applets, macht es Ihnen leicht, dem Desktop neue Minianwendungen hinzuzufügen, und ermöglicht es sogar, per Knopfdruck neue Applets aus dem Netz zu installieren.
Schon wieder: neues Startmenü
Das neue Startmenü war eines der Elemente in KDE 4.0, welche die heftigsten Diskussionen ausgelöst haben. Statt des seit Jahren bekannten einfachen Menüs übernimmt jetzt KickOff das Starten der Programme. Das Menü haben die Entwickler in KDE 4.1 einem gründlichen Facelifting unterzogen – zwar sind die Menüpunkte prinzipiell dieselben geblieben, doch wirkt das Applet insgesamt runder, es passt sich besser in das Gesamtbild des Desktops ein. Wer sich trotzdem nicht mit dem neuen Programmstarter anfreunden mag, kann per Konfigurationsmenü weiterhin auf das klassische Menü zurückgreifen.



