Tipp: Googlizer für andere Suchmachinen einrichten

Über einen kleinen Trick verwenden Sie das Programm dazu, auch andere Suchmaschinen nach den markierten Textstellen zu durchsuchen:

  1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Knopf im Panel und wählen Sie aus dem Kontextmenü Eigenschaften. Ins Feld Befehl tragen Sie zusätzlich den Parameter -u und dann die Adresse einer anderen Suchmaschine ein.
  2. Angenommen, Sie wollen einen Schalter für die Suchmachine Picsearch anlegen, rufen Sie zunächst die Webseite http://www.picsearch.de im Browser auf und starten von dort eine Suche. In der Adressleiste des Webbrowsers sehen Sie nun die URL, die Sie zum Suchen benötigen. Normalerweise ist das nach dem Schrägstrich ein Zusatz, wie zum Beispiel search.cgi?q=Suchbegriff oder Ähnliches. Kopieren Sie die komplette URL bis vor den Suchbegriff und tragen Sie die URL in den Anwendungsstarter ein (Abbildung 2):

    Abbildung 2: Einfach die Suchmaschine austauschen: Googlizer ist trotz des eindeutigen Namens flexibel.

Wahlweise passen Sie noch den Kommentar im Dialog an, so dass dort der Name der anderen Suchmachine steht. Ein anderes Icon macht sich auch gut, um nicht für Verwirrung zu sorgen.

Tipp: Alternatives Panel und Dock für Gnome

Ein Dock, das schnellen Zugriff auf die Programme der jeweiligen Menüs erlaubt, zuletzt verwendete Anwendungen und Dokumente, Drucker, Netzwerkfreigaben und Instant-Messaging-Kontakte anzeigt sowie vieles mehr – das alles bietet Gimmie [1].

Im Bereich Getting Started auf der Projekt-Homepage finden Sie Hinweise zur Installation von Gimmie: Benutzer von OpenSuse installieren das Paket gimmie aus den Gnome-Community-Quellen [2]; Ubuntu-Anwender finden das alternative Panel in den universe-Repositories über den Paketmanager.

Gimmie läuft wahlweise als eigenständiges Programm oder als Applet im oberen Panel. Um Gimmie als Dock am unteren Bildschirm anzusiedeln, starten Sie das Tool über [Alt]+[F2] und Eingabe von gimmie. Dann empfiehlt es sich, das untere Panel zu entfernen. Klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste auf die Leiste und gehen Sie im Kontextmenü auf Dieses Panel löschen. (Der folgende Tipp erklärt, wie Sie die untere Leiste wieder einrichten, wenn Sie sich gegen Gimmie als Dock entscheiden.)

Alternativ platzieren Sie Gimmie als Applet in der oberen Leiste. Dazu klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eine freie Stelle, wählen Zum Panel hinzufügen und dann den Eintrag Gimmie. Eine Warnung an dieser Stelle: Das Programm benötigt Platz für die einzelnen Rubriken (Linux, Anwendungen, Dokumente und Kontakte), und diesen Platz nimmt es sich – ohne Rücksicht auf andere Applets, die es einfach in den Hintergrund drängt (Abbildung 3). Ist das obere Panel also bereits dicht mit Anwendungsstartern oder anderen Symbolen besiedelt, empfiehlt es sich, Gimmie als Dock einzusetzen. Eine andere Möglichkeit ist, mit der rechten Maustaste auf das Applet zu klicken und in den Preferences unter Aussehen für die Beschriftung Nur Symbole auszuwählen.

Abbildung 3: Das Gimmie-Applet ist ein bisschen unkollegial und nimmt anderen Applets gnadenlos den Platz weg.

Über das Gimmie-Applet erreichen Sie die folgenden Funktionen:

Linux: In der Symbolleiste des Dialogs stellt Gimmie einen Knopf zum schnellen Benutzerwechsel, einen Ausschalter, einen Hilfe-Button sowie eine Suchfunktion bereit. Die zuletzt verwendeten Programme und Dokumente (Recently Used, in den anderen Menüs ist der Punkt übersetzt) können Sie über die Plus- und Minuszeichen sortieren. Hier haben Sie die Wahl zwischen Today (heute), This week (diese Woche), Last 2 weeks (die letzten zwei Wochen), This month (dieser Monat), Last 2 months (die letzten zwei Monate), Last 3 months (letzte drei) und Last 6 months (letzte sechs). Praktisch: Für alle gelisteten Orte, Geräte, Netzwerkfreigaben, Drucker usw. können Sie selbst Lesezeichen anlegen. Dazu markieren Sie ein Symbol mit der rechten Maustaste und gehen auf Zu den Favoriten hinzufügen. Auch wenn der gleichnamige Button in der Symbolleiste ausgegraut bleibt, erreichen Sie die Lieblinge dennoch über den Knopf Alle Favoriten auf der linken Fensterseite.

Anwendungen: Als praktischen Shortcut zeigt dieser Dialog eine Schaltfläche Installieren & Aktualisieren, die das Tool gnome-app-install auf den Plan ruft. Weiterhin bietet dieser Dialog die bekannte Struktur des Menüs Anwendungen auf der linken Seite. Gimmie stellt auch hier eine Suchfunktion zur Verfügung und bietet Zugriff auf die zuletzt benutzten Programme mit einer Sortierfunktion.

Dokumente: Dieser Dialog hat weitere praktische Features zu bieten: Der Punkt Notes erlaubt direkten Zugriff auf die Tomboy-Notizen (Abbildung 4), zeigt in der Übersicht der zuletzt geöffneten Dateien auch versteckte Konfigurationsdateien (solche, die mit einem Punkt beginnen), bietet einen Button Neues Dokument und über Orte schnellen Zugriff auf Laufwerke, das Home-Verzeichnis und den Desktophintergrund sowie verschiedene andere Ordner und den Mülleimer.

Abbildung 4: Gimmie arbeitet eng mit der Notizzettel-Anwendung Tomboy zusammen.

Kontakte: Pidgin, Gnomes Chatanwendung Nummer 1, arbeitet hier mit Gimmie zusammen. So ist es nicht nur möglich, in Windeseile mit den eigenen Kontakten zu chatten, sondern Gimmie bietet auch einen Button, über den Sie schnell Ihren Status ändern, neue Kontakte für die verschiedenen Konten hinzufügen sowie zuletzt kontaktierte, gerade anwesende oder alle Buddies anzeigen.

Gimmie als Dock am unteren Fensterrand präsentiert im Wesentlichen dieselben Dialoge. Einiges erscheint in anderem Look, und die Favoriten werden genau wie die Kontakte zu Symbolen im jeweiligen Dock-Abschnitt.

Die neue Startleiste soll später einmal fester Bestandteil des Gnome-Desktops werden. Bis dahin gibt es für die Entwickler aber sicherlich noch einiges zu tun. Im Test stürzte das Panel-Applet ab und zu ohne Vorwarnung ab; die Variante als Dock am unteren Bildschirmrand zeigte sich etwas stabiler.

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