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Einfach ins Körbchen

Informationshäppchen mit "Basket" verwalten

09.10.2008
Was haben eine Erinnerungsnotiz fürs Zahlen der Telefonrechnung, die URL zu einem nützlichen KDE-Tool samt Screenshot vom Programm und ein Kurzkonzept für den nächsten EasyLinux-Artikel gemeinsam? Nichts, darum speichert man sie nicht in einer Datenbank, sondern im KDE-Tool "Basket".

Manche Dinge sind herrlich strukturiert, etwa eine Adressliste: Name, Vorname, Straße, Postleitzahl und Ort – Einträge in diese Liste haben immer denselben Aufbau. Wer solche Daten im größeren Stil verwalten will, setzt darum meist auf eine Datenbank: Die beherrscht perfekt den Umgang mit Informationssammlungen, die eine starre Struktur haben.

Was im täglichen Leben an Informationshäppchen anfällt, ist häufig nicht so strukturiert – ein Blick auf die Post-it-Sammlung am Monitor oder die Notizzettelchen auf der Pinnwand zeigt das schnell. Datenbanken (oder einfachere Tabellen, etwa in OpenOffice Calc) sind denkbar ungeeignet, um spontane Ideen und Fundstücke aus dem Internet zu sammeln.

Diese Unzulänglichkeit dürfte Sébastien Laoût dazu gebracht haben, das Programm Basket zu entwickeln: In Analogie zu einem Korb (engl.: basket), in den man alle möglichen Objekte werfen kann, hilft auch Basket dabei, ein Sammelsurium an Informationen zu verwalten – erlaubt dabei aber ein deutlich übersichtlicheres Anordnen und Sortieren der Inhalte.

Installation und Programmstart

Für die von EasyLinux unterstützten Distributionen finden Sie auf der Heft-DVD passende Pakete, die Sie wie üblich über den Paketmanager einrichten, nachdem Sie die Heft-DVD als Paketquelle angemeldet haben (siehe Beschreibung auf der Heft-DVD). Wählen Sie einfach das Paket basket aus und installieren Sie es.

Sie starten das Programm an schnellsten, indem Sie mit [Alt]+[F2] ein Schnellstartfenster öffnen und dort den Befehl basket eingeben.

Erste Schritte

Wenn Sie Basket zum ersten Mal ausprobieren, gibt es bereits einige Beispielkörbe. Das Hauptfenster ist in zwei Hälften geteilt: Links sehen Sie die Übersicht der vorhandenen Körbe. Wie in einem Dateimanager verwaltet Basket die Körbe in einer Baumstruktur, so dass Körbe Unterkörbe enthalten können, genau wie es im Dateisystem Unterordner von Verzeichnissen gibt. Klicken Sie mit der Maus auf einen der Einträge in der Korbübersicht, erscheint sein Inhalt in der rechten Hälfte des Programmfensters (Abbildung 1). Sollten die Beispielkörbe übrigens in englischer Sprache verfasst sein, lesen Sie den Kasten Englische Körbe.

Abbildung 1: Basket enthält gleich nach der Installation einige Beispielkörbe; hier sehen Sie den Korb "Willkommen".

Wenn Sie das Basket-Fenster schließen (z. B. mit [Alt]+[F4] oder über den Schließen-Knopf des Fensters), erscheint ein Hinweis, dass das Programm nicht beendet wird: Es bleibt ein Icon im Systemabschnitt der Startleiste, über das Sie das Fenster jederzeit wieder öffnen können, ohne Basket neu zu starten. Wollen Sie das Programm richtig beenden, wählen Sie aus dem Kontextmenü, das Sie über einen Rechtsklick auf das Basket-Icon erreichen, oder direkt über das Menü Korb im Basket-Fenster den Punkt Beenden aus und bestätigen den darauf erscheinenden Dialog.

Englische Körbe

Basket bringt die Beispielkörbe in verschiedenen Sprachen mit, darunter auch Deutsch – es kann allerdings vorkommen, dass Ihre Basket-Version statt der deutschen Einträge englische Körbe anzeigt. Ist das der Fall, arbeiten Sie mit der älteren Kodierung de_DE@euro (oder de_DE) und nicht mit der neueren UTF-Variante de_DE.utf8.

Es ist zwar möglich, die deutschen Körbe nachzuladen (/opt/kde3/share/apps/basket/welcome/Welcome_de.baskets) – diese sind dann aber in einer für Sie unpassenden Kodierung (UTF) verfasst und enthalten anstelle der Umlaute unbrauchbare Sonderzeichen. Ihren Zweck als kleines Experimentierfeld in deutscher Sprache erfüllen sie aber dennoch: Wenn Sie es ausprobieren möchten, wählen Sie Korb / Importieren / Korbarchiv und geben dann den o. g. Pfad ein. (Ubuntu-Anwender finden das Korbarchiv im Verzeichnis /usr/share/apps/basket/welcome/.)

Abbildung 2: Basket mit deutschen Beispielkörben in falscher Kodierung.

Eine einfache Möglichkeit, Basket mit den deutschen Beispieldateien und der korrekten Kodierung zu verwenden, ist, das Programm aus einem Terminalfenster heraus zu starten und dabei die UTF-Kodierung anzugeben. Wenn Sie Basket bereits verwendet haben (und die englischen Beispiele gesehen haben), müssen Sie dazu aber zunächst Ihre persönlichen Basket-Dateien löschen.

  1. Falls Basket noch läuft (oder Sie nur das Programmfenster geschlossen haben, aber das Basket-Icon im Systemabschnitt der Taskleiste noch vorhanden ist), klicken Sie dieses Icon mit der rechten Maustaste an, wählen aus dem Kontextmenü Beenden und bestätigen im sich öffnenden Dialog, dass Sie das Programm beenden wollen.
  2. Öffnen Sie über [Alt]+[F2] und Eingabe von konsole ein Terminalfenster.
  3. Löschen Sie im Terminalfenster eventuell vorhandene Basket-Daten mit folgenden Befehlen (Vorsicht – dadurch gehen auch bereits von Ihnen angelegte Daten in Basket verloren!):

    cd; cd .kde/share; rm -r apps/basket config/basketrc
  4. Geben Sie den folgenden Befehl ein:

    LANG=de_DE.utf8 basket

Eine Alternative hierzu ist die Konvertierung der Basket-Dateien in das ISO-Format; dazu könnten Sie das folgende Skript verwenden, das Sie unter dem Namen convert-baskets.sh speichern und dann mit sh convert-baskets.sh ausführen:

#!/bin/bash
export TFILE=/tmp/basketfile
cd ~/.kde/share/apps/basket/baskets
for f in $(find . -name '*.html') $(find . -name '*.txt'); do
  mv $f $TFILE
  recode utf8..latin1 < $TFILE > $f
done
rm $TFILE

Vor dem Laufenlassen dieses Skripts muss aber Basket einmalig (wie oben beschrieben) im UTF-Modus gestartet werden, damit das Programm die deutschen Dateien verwendet. Das Skript finden Sie auch auf der Heft-DVD.

Klicken Sie zum Test mehrere der vordefinierten Körbe an, um zu sehen, wie Basket diese anzeigt. Sollten Sie die Inhalte nicht vollständig erkennen können, vergrößern Sie das Programmfenster: Basket passt die Anordnung der einzelnen Objekte nicht an, wenn sich die Fenstergröße verändert.

Wenn Sie mit dem Mauszeiger über die Texte und Bilder im rechten Teilfenster fahren, erscheinen blaue Rahmen um die einzelnen Elemente (Abbildung 3). Daran erkennen Sie die Größe des jeweiligen Objekts. Verweilen Sie für ca. eine Sekunde über einem Objekt, erscheint ein Hinweis darauf, wann es erzeugt und zuletzt verändert wurde. Klicken Sie in ein (Text-) Objekt hinein, können Sie es bearbeiten: Wie in einem einfachen Textverarbeitungsprogramm geben Sie neuen Text ein, löschen Teile oder formatieren markierte Bereiche. Sie ändern Schriftart und -größe, setzen Text fett, kursiv oder unterstrichen. Auch die üblichen Absatzformate (links- und rechtsbündig, zentriert und Blocksatz) stehen hier zur Verfügung (Abbildung 4). Wenn Sie auf eine Bildnotiz klicken, können Sie diese in einem externen Programm bearbeiten – künftige Versionen von Basket werden eigene Bildbearbeitungsfunktionen enthalten.

Abbildung 3: Die blauen Rahmen bieten Anfasser zum Verschieben und Ändern der Größe.
Abbildung 4: Text formatieren Sie z. B. fett oder ändern Schriftart und -größe.

Die blauen Rahmen erlauben aber noch mehr: Der dicke linke Rand ist ein Anfasser, über den Sie das Objekt bequem an eine andere Stelle ziehen. Klicken Sie einfach diesen linken Rand an, halten Sie die Maustaste gedrückt und ziehen Sie den Mauszeiger an eine andere Position. Beim Verschieben zeigt Basket nicht das ganze Objekt, sondern einen anders dimensionierten Textrahmen (mit demselben Inhalt) an – der Anhaltspunkt für die Position nach dem Loslassen ist die linke obere Ecke dieses Verschieberahmens.

Wenn Sie an den rechten Rand eines blauen Rahmens fahren, wird auch dort ein Anfasser sichtbar: Er erlaubt es, Objekte in der Breite zu verändern. Textrahmen werden während der Größenänderung automatisch neu umbrochen.

Verschieben und Größenänderung funktionieren auch mit Bildern – im Korb Willkommen beispielsweise mit der dort abgelegten Korbgrafik. Beim Skalieren bewahrt Basket die Seitenverhältnisse, es ist nicht möglich, die Grafik zu deformieren. Beliebig groß können die Grafiken aber nicht werden: Wenn sie 100 % der Originalgröße erreicht haben, ist Schluss. Nach unten gibt es hingegen keine Grenze, so dass Sie jedes Bild auf Icon-Format ziehen können.

Neue Texte und Bilder

Klicken Sie in einen freien Bereich, erzeugen Sie damit einen neuen (leeren) Textrahmen, den Sie nun mit Inhalt füllen können. Nicht auf den ersten Blick klar ist das Einfügen von Bildern: Zwar bietet das Kontextmenü (Rechtsklick auf eine freie Stelle im Korb) einen Menüpunkt Einfügen / Bild – der ist aber nicht brauchbar. Der beste Weg führt darüber, neben dem Basket- noch ein Konqueror-Fenster zu öffnen. Navigieren Sie dann im Konqueror zum Verzeichnis mit dem Bild, können Sie es einfach mit einer Drag & Drop-Aktion aus dem Dateimanager in den gerade sichtbaren Korb ziehen (Abbildung 5). Es erscheint dann ein KDE-Dialog, in dem Sie die Option Kopieren wählen. Halten Sie beim Drag & Drop die Strg-Taste gedrückt, unterbleibt die Nachfrage, und Basket fügt automatisch eine Kopie ein.

Abbildung 5: Bilder ziehen Sie am leichtesten per Drag & Drop aus dem Konqueror in einen Korb.

Aber Vorsicht: Das Ziehen von Bildern aus dem Konqueror funktioniert nur in der Dateimanager-Ansicht. Wenn Sie Konqueror als Browser verwenden und versuchen, Bilder aus einer Webseite nach Basket zu ziehen, wird das in der Regel nicht gelingen – stattdessen erscheint ein Link oder ein leeres Bildelement. (Nur wenn das Bild kein Teil einer Verknüpfung ist – also nichts geschieht, wenn Sie auf der Webseite das Bild anklicken –, funktioniert hier Drag & Drop.)

Viele Browser bieten die Möglichkeit, Bilder mit der rechten Maustaste anzuklicken und sie über das dann erscheinende Kontextmenü in die Zwischenablage zu kopieren – dann können Sie es in Basket mit [Strg]+[V] einfügen.

Auf Drag & Drop innerhalb der Basket-Oberfläche (also von einem Korb in einen anderen) sollten Sie übrigens in der getesteten Basket-Version verzichten, um keinen Datenverlust zu riskieren (siehe Kasten Vorsicht vor Drag & Drop).

Vorsicht vor Drag & Drop

Objekte können Sie zwar ganz leicht via Drag & Drop von einem Korb in einen anderen verschieben, indem Sie das Objekt am Anfasser packen und in der Korbübersicht am linken Rand in einen anderen Korb fallen lassen – leider funktioniert das nicht immer, sondern Basket verliert gelegentlich das Objekt auf halbem Weg. Es ist dann unwiderbringlich verloren. Darum sollten Sie den Einsatz dieser Funktion meiden und stattdessen mit Ausschneiden und Einfügen (Cut & Paste) arbeiten:

  1. Markieren Sie ein Objekt, indem Sie dessen Anfasser berühren.
  2. Löschen Sie dieses Objekt mit [Strg]+[X] (oder über den Menüpunkt Bearbeiten / Ausschneiden). Es wandert dadurch in die Zwischenablage.
  3. Wechseln Sie nun zum gewünschten Korb und fügen Sie das Objekt dort mit [Strg]+[V] (oder via Bearbeiten / Einfügen) wieder ein.

Layout-Alternativen

Bisher haben Sie eine spezielle Variante der Körbe kennengelernt: solche, auf denen Sie alle Objekte frei platzieren können. Alternativ dazu verwenden Sie Körbe, die ein-, zwei- oder dreispaltig sind und in jeder der Spalten alle Elemente bündig am oberen Rand anordnen. Ein Beispiel dafür ist der Unterkorb Tipps (unterhalb von Willkommen), der zahlreiche Hinweise zur Nutzung von Basket in einer einzelnen Spalte versammelt.

Auch in den spaltenbasierten Körben können Sie Objekte verschieben, ändern damit aber nur deren Reihenfolge in der Spalte oder schieben sie von einer Spalte zur anderen. Drag & Drop innerhalb eines Korbs ist übrigens unproblematisch.

Probieren Sie es aus: Erzeugen Sie einen neuen, zweispaltigen Korb, indem Sie auf das ganz links in der Symbolleiste liegende Icon (in Form eines Dokumentblatts) klicken. Es öffnet sich ein neues Fenster (Abbildung 5), in dem Sie ganz oben zunächst einen Namen für den Korb eingeben und dann im Vorlagen-Bereich auf zweispaltig klicken. Über OK erstellen Sie den neuen Korb.

Abbildung 6: Körbe sammeln Ihre Daten in ein bis drei Spalten – oder mit völlig freier Platzwahl.

Der neue Korb ist gleich ausgewählt, und im rechten Bereich sehen Sie, dass er leer ist. Ganz schwach ist der Spaltentrenner genau in der Mitte zu erkennen; wenn Sie mit der Maus darüber fahren, wird er zu einem großen blauen Anfasser, mit dem Sie eine der beiden Spalten auf Kosten der anderen vergrößern können.

Markierte Notizen

Für mehr Übersicht sorgt die Möglichkeit, allerlei Markierungen (Marken) einzusetzen: Wählen Sie eine Notiz aus, finden Sie rechts vom linken Anfasser einen winzigen Pfeil, hinter dem sich ein Drop-down-Menü verbirgt (Abbildung 6) – das bietet Ihnen verschiedene Optionen:

  • Sie können die Notiz mit einem Icon versehen, etwa einer Glühbirne für Ideen oder einer roten Flagge für wichtige Notizen. Die Marken Höhepunkt, Wichtig und Sehr wichtig hinterlegen die Notiz außerdem mit einer Signalfarbe (gelb, schwach rot, leuchtend rot).
  • Einträge, die Sie als Aufgabe markieren, erhalten ein Ankreuz-Kästchen. Setzen Sie in dieses Kästchen (durch Anklicken) einen Haken, streicht Basket den Text in der Notiz durch und kennzeichnet so eine erledigte Aufgabe.
  • Wenn Sie eine komplexere Aufgabe bearbeiten, verwenden Sie stattdessen die Marke Fortschritt: Auch sie ist anklickbar und füllt dann einen zunächst leeren (weißen) Fortschrittsbalken in den Abstufungen 0, 25, 50, 75 und 100 Prozent mit blauer Farbe – jeder Klick wechselt zur nächsten Stufe.
  • Neben dem Fortschritt können Sie auch angeben, wie wichtig eine Aufgabe ist: Dazu ergänzen Sie eine Priorität-Marke, die in drei Stufen (ein grüner Balken, zwei gelbe Balken oder drei rote Balken) anzeigt, wie dringend Sie sich mit diesem Punkt beschäftigen sollten.
Abbildung 7: Über allerlei Marken versehen Sie Notizen mit Zusatzinformationen.

Die drei Marken Aufgabe, Fortschritt und Priorität können Sie auch kombinieren; dann erscheinen bis zu drei Symbole vor der Notiz. Diese Marken haben zudem die Eigenschaft, sich auf neu eingefügte Notizen unmittelbar davor oder dahinter zu vererben: Das ist praktisch, wenn Sie eine längere To-do-Liste anlegen wollen, weil Sie dann nicht jedem Eintrag von Hand diese Marken zuweisen müssen.

Weitere Einträge im Marken-Menü verändern die Darstellung der Notiz: Wenn Programmierer etwa ein Stück Quelltext in einer Notiz ablegen, bietet sich dafür eine Formatierung in nicht-proportionaler Schrift an. (Dann sind alle Buchstaben gleich breit.) Anstatt nun von Hand die Schriftart zu wechseln, wählen Sie einfach die Marke Code aus; Basket schaltet dann automatisch auf die Schriftart Monospace um.

Navigation

Wollen Sie nicht ständig die Maus bemühen, um von einem Korb zum anderen oder zwischen den einzelnen Notizen hin und her zu springen, nutzen Sie die dafür definierten Tastenkombinationen:

  • Von Korb zu Korb bewegen Sie sich mit [Alt]+[Pfeil hoch] und [Alt]+[Pfeil runter]; dabei können Sie auf dem Weg Unterbäume mit [Alt]+[Pfeil rechts] einklappen und mit [Alt]+[Pfeil links] wieder ausklappen.
  • Zwischen den Notizen navigieren Sie mit [Pfeil hoch] und [Pfeil runter] – im Mehrspaltenbetrieb wechseln Sie zudem mit [Pfeil links] und [Pfeil rechts] die Spalte. Arbeiten Sie mit dem freien Layout, verwenden Sie alle vier Cursortasten, um zu jeweils benachbarten Notizen zu springen.
  • Eine Notiz verschieben Sie innerhalb der aktiven Spalte mit [Strg]+[Umschalt]+[Pfeil hoch] und [Strg]+[Umschalt]+[Pfeil runter]; der Wechsel in eine andere Spalte ist (über die Tastatur) nur mit Ausschneiden ([Strg]+[X]) und Einfügen ([Strg]+[V]) möglich. In den freien Layouts setzen Sie die Tastenkombinationen zum Verschieben besser gar nicht ein: Sie bewirken zwar etwas, aber das Ergebnis ist nicht vorhersehbar.

Import-Möglichkeiten

Wie Sie Text von Hand eingeben oder Bilder als Notizen im Korb ablegen, haben Sie bereits gesehen; noch einfacher ist es, bereits vorhandene Informationen in Basket zu importieren. Dafür bietet das Programm über Korb / Importieren an, Daten aus verschiedenen anderen Notizverwaltern einzulesen. Zur Wahl stehen KNotes, KJots, KnowIt, TuxCards, StickyNotes und Tomboy. Abbildung 8 zeigt, wie Tomboy-Notizzettel nach dem Import in Basket aussehen.

Abbildung 8: Beim Import von Notizen aus Tomboy (rechts) bleiben die Formatierungen erhalten.

Interessant sind auch die folgenden zwei Importfunktionen:

  • Sie können zu jedem Zeitpunkt einen Screenshot erzeugen und als Basket-Notiz ablegen – dazu müssen Sie kein externes Programm starten, sondern rufen einfach den Menüpunkt Einfügen / Bildschirmbereich abgreifen auf.
  • Auch komplette Dokumente kann Basket einbinden, was etwa für die Weitergabe einer kompletten Korbsammlung sinnvoll ist: Über den Menüpunkt Einfügen / Aus Datei laden wählen Sie eine Datei aus. Wenn Sie später mit Korb / Exportieren / Korbarchiv einen markierten Korb in eine Basket-Datei schreiben, enthält diese auch alle eingefügten Dateien.

Konfiguration

Zum Schluss noch ein paar Worte zur Anpassung des Programms: Im Grunde ist hier nicht viel einzustellen, lediglich auf die Helfer-Anwendungen sollten Sie einen Blick werfen – Basket prüft nämlich nicht, ob die vorgegebenen Tools installiert sind.

Rufen Sie den Menüpunkt Einstellungen / Basket Notizblätter einrichten auf und wechseln Sie im Einrichten-Fenster zum Bereich Anwendungen (Abbildung 9). Im zweiten Punkt ist das Programm kolourpaint als Bildbearbeitungstool eingetragen, das auf den meisten Systemen nicht installiert ist. Ersetzen Sie den Eintrag durch den Programmnamen eines installierten Programms, etwa krita. Das hier angegebene Programm startet, wenn Sie in Basket ein Bild anklicken und die darauf erscheinende Nachfrage bestätigen.

Abbildung 9: Wenn das Zeichenprogramm Kolourpaint nicht installiert ist, tragen Sie in den Einstellungen ein anderes ein.

Fazit

Basket ist ein mächtiges Tool, das zahlreiche interessante Ideen umsetzt – und dabei reicht dieser fünfseitige Workshop noch nicht einmal aus, um alle Features vorzustellen: So gibt es etwa Filter, die Sie für die Suche in einem Korb nutzen können. Sie blenden alle Elemente aus, die den Suchbegriff nicht enthalten. Auch die Icon-Verwaltung von Basket ist interessant: Auf allen Ebenen des (Körbe-) Baums können Sie durch Vergabe sinnvoller Icons für mehr Übersicht sorgen. Eine Korbsammlung namens "Getting Things Done" hilft Anwendern dabei, die gleichnamige Selbstmanagement-Methode [3] umzusetzen (siehe Kasten Getting Things Done).

Einiges fehlt dem Programm aber noch: Das vielleicht wichtigste Manko ist die fehlende Undo-Funktion, mit der man versehentliches Löschen oder Ändern rückgängig machen könnte. Schlimmer noch war im Test der Version 1.0.3.1, dass Basket gelegentlich Objekte einfach löschte, wenn man sie per Drag & Drop in einen anderen Korb verschieben wollte.

Umschifft man diese Schwachstellen, bleibt eine gut einsetzbare Anwendung, welche die Aufgaben Ihrer Pinnwand übernimmt und sehr flexibel und übersichtlich alle anfallenden Informationshäppchen verwaltet, ohne Ihnen dabei eine starre Ordnung aufzunötigen, wie es bei Datenbanken der Fall ist. (hge)

Getting Things Done

Auf der Projekt-Webseite finden Sie im Downloadbereich [2] ein Basket-Archiv namens GTD.baskets, das die Zeit- und Selbstmanagementmethode "Getting Things Done" (GTD) umsetzt. Die vordefinierten Körbe enthalten Anleitungen zum Einsatz dieser Methode.

Um GTD zu installieren, laden Sie zunächst das Paket GTD.baskets herunter. Bei unserem Test verwendete das Archiv merkwürdige Verzeichnisnamen zur Ablage der enthaltenen Icons – Sie sollten darum zunächst in einem Terminalfenster mit den folgenden Befehlen eine Reihe von Unterverzeichnissen erstellen:

export ICO=~/.kde/share/apps/basket/basket-icons; mkdir $ICO; cd $ICO
for d in xygen-icons n-icons cons icons; do mkdir -p $d/16x16/actions; done

Rufen Sie dann in Basket den Menüpunkt Korb / Importieren / Korbarchiv auf und wählen Sie die Datei aus.

Wenn Sie GTD verwenden (Abbildung 10), werden Sie hauptsächlich Einträge von einem Korb in den anderen schieben – denken Sie dabei daran, dass Drag & Drop zwischen Körben in der aktuellen Basket-Version nicht stabil arbeitet: Cut & Paste ist die sicherere Variante.

Abbildung 10: Getting Things Done – einfach sechs Körbe, die Sie nach der GTD-Methode verwenden.

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