OpenSuse als Printserver

Auch die beiden Versionen von OpenSuse verwandeln Sie zügig in Printserver.

Unter OpenSuse 10.3 richten Sie einen Samba-Server ein, wie es der Artikel auf der Heft-DVD beschreibt. Zuvor installieren Sie den Drucker und schalten ihn ein.

Dann passen Sie die Samba-Konfiguration an. In YaSTs Samba-Dialog (unter Netzwerkdienste / SambaServer) finden Sie den Reiter Freigaben. Über ihn legen Sie fest, welche Dateien, Verzeichnisse und Geräte Samba freigibt. Um nur den Drucker zu teilen, deaktivieren Sie alle Einträge in der angezeigten Liste bis auf den, neben dem All Printers in der Spalte Anmerkung steht. Die Einträge aktivieren und deaktivieren Sie einzeln jeweils über den Schalter Status wechseln. Anschließend klicken Sie auf Beenden. Im Anschluss öffnen Sie mit [Alt]+[F2] eine Konsole, melden sich über su root als Benutzer root an und geben

rcsmb restart && rcnmb restart

ein, um den Samba-Server neu zu starten.

Um den angeschlossenen Drucker im Netzwerk anzubieten, rufen Sie den Menüpunkt Computer / Systemeinstellungen auf. Unter Hardware wählen Sie Drucker. Sie klicken auf den Netzwerkdrucker und dann auf Andere / Einstellungen für entfernten Zugriff ändern. Über Aktivieren geben Sie den Drucker auch für andere Netzwerknutzer frei. Ein Klick auf Beenden schließt den Vorgang ab.

OpenSuse 11.0 vereinfacht die ganze Angelegenheit noch etwas: Die aktuelle Version gibt Drucker automatisch im Netzwerk frei, wenn Sie dies nicht explizit untersagen. Beim Einrichten des Samba-Servers orientieren Sie sich einfach an den Schritten für OpenSuse 10.3 im Artikel auf der Heft-DVD.

Um den Drucker unter OpenSuse 11.0 nicht freizugeben, wechseln Sie in YaST in den Bereich Hardware / Drucker. Unter Drucker und Warteschlangen wählen Sie den entsprechenden Drucker aus und klicken dann auf Konfigurieren. Im Register Freigabe setzen Sie ein Kreuzchen bei Vom Veröffentlichen im Netzwerk ausschließen.

Entfernte Drucker mit OpenSuse nutzen

Wollen Sie OpenSuse 10.3 oder 11.0 als Client einsetzen, um auf einen CUPS-Server im LAN zuzugreifen, macht das auch keine großen Umstände, Sie brauchen jedoch die IP-Adresse des Druckerservers.

Unter OpenSuse 10.3 rufen Sie zunächst YaST und darin den Punkt Hardware / Drucker auf. Dann wählen Sie Hinzufügen / Netzwerkdrucker und Drucken über CUPS-Netzwerkserver. Dabei soll CUPS nur Client sein, als Servername tragen Sie die IP-Adresse der Druckerservers ein, um anschließend den entfernten IPP-Zugang zu testen (Abbildung 6).

Abbildung 6: Über YaST richten Sie einen OpenSuse-PC als Drucker-Client für CUPS-Printerserver ein.

Entfernen Sie im nächsten Schritt das Häkchen bei Standardwarteschlange des Servers verwenden und klicken auf Lookup, erscheint der Drucker mit seinem Namen. Nach einem Klick auf Weiter sollte im nächsten Fenster CUPS stehen, und Sie beenden nun die Konfiguration.

Für OpenSuse 11.0 führt der Weg ebenso über YaST und ändert sich nur leicht. Unter Globale Einstellungen wählen Sie Do all Your Printing Directly via One Remote CUPS Server (Drucken über einen entfernten CUPS-Server) und geben dann die IP-Adresse dieses Servers im Feld Servername an (Abbildung 7). Ein Klick auf Externen IPP-Zugang testen sollte die Verbindung prüfen (Der Druckerserver ist erreichbar). Beim Klick auf nachschlagen erscheint dann der Drucker. Sie beenden die Konfiguration über einen Klick auf OK.

Abbildung 7: Auch ein OpenSuse 11.0 richten Sie im Handumdrehen als Client ein, der entfernte Drucker anspricht.

Um unter OpenSuse 10.3 oder 11.0 einen Drucker anzusprechen, der an einem Windows-Rechner hängt, folgen Sie einfach den Schritten im Abschnitt Kubuntu als Client: Über KDEs Systemeinstellungen können Sie auch unter OpenSuse 10.3 und 11.0 Samba-Drucker adressieren.

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