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Automagie

Neue Dateien automatisch bearbeiten lassen

Autostart des Auto-Tools

Zur Automatisierung gehört auch, dass fsniper selbständig startet, wenn Sie den Rechner booten und sich anmelden. Damit Sie sich darum nicht kümmern müssen, legen Sie einen Autostart-Eintrag an – das geht folgendermaßen:

  1. Wechseln Sie im Konqueror in den Ordner .kde/Autostart unterhalb Ihres Home-Verzeichnisses.
  2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste in den freien Bereich in der Verzeichnisansicht und wählen Sie aus dem Kontextmenü den Eintrag Neu erstellen / Verknüpfung zu Programm.
  3. Im Reiter Allgemein tragen Sie als Namen fsniper ein, wechseln dann zum Reiter Programm und tragen dort im Feld Befehl ebenfalls fsniper ein – beachten Sie dabei die Schreibweise (komplett in Kleinbuchstaben).

  4. Klicken Sie zum Abschluss auf OK – bei allen künftigen Starts von KDE wird das System dann auch automatisch fsniper aktivieren.

Erweiterte Funktionen

Neben den bisher beschriebenen Möglichkeiten können fortgeschrittene Linux-Anwender noch mehr aus fsniper herausholen: Die Handler müssen keine einfachen Befehlsaufrufe sein, sondern es sind auch komplexere Anweisungsfolgen in der Skriptsprache Ihrer Wahl möglich. Zudem wertet das Tool den Rückgabewert des Handlers aus: Rückgabewerte dienen normalerweise dazu, eine Fehlermeldung an das aufrufende Programm weiterzureichen. Die Konvention ist, bei erfolgreichem Ausführen des Programms den Wert 0 zurückzugeben. So interpretiert auch fsniper den Rückgabewert 0 als Erfolg – nämlich als die Aussage, dass der Handler sich der Datei angenommen und seine Aufgabe erledigt hat. Gibt der Handler hingegen den Wert 1 zurück, versteht fsniper dies so, dass der Handler sich nicht für zuständig hält. In dem Fall schaut das Tool in die Konfigurationsdatei und sucht dort nach weiteren handler-Einträgen. Alle Handler ruft fsniper der Reihe nach auf – solange, bis entweder einer der Handler mit Rückgabewert 0 das Prozedere beendet oder bis fsniper die ganze Liste abgearbeitet hat.

Ein Beispiel macht dies deutlich: Wollen Sie etwa in ein Verzeichnis verschobene Dateien automatisch löschen und eine Fehlermeldung erhalten, wenn das Löschen (z. B. wegen fehlender Schreibrechte auf die Datei) nicht gelingt, können Sie einen Eintrag mit folgenden Handler-Zeilen anlegen:

watch {
  ~/Desktop/Simple-Shredder {
    */* {
      handler = rm %%
      handler = kdialog "Kann Datei %% nicht löschen."
    }
  }
}

Hier ruft fsniper zunächst den Handler rm Dateiname auf – stimmen die Zugriffsrechte, löscht rm die Datei, gibt Rückgabewert 0 (Erfolg!) zurück, und die Bearbeitung ist abgeschlossen. Fehlen Ihnen die nötigen Zugriffsrechte, scheitert der rm-Aufruf, und das Löschprogramm gibt den Wert 1 an fsniper zurück. Letzterer startet den nächsten Handler, und kdialog gibt eine Warnung aus.

Der rm-Aufruf lässt sich übrigens auch kürzer als handler = rm schreiben: Gegenüber der ersten Variante fehlen hier nur die doppelten Prozentzeichen (%%). Wenn diese in einer handler-Zeile gar nicht auftauchen, geht fsniper davon aus, dass der Dateiname als Argument an den genannten Befehl anzuhängen ist.

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Infos zum Autor

Hans-Georg Eßer

Hans-Georg Eßer

Hans-Georg Eßer ist Chefredakteur der Zeitschrift EasyLinux, Doktorand an der Uni Erlangen-Nürnberg und seit Mitte der 90er begeisterter Linux-Anwender.


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