Gib mir Namen

Alle auf Laufwerk C: installierten Windows-Programme schiebt Wine standardmäßig in einen unsichtbaren Unterordner im Home-Verzeichnis. Um alle versteckten Dateien anzuzeigen, wählen Sie im Konqueror den Menüpunkt Ansicht / Versteckte Dateien anzeigen.

In Ihrem Home-Verzeichnis wechseln Sie nun in den Ordner .wine. Eine Ebene tiefer stoßen Sie auf das Unterverzeichnis drive_c und darin auf zwei alte Bekannte: die Verzeichnisse Programme und Windows. Im ersten schlummert die gerade installierte Anwendung. Im Falle von WinRAR klicken Sie im Ordner WinRAR auf die Datei WinRAR.exe. Unter OpenSuse ist wieder zusätzlich die Eingabe von wine nötig.

Abbildung 9: Hier sehen Sie die Windows-Anwendung WinRAR unter Kubuntu in Aktion.

Verzeichnissalat

Im Gegensatz zu Windows kennt das freie Betriebssystem keine Laufwerksbuchstaben. Folglich wendet Wine einen kleinen Trick an: Hinter jedem Laufwerksbuchstaben steht in Wahrheit ein Linux-Verzeichnis. Speichert beispielsweise das unter Wine laufende Windows-Programm Daten auf Laufwerk C:, landen diese im Unterordner .wine/drive_c im Home-Verzeichnis. Welchem Ordner Wine welchen Buchstaben verpasst, verrät die Wine-Steuerzentrale. Rufen Sie deshalb noch einmal, wie weiter oben beschrieben, winecfg auf und statten Sie dem Register Laufwerke einen Besuch ab (Abbildung 10). Die Liste im oberen Bereich zeigt an, welcher Laufwerksbuchstabe zu welchem Linux-Verzeichnis führt. Gewöhnlich zeigt C: auf das Verzeichnis .wine/drive_c, über den Laufwerksbuchstaben Z: greift eine Windows-Anwendung auf den gesamten Verzeichnisbaum zu – er führt geradewegs ins Wurzelverzeichnis. Sie nehmen hier weitere Zuordnungen vor, indem Sie zunächst per Hinzufügen einen neuen, virtuellen Laufwerksbuchstaben erstellen. Geben Sie dann unter Pfad das Verzeichnis ein, auf den der Buchstabe verweisen soll.I

Abbildung 10: Über diesen Reiter ordnen Sie Linux-Verzeichnissen Laufwerksbuchstaben zu.

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