Volle Packung
Kubuntu aufsetzen
Und ewig quellt die Software
Neue Software – etwa den Mediaplayer Mplayer – installieren Sie meist nicht als einzelnes Paket. Weil die Pakete wiederum von anderen Paketen abhängen, die jedoch noch fehlen, scheitert die Installation. Darum binden Sie ganze Sammlungen von Software-Paketen ein, so genannte Paketquellen oder Repositories: Die enthalten neben den eigentlichen Programmen auch alle zusätzlich benötigten Pakete.
Medibuntu ist als eine solche inoffizielle Paketquelle die Heimat zahlreicher Multimediapakete für Kubuntu. Die Entwickler integrieren das Repository nicht automatisch in Adept, weil die darin befindliche Software zum Teil nicht frei oder ihr rechtlicher Status zumindest umstritten ist.
Um externe Paketquellen wie Medibuntu einzubinden, rufen Sie den Paketmanager Adept und dort den Punkt Adept / Paketquellen verwalten auf. Wechseln Sie zum Reiter Third-Party-Software und klicken Sie auf Hinzufügen. Dann fügen Sie wie in Abbildung 8 die Zeile
deb http://packages.medibuntu.org hardy free non-free
ein und klicken auf OK. Anschließend aktualisiert Adept automatisch die Paketliste, und Sie finden darin auch Software wie Adobes Acrobat Reader (acroread). Dank Medibuntu können Sie nun Amarok mit MP3-Unterstützung, Google Earth, Skype sowie diverse Videocodecs installieren.
Wollen Sie den Flashplayer von Adobe nutzen, installieren Sie das Paket flashplugin-nonfree. Anschließend starten Sie den Konqueror, wählen Einstellungen / Konqueror einrichten / Plugins und klicken auf der rechten Seite auf den Knopf Nach neuen Plugins suchen (Abbildung 9) und starten den Browser neu.
Fazit
Sicher lassen sich in einer kurzen Anleitung nicht alle Fragen klären, die sonst ganze Bücher füllen. Eine gute Anlaufstelle für die Probleme nach der Installation bieten die erwähnte EasyLinux-Mailingliste und das Wiki von Ubuntuusers.de. Denn – ein weiteres Argument für Kubuntu – hinter der Distribution steht eine extrem hilfsbereite Community.
Glossar
Kernel
Der Linux-Kernel ist quasi das eigentliche Linux, er enthält unter anderem die Treiber für die Hardware. Distributionen sammeln lediglich Open-Source-Software (wie OpenOffice, Firefox, aber auch KDE) und installieren sie zusammen mit dem Linux-Kernel.
Initial Ramdisk
Das Initrd-Archiv stellt dem Kernel während des Bootprozesses in einem reservierten Bereich des RAMs ein einfaches Dateisystem zur Verfügung. Das dient vorübergehend als Root-Verzeichnis und enthält eigene ausführbare Programme.
UUID
Beim Universally Unique Identifier handelt es sich um eine sehr lange Zahl zur Identifikation von Geräten. Die Wahrscheinlichkeit, dass zwei Festplatten in einem Rechner dieselbe UUID erhalten, ist verschwindend gering.
[1] Bootmanager Grub: Andrea Müller, "Boot-Manager im Griff", EasyLinux 11/2004, S. 20ff., http://www.easylinux.de/Artikel/ausgabe/2004/11/020-bootmanager/
[2] Bootdiskette mit Grub: Kalle Gerwien, "Retter in der Not", EasyLinux 11/2004, S. 74ff., http://www.easylinux.de/Artikel/ausgabe/2004/11/074-grub-diskette/
[3] Ubuntu-Mailingliste von EasyLinux: http://www.easylinux.de/Kontakt/Mailinglisten/listinfo/ubuntu
[4] Wiki von Ubuntuusers.de: http://wiki.ubuntuusers.de/Startseite



