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Aus Klein mach Groß

Poster erstellen mit PosteRazor

10.07.2008
PosteRazor teilt ein Bild in mehrere Teile auf, die Sie formatfüllend ausdrucken und zu einem Poster zusammenkleben können.

Um an Abzüge von Digitalfotos zu kommen, müssen Sie die Bilddateien heutzutage nicht zwangsläufig in ein Labor geben. Schon günstige Drucker besitzen eine ausreichende Auflösung für den Fotodruck. Verwenden Sie zusätzlich spezielles Papier, erzielen Sie noch bessere Ergebnisse.

Schnelle Fotoausdrucke daheim sind also kein Problem. Nur die Größe der Bilder ist begrenzt, da die üblichen Drucker lediglich auf Papier bis DIN-A4 drucken. Größere Formate wie Poster (ab A3) sind nur mit speziellen Geräten möglich, die im Alltag des Heimanwenders eher selten Gebrauch finden. Zudem steigt der Druckerpreis stark an, je größer das verarbeitete Papierformat ist. Die Neuanschaffung eines speziellen Druckers lohnt also meist nicht.

Auf selbstgemachte Poster müssen Sie zu Hause dennoch nicht verzichten. In fünf Schritten führt Sie PosteRazor [1] durch den Erstellprozess. Dabei geben Sie ein Bild oder eine Grafik an, die PosteRazor in mehrere Einzelseiten aufteilt. Die Teile des Posters speichert das Programm in einer PDF-Datei, die Sie nur noch ausdrucken müssen. Aus wie vielen Seiten das Poster besteht, entscheiden Sie. Die Anwendung berechnet aus Ihren Angaben den Vergrößerungsfaktor des Bildes und skaliert es. Überlappungszonen zwischen den Elementen, die das Aneinanderkleben erleichtern, fügt die Anwendung auf Wunsch automatisch hinzu.

Als Ausgangsbild verarbeitet PosteRazor Rastergrafiken (!!!) wie JPG und PNG. Das Programm beherrscht unter anderem die Druckformate DIN-A4 und -A3 im Quer- sowie Hochformat. Daneben können Sie eine eigene Papiergröße definieren, indem Sie die Höhe und Breite selbst angeben. Alle Teilseiten, die zusammengefügt ein Poster ergeben, liegen abschließend in einer PDF-Datei vor. Nach Angaben der Entwickler bettet PosteRazor das Ausgangsbild mit bestmöglicher Qualität in die PDF-Datei ein. Bildformate wie JPG fügt das Programm ein, ohne diese erneut zu komprimieren.

Poster erstellen

Die Software installieren Sie nicht wie gewohnt über den Paketmanager. Es reicht, wenn Sie das Archiv PosteRazor-1.4-Linux-x86.tgz in ein separates Verzeichnis entpacken. Zum Start des Programms genügt ein Doppelklick auf die Datei PosteRazor.

Um ein Poster zu erstellen, benötigen Sie eine Grafik in einem der unterstützten Formate. Je höher die Auflösung der Vorlage ist, desto größer kann auch das Poster sein. Nach dem Start des Programms sehen Sie das Anwendungsfenster. Hier stellen Sie zunächst die Sprache auf Deutsch ein, um die Bedienung zu vereinfachen. Dazu klicken Sie auf den Knopf Einstellungen. Nachdem Sie die Sprache ausgewählt haben, legen Sie außerdem die Längeneinheit fest, mit der Sie arbeiten möchten. Durch einen Klick auf OK gelangen Sie zurück zum Hauptfenster Schritt 1 von 5. Jetzt folgen Sie den Schritten 1 bis 5:

  1. Als erstes wählen Sie ein Bild aus. Klicken Sie dazu auf das Ordnersymbol im oberen Bereich des Programmfensters und navigieren Sie in der Verzeichnisstruktur zu dem Ordner, in dem sich die Datei befindet. Mit einem Doppelklick auf ../ wechseln Sie in ein übergeordnetes Verzeichnis. Wenn Sie den Radiobutton Preview aktivieren, sehen Sie eine Vorschau des markierten Bilds. Dieses Feature funktioniert aber nicht mit allen Dateiformaten und -größen. Übernehmen Sie jetzt Ihre Auswahl mit Klicks auf OK und Weiter.
  2. Im zweiten Schritt legen Sie das Papierformat für die einzelnen Druckseiten fest. In der Regel belassen Sie die Einstellungen in der Auswahl Format bei DIN A4. Ob Hoch- oder Querformat, hängt von der Ausrichtung des Ausgangsbilds ab. Bei Fotos ist dies überwiegend das Querformat. Die Größe des nichtbedruckbaren Rahmens jeder Einzelseite stellen Sie mit den Angaben im Bereich Ränder ein. Mit Weiter gelangen Sie zum nächsten Schritt.
  3. Definieren Sie die Überlappung der Druckseiten: Überlappungszonen liegen an den Rändern zur benachbarten Seite und enthalten gleiche Bildabschnitte. Diese Kleberänder helfen Ihnen, wenn Sie die Seiten ausgedruckt haben und zu einem Poster zusammenfügen. Geben Sie die Maße der Überschneidung im Bereich Maße der Überlappung an. 1-2 cm sollten reichen. Abschließend entscheiden Sie, an welchem Rand der Druckseiten diese sich überschneiden sollen (!!!). Im Test spielte diese Einstellung aber keine große Rolle.
  4. Im letzten Schritt vor dem Export in eine PDF-Datei legen Sie die Postergröße fest. Sie geben PosteRazor hier also beispielsweise an, in wie viele Seiten es das Bild aufteilen soll. Alternativ können Sie Länge und Breite oder die Größe des Posters in Prozent angeben. Theoretisch sind Ihnen bei den Ausmaßen keine Grenzen gesetzt. Dennoch sollten Sie beachten, dass die Ausdrucke umso pixeliger werden, je kleiner und niedrig aufgelöst die Vorlage ist. Experimentieren Sie mit den Größenangaben, damit die Teilausdrucke möglichst viel Bildinhalt und wenig Verschnitt aufweisen. Im Bereich Ausrichtung des Bildes bestimmen Sie abschließend die Lage des Bilds auf den Seiten. Als geeignet stellte sich die vertikal wie auch horizontal mittige Ausrichtung heraus. Aktivieren Sie dazu die zwei Knöpfe, wie in Abbildung 1 zu sehen. Wechseln Sie mit einem Klick auf Weiter zum nächsten Schritt.
  5. Schließlich speichern Sie das Poster als PDF-Datei. Dazu klicken Sie einfach auf den Knopf mit dem Diskettensymbol (rot umrandet in Abbildung 2). Im erscheinenden neuen Fenster navigieren Sie zum Zielordner und geben im Textfeld Filename hinter dem Verzeichnispfad einen Dateinamen ein (grün umrandet in Abbildung 2).

    Abbildung 1: Die Größe des Posters können Sie in drei Varianten angeben: Höhe und Breite in Zentimeter, in Seiten oder in Prozent.

Dann erstellt das Programm eine PDF-Datei, die alle Seiten des Posters enthält. Zum Betrachten und Ausdrucken öffnen Sie es entweder im Konqueror oder mit dem Adobe Reader. Die ausgedruckten Seiten schneiden Sie jetzt noch zu und kleben sie zusammen.

Abbildung 2: Im letzten Schritt speichern Sie das Poster als PDF-Datei.

Glossar

Rastergrafiken

Diese Form von Computerbildern bestehen aus rasterförmig (!!!) angeordneten Bildpunkten (Pixel). Jedem Pixel ist eine Farbe zugeordnet. Viele bekannte Bildformate sind Rastergrafiken: JPG, BMP, GIF, TIFF und PNG.

Infos

[1] PosteRazor: http://posterazor.sourceforge.net

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