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Neue Funktionen in Gimp 2.4

Neues Gewand

Die populäre und leistungsstarke Bildbearbeitungsprogramm Gimp erschien unlängst in einer neuen stabilen Version. Wir zeigen, welche zusätzlichen Funktionen das Programm mitbringt und was sich sonst noch geändert hat.

Die erste offizielle Version 0.54 der Bildbearbeitungssoftware Gimp [1] (GNU Image Manipulation Program) erschien im Januar 1996 und der Funktionsumfang war für damalige Verhältnisse schon sehr umfangreich. Im Laufe der Jahre hat sich Gimp vor allem unter Linux zu einer der beliebtesten digitalen Bildbearbeitungsanwendung entwickelt. Seit Ende 2007 ist die stabile Version 2.4 erhältlich und wartet mit vielen neuen Features auf.

Wer gern fotografiert und mehr aus seinen Fotos machen will, dem stehen in der aktuellen Gimp-Version nicht nur die neue Vollbildbearbeitungsfunktion zur Verfügung, sondern auch ein neues Farbmanagement und Auswahlwerkzeuge sowie mehrere Bildbearbeitungsfilter.

Rote Augen

Im Bereich der Filter sticht die Funktion zur Behandlung des Rote-Augen-Effekts hervor. Mit dem neuen Filter Rote Augen entfernen ist die Korrektur dieser für Fotografen problematischen Folgeerscheinung bei Aufnahmen mit Blitzlicht mit wenigen Klicks erledigt. Bevor Sie dieses Feature einsetzen, empfehlen wir jedoch, zunächst den Bereich der Pupille mit einem Auswahlwerkzeug zu markieren, damit Gimp andere gleichfarbige Bildbereiche nicht bearbeitet (Abbildung 1).

Abbildung 1: In Gimp-Version 2.4 entfernen Sie rote Augen im Handumdrehen.

Auswahlwerkzeuge

Das neue Gimp hat auch in diesem Bereich einige Features hinzugewonnen. Nicht immer sind am ganzen Bild Korrekturen nötig. Manchmal will man auch nur bestimmte Bildbereiche hervorheben. Für diesen Fall stellt Gimp die Auswahlwerkzeuge bereit. Diese Tools haben die Programmierer von Grund erneuert. Es gibt aber auch zusätzliche Funktionen: Nun ist es erstmals möglich, ohne viel Aufwand die Größe von vorhandenen Auswahlen im Nachhinein zu ändern, oder diese mit abgerundeten Ecken zu versehen. Den Radius der Rundung regeln Sie ganz einfach mit einem Schieberegler in den Werkzeugeinstellungen (Abbildung 2, rot umrandet).

Haben Sie Schwierigkeiten, den Auswahlbereich optisch vom restlichen Bild abzugrenzen, steht in der neuen Gimp-Version die Option Hervorheben bereit (Abbildung 2, grün umrandet). Sie dunkelt den nicht ausgewählte Bereich leicht ab, so dass sich der markierte Ausschnitt vom Rest. Hilfslinien bieten zusätzliche Unterstützung: Diese helfen Ihnen dabei, die idealen Proportionen einer Auswahl festzulegen. Mit dem Verschieben-Werkzeug können Sie die Lage der Auswahl nachträglich frei verändern. Im Werkzeugdialog finden Sie zudem Eingabefelder für Positions- und Größenangaben, mit denen Sie Ausrichtung und Dimension der Markierung zusätzlich verändern.

Abbildung 2: Eine Auswahl mit abgerundeten Ecken erstellen Sie mit Gimp 2.4 noch einfacher. Außerdem hilft Gimp bei der Markierung von Bildbereichen, indem es den Rest des Bildes abdunkelt.

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