Aufmacher Artikel

Festplatten, Partitionen und Dateisysteme

Sauber eingeräumt

Jeder Benutzer weiß, dass er eine Datei speichern muss, damit diese beim nächsten Start des Rechners noch vorhanden ist. Welche Speichermedien sich dazu eignen und wie die Dateien auf das Medium gelangen, erklärt dieser Basics-Artikel.

Speichern Sie in OpenOffice oder in einem beliebigen Programm eine Datei, merken Sie sich in der Regel nur den Namen des Verzeichnisses, in dem Sie die Daten abgelgegt haben. Sie wissen dann, dass Sie das Dokument zum Beispiel im Verzeichnis /home/max/Dokumente/ finden, um die technischen Details brauchen Sie sich nicht zu kümmern.

Speichermedien

In einem normalen PC befinden sich meistens drei verschiedene Arten von Speichermedien. Es gibt so genannten flüchtigen Speicher, auch volatiler Speicher genannt. Er eignet sich hervorragend, um schnell sehr viele Daten zu verarbeiten, ist aber auch sehr vergesslich. Erhält er über längere Zeit keinen Strom, vergisst er alle Daten wieder. Der Hauptspeicher (RAM) in Ihrem PC ist so ein flüchtiger Speicher.

Um Daten dauerhaft zu speichern, brauchen Sie somit einen nicht-flüchtigen (non volatilen) Speicher. Davon lassen sich einige nur lesen (CD/DVD) andere lesen und beschreiben (CD-/DVD-RW, Festplatten, Speicherkarten, Floppy). Am meisten Speicherplatz pro Medium bieten heute Festplatten (bis zu 1 Terabyte), am schnellsten arbeitet RAM (siehe Tabelle "Kleine Speicherübersicht").

Kleine Speicherübersicht

Speicher Art Max. Kapazität Max. Geschwindigkeit
RAM flüchtig 16 GByte 8 GByte/s
Festplatte nicht-flüchtig 1 TByte 150 MByte/s
SSD-Drive nicht-flüchtig 350 GByte 120 MByte/s
SD-Karte nicht-flüchtig 32 GByte 45 MByte/s
DVD-RW nicht-flüchtig 7,9 GByte 27 MByte/s (20x Brenner)

Die Festplatte

Die Festplatte speichert Daten auf rotierenden Scheiben (Plattern). Je nach Modell und Hersteller befinden sich zwei, drei oder vier Plattern in einer Harddisk. Es gibt Festplatten im 3,5-Zoll-Format zum Einbau in normale PCs, im 2,5-Zoll-Format für Notebooks und im 1,8- und 0,8-Zoll-Format für portable Geräte (Musik- und Videoplayer). Für die Kommunikation mit dem Rechner benötigt die Festplatte einen Anschluss, die so genannte Schnittstelle. Geräte mit einer SCSI-Schnittstelle sind vor allem im professionellen Umfeld bis heute weit verbreitet. Im Heimbereich setzte man bis vor 3-4 Jahren ausschließlich Harddisks mit einer parallelen ATA-Schnittstelle ein (PATA-Disk). Die gleiche Schnittstelle benutzen auch CD- und DVD-Laufwerke. Aktuelle Festplatten kommunizieren über eine serielle ATA-Schnittstelle. Diese Geräte nennt man SATA-Festplatten. Es gibt auch immer mehr CD- und DVD-Laufwerke mit SATA-Anschluss. In Notebooks kommen auch vereinzelt Festplatten ohne rotierende Scheiben zum Einsatz. Bei diesen Solid State Drive oder Solid State Disk genannten Festplatten legt das Betriebssystem die Daten auf einem Flash-Speicher ab. SSD-Festplatten brauchen etwas weniger Strom als konventionelle Festplatten, schreiben etwas langsamer, weisen aber deutlich bessere Zugriffszeiten auf.

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

  • Windows und 2x Linux auf einer Platte
    Viele Linux-Anwender möchten sich nicht ganz von Windows trennen und streben daher eine Parallelinstallation beider Betriebssysteme an. Wie Sie Windows sogar mit zwei Linux-Distributionen gemeinsam nutzen können, zeigt dieser Artikel.
  • Massenspeicher
    Externe Speicherlösungen eignen sich ideal, um den internen Festplatten wieder etwas mehr Luft zu verschaffen. Dass dies nicht auf Kosten der Performance gehen muss, zeigt unser Testbericht.
  • Dateisysteme aufsetzen, konfigurieren und warten mit Bordmitteln
    Mit ein paar einfachen Shell-Befehlen legen Sie die Grundlage für jede moderne Linux-Distribution: das Dateisystem.
  • Windows-Laufwerksbuchstaben und Linux-Moint-Points
    Betriebssystem und Anwendungen liegen auf C:, das DVD-Laufwerk heißt D: oder E:, und wer noch ein Diskettenlaufwerk hat, spricht es als A: an – so kennt man es von Windows. Linux verwaltet Datenträger anders.
  • CD-Images erzeugen mit dd und mkisofs
    Ein Image (engl. "Bild, Abbild") ist die Abbildung eines Filesystems in einer Datei. Auf CD-ROMs sind Daten in einem speziellen Dateisystem organisiert, das sich von den auf Festplatten verwendeten unterscheidet; daher kann man die Daten nicht einfach einzeln auf die Scheibe kopieren. Die Kommandos dd und mkisofs helfen beim Erstellen dieser Images, die sich anschließend probeweise mounten und auf eine CD brennen lassen.
Kommentare

Infos zur Publikation

EL 02/17-04-17: E-Mail sicher und komfortabel

Digitale Ausgabe: Preis € 9,80
(inkl. 19% MwSt.)

EasyLinux erscheint vierteljährlich und kostet 9,80 Euro. Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 33,30 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!      

Aktuelle Fragen

Probleme mit der Maus
Thomas Roch, 21.02.2017 13:43, 1 Antworten
Nach 20 Jahren Windows habe ich mich zu Linux Ubuntu probeweise durchgerungen!!! Installation - k...
KWin stürzt ab seit Suse Leap 42.2
Wimpy *, 21.02.2017 09:47, 3 Antworten
OpenSuse 42.2 KDE 5.8.3 Framework 5.26.0 QT 5.6.1 Kernel 4.4.46-11-default 64-bit Open-GL 2....
Shell-Befehl zur Installation von Scanner-Treiber
Achim Zerrer, 15.02.2017 12:13, 10 Antworten
Hallo, ich habe Einen Brother Drucker mit Scanner. Nachdem ich mit Hilfe der Community den Druck...
kiwix öffnet ZIM Datei nicht
Adrian Meyer, 13.02.2017 18:23, 1 Antworten
Hi, ich nutze Zim Desktop für mein privates Wiki. Fürs Handy habe ich mir kiwix heruntergelade...
registration
Brain Stuff, 10.02.2017 16:39, 1 Antworten
Hallo, Das Capatcha auf der Registrierungsseite von linux-community ist derartig schlecht gema...