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Besser arbeiten mit KDE

KDE

10.07.2008
Der Umstieg von Windows ist mit KDE leicht: Wer bisher mit Outlook gearbeitet hat, wird Kontact unter KDE schätzen lernen. Den Windows Explorer und den Internet Explorer ersetzt der Konqueror, der Datei- und Web-Browser in einem ist.

Tipp: Überflüssige Kontact-Komponenten abschalten

Kontact heißt der persönliche Informationsmanager in KDE. Dieses Programm ist ein Sammelbecken für mehrere Anwendungen. In der Voreinstellung sind acht Programme darin vereint: eine Übersicht, E-Mail, Kontakte, Kalender, Aufgabenplaner, Journal, Notizen und RSS-Nachrichten. Doch nicht jeder braucht alles. Wer beispielsweise keine RSS-Nachrichten lesen will, kann dieses Modul abschalten. Dazu wählen Sie Einstellungen / Kontact einrichten. Klicken Sie dann unterhalb der Liste im Einrichtungsdialog auf die Schaltfläche Komponenten auswählen. Im folgenden Fenster sind bis auf den Eintrag Usenet alle Komponenten angewählt. Schalten Sie per Klick einfach die ab, die Sie in Ihrem persönlichen Kontact nicht benötigen (Abbildung 1).

Abbildung 1: Überflüssiges raus: Hier wählen Sie die Komponenten, mit denen Sie in Kontact arbeiten wollen.

Tipp: Kontact mit Outlook-Erscheinung

Eines der Vorbilder für Kontact ist Outlook, der persönliche Informationsmanager aus Microsoft Office. Und für Umsteiger von Windows hält Kontact ein besonderes Schmankerl bereit: Sie können das Programm so einstellen, dass es ähnlich anmutet wie Outlook. Das geschieht mit Hilfe eines so genannten Profils, das Benutzereinstellungen mit typischen Optionen enthält, die Aussehen und Verhalten des Programms beeinflussen. Dazu gehören zum Beispiel Farbschemata und die Standardeinstellungen der Kontact-Komponenten.

Kontact enthält zwei Standardprofile: Kontact Style und Outlook Style. Um zu Profil mit den Outlook-ähnlichen Einstellungen zu wechseln, wählen Sie Einstellungen / Profile einrichten. Im folgenden Dialog markieren Sie Outlook Style. Mit einem Klick auf die Schaltfläche Profil laden werden die Einstellungen übernommen (Abbildung 2). Anschließend sollten Sie Kontact neu starten, weil manche Merkmale erst nach einem Neustart aktiviert werden.

Abbildung 2: Outlook-Stil: Hier wählen Sie ein vorgefertigtes Profil, das ähnlich ist wie die Einstellungen in Outlook.

Tipp: Kontact-Übersicht individuell anordnen

Welche Komponenten Kontact enthält und wie Sie diese auswählen, steht im Tipp Überflüssige Kontact-Komponenten abschalten. Möchten Sie darüber hinaus die angezeigten Komponenten rechts in der Übersicht definieren und sortieren, gehen Sie so vor: Wählen Sie Einstellungen / Kontact einrichten und öffnen Sie im folgenden Dialog das Menü Übersicht / Summary View Items. Hier markieren Sie, welche Komponenten in der Übersicht angezeigt werden.

Mit OK gelangen Sie zurück in die Übersicht. Dort können Sie die angezeigten Komponenten noch fast beliebig in den beiden Spalten positionieren. Um eine umzustellen, klicken Sie auf die grau unterlegte Überschrift der Komponente und ziehen diese mit gedrückter Maustaste an eine andere Position (Abbildung 3).

Abbildung 3: Individuelle Übersicht: Per Drag & Drop werden die Elemente in der Kontact-Übersicht neu angeordnet.

Tipp: Über entfernten CUPS-Server drucken

KDE hat einen Nachteil gegenüber Gnome: Man muss so manches zu Fuß erledigen, damit es funktioniert. Während beispielsweise unter Gnome ein Drucker an einem CUPS-Server im Netzwerk automatisch erkannt wird, müssen Sie diesen in KDE zunächst einrichten. Das ist allerdings nicht sehr kompliziert. Je nach CUPS-Konfiguration müssen Sie lediglich den Namen oder die IP-Adresse des CUPS-Servers kennen – schon steht dem Einrichten nichts mehr im Weg.

Dazu starten Sie das KDE-Kontrollzentrum und klicken unter Angeschlossene Geräte auf den Drucker. Nun werden rechts alle vorhandenen Ausgabemöglichkeiten wie Drucker, Dateien und Faxgerät angezeigt. Klicken Sie oben auf die Schaltfläche Hinzufügen und wählen Sie den Eintrag Drucker/Klasse hinzufügen. Dann startet der Assistent für die Druckereinrichtung. In der Begrüßung klicken Sie auf Weiter. Im Fenster Endgeräteauswahl markieren Sie den Eintrag CUPS-Server (IPP/HTTP) auf Fremdrechner; danach geht's ebenfalls weiter (Abbildung 4).

Abbildung 4: Auswahl: Über das Internet Printing Protokoll (IPP) sprechen Sie den Drucker auf dem CUPS-Server an.

Schritt 3 fragt die Benutzerkennung ab. Je nachdem, wie der CUPS-Server eingerichtet ist, müssen Sie hier einen Benutzernamen mit dem entsprechenden Passwort eintragen. Wie diese Daten lauten, erfahren Sie vom Administrator des Druck-Servers. Oft ist CUPS so eingestellt, dass alle Aufträge im lokalen Netzwerk ohne Kennwort, also anomyn, entgegengenommen werden: Dann reicht es aus, auf Weiter zu klicken.

Im nächsten Schritt tragen Sie im Feld Rechner den Namen des CUPS-Servers bzw. dessen IP-Adresse ein, also zum Beispiel druckserver.meinnetz oder 192.168.178.29. Den Port 631 lassen Sie unverändert – das ist der Port, auf dem der CUPS-Server für gewöhnlich auf Arbeit wartet.

Wenn Sie nun auf Weiter klicken, meldet sich Ihr Computer am CUPS-Server an und zeigt alle freigeschalteten Drucker an. Markieren Sie einen und klicken Sie Weiter. Dann lädt KDE die Druckertreiberdatenbank, in der Sie links den Hersteller und rechts das Druckermodell auswählen. Mit Weiter kommen Sie zur Treiberauswahl. Je nach Druckermodell werden hier mehrere angezeigt, unter denen Sie sich für einen entscheiden. Eventuell erhalten Sie weitere Auskünfte über einen Treiber, wenn Sie auf die Schaltfläche Treiber-Informationen klicken. Allerdings sollten Sie sich hier nicht zu viel erwarten – für viele Treiber gibt es keine Informationen.

Im nächsten Schritt sollten Sie einen Druckertest durchführen. Klicken Sie dazu auf die Schaltfläche Test und warten Sie, bis die Seite gedruckt wurde. Dann klicken Sie auf OK. Sollte die Seite fehlerhaft gedruckt worden sein, wählen Sie entweder einen anderen Treiber oder konfigurieren den Drucker über Einstellungen.

Nach einem Klick auf Weiter legen Sie den Vor- und den Nachspann für jeden Druckauftrag fest. Tipp: Wenn Sie einen benutzerdefinierten Vor- oder Nachspann verwenden wollen, kopieren Sie diesen als Postscript-Datei in das Verzeichnis /usr/share/cups/banners/ – so erscheint er in der Auswahl.

Dann folgen die Nutzungsbeschränkungen. Hier sollten Sie nichts ändern, damit keine Druckaufträge abgelehnt werden. Auch an den Einstellungen für die Benutzerzugriffe brauchen Sie nichts zu drehen.

In der letzten Maske geben Sie dem Drucker eine Bezeichnung, etwa Server-Drucker. Die Adresse können Sie freilassen und mit Weiter bestätigen. Zum Schluss erscheint ein Fenster, das alle Einstellungen noch einmal auflistet (Abbildung 5). Beenden Sie den Druckerassistenten mit Abschließen. Anschließend sehen Sie die von Ihnen gewählte Bezeichnung in der Liste der Drucker im Kontrollzentrum. Markieren Sie den neuen Drucker und wählen Sie Drucker / Als lokalen Standard festlegen: Damit wird das soeben konfigurierte Gerät zum Standarddrucker. Mit Datei / Beenden verlassen Sie nun das Kontrollzentrum.

Abbildung 5: Übersicht: Zum Abschluss der Druckerinstallation zeigt der Assistent noch einmal alle Einstellungen an.

Tipp: Was tun gegen schlechten Druck von Bildern?

Wer aus einem Programm drucken will, kann von dort auch auf die Konfiguration des Druckers zugreifen – allerdings nicht auf alle Einstellungen. Manche, wie zum Beispiel die Farbeinstellungen, über die Sie Bilder heller oder dunkler ausdrucken, erreichen Sie nur über den Konfigurationsdialog im KDE-Kontrollzentrum.

Das Kontrollzentrum starten Sie über ein Schnellstartfenster ([Alt]+[F2]) und den Befehl kcontrol. Dort wechseln Sie über Angeschlossene Geräte zum Drucker. Markieren Sie in der Liste rechts denjenigen, auf dem ausgedruckt werden soll. Wechseln Sie darunter dann zum Register Profile. Hier steht bereits das (Standard)-Profil. Über die Schaltfläche Einstellungen auf der rechten Seite erreichen Sie den Einrichtungsdialog, in dem Sie auf insgesamt sieben Registern die Einstellungen des Druckertreibers festlegen. Die Register Allgemein, Ränder, Treiber-Einstellungen und Filter erreichen Sie aus jedem Programm, das drucken kann; an die anderen Einstellmöglichkeiten in den Registern Bilder, Text und HP-GL/2 kommen Sie nur über das Kontrollzentrum heran.

Sollten Bilder "absaufen", also zu dunkel ausgedruckt werden, ändern Sie das im Register Bilder: Erhöhen Sie dort den Wert für Helligkeit. Möglich sind Werte von 0 bis 200, die Voreinstellung ist 100. Höhere Werte hellen Bilder im Druck auf, niedrigere Werte dunkeln den Ausdruck der Bilder ab. Rechts sehen Sie eine grobe Vorschau darauf, wie sich eine Änderung auswirkt (Abbildung 6).

Falls Sie einen Farbdrucker besitzen, können Sie mit den Schiebereglern Farbton und Sättigung die entsprechenden Werte anpassen. Bei der Sättigung ist der Vorgabewert ebenfalls 100. Wenn Sie ihn erhöhen, wird mehr Tinte oder Toner verbraucht. Stellen Sie den Schieberegler dagegen auf 0, werden Farbbilder in Schwarz-Weiß gedruckt.

Der Gamma-Regler hilft beim Einstellen des so genannten Gammakorrekturwertes. Das ist ein Ausgleichsfaktor, der das Helligkeitsprofil eines Bildes bestimmt. Der Wert kann von 1 bis 3000 reichen, in der Voreinstellung steht er auf 1000. Erhöhen Sie diesen Wert, wird das Bild heller gedruckt, unter 1000 dann dunkler. Im Gegensatz zu den anderen Werten ist eine Gammakorrektur in der Vorschau nicht zu sehen.

Abbildung 6: Erhellend: Ein Wert über 100 druckt Bilder heller, unter 100 kommen sie dagegen dunkler aufs Papier.

Tipp: Schriftart und -größe für Textdateien anpassen

In grafischen Desktop-Umgebungen wird das Aussehen einer Datei in der Textverarbeitung oder anderen Programmen bestimmt – und genauso gedruckt, wie es am Monitor zu sehen ist. Früher hingegen wurden in Linux häufiger reine Textdateien gedruckt. Die schickte der Benutzer dann mit dem lpr-Befehl von einer Konsole zum Drucker. Diese Dateien zeichneten sich dadurch aus, dass sie ohne Auszeichnungen wie fett und kursiv aufs Papier kamen. Standardmäßig war die Schrift meist zehn Punkt groß, auf ein DIN-A4-Blatt passten 60 Zeilen – wie bei einer Schreibmaschine.

Das ist auch heute noch die Standardgröße, allerdings können Sie diese ändern. Dazu starten Sie das Kontrollzentrum (mit [Alt]+[F2] und kcontrol) und öffnen unter Angeschlossene Geräte die Drucker. Markieren Sie Ihr Druckermodell in der Liste rechts, wechseln Sie darunter auf das Register Profil und klicken Sie auf die Schaltfläche Einstellungen.

Im Konfigurationsdialog öffnen Sie das Register Text. Hier stellen Sie im Bereich Textformat die gewünschte Zeichengröße ein. Über das Feld Zeichen pro Zoll legen Sie fest, wie viele Zeichen in eine Zeile passen sollen; der Standardwert ist 10 (Abbildung 7). Aus dem Wert unter Zeilen pro Zoll ergibt sich, wie viele Zeilen auf ein Blatt Papier passen; die Voreinstellung ist 6. Geben Sie höhere Werte in beiden Feldern ein, passt mehr auf ein Blatt Papier, allerdings wird auch die Schriftart kleiner.

Abbildung 7: Mehr sehen: Reine Textdateien werden üblicherweise mit zehn Zeichen pro Zoll gedruckt. Ein kleinerer Wert macht die Schrift größer und besser lesbar.

Tipp: Verlaufsspeicher im Konqueror schnell löschen

Wenn Sie mit dem Konqueror im World Wide Web unterwegs sind, speichert er dreierlei Daten auf Ihrem Computer: Grafiken, Bilder und HTML-Daten im Zwischenspeicher, Cookies von Websites und eine Liste der besuchten Seiten im Verlaufsspeicher.

Ist der Verlaufsspeicher zu groß oder möchten Sie einige Einträge entfernen, geht das am schnellsten so: Wählen Sie in Konqueror Gehe zu / Verlauf. Daraufhin erscheint links der Navigationsbereich mit dem Verlaufsspeicher. Um ihn zu leeren, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf einen Eintrag und wählen aus dem Kontextmenü den Eintrag Verlaufsspeicher löschen (Abbildung 8). Die folgende Sicherheitsabfrage bestätigen Sie mit Löschen. Anstelle des gesamten Verlaufsspeichers können Sie auch nur einen Eintrag löschen.

Abbildung 8: Und weg …: Mit zwei Klicks im Navigationsbereich löschen Sie den gesamten Verlaufsspeicher des Konquerors.

Tipp: Alle Browser-Daten in einem Rutsch löschen

Wenn Sie neben dem Verlaufsspeicher auch die Cookies löschen und den Zwischenspeicher leeren wollen, geht das im Konqueror nur über den Einrichten-Dialog, den Sie mit Einstellungen / Konqueror einrichten öffnen. Dort finden Sie Schaltflächen zum Löschen in den Menüs Verlaufsbereich, Cookies (im Register Verwaltung) und Zwischenspeicher. Das ist aber recht umständlich. Eine schnellere Möglichkeit, die Daten zu löschen, finden Sie im Kontrollzentrum, das Sie mit [Alt]+[F2] und kcontrol starten. Wechseln Sie dort zum Punkt Sicherheit & Privatsphäre und klicken Sie dann auf Privatsphäre. Hier können Sie gleich zehn Speicher auf einmal leeren:

  • mit Befehlsspeicher den Speicher des Schnellstartfensters
  • Gespeicherte Inhalte der Zwischenablage entfernt alle Einträge aus dem Programm Klipper
  • mit Schnellstartmenü die Liste der zuletzt gestarteten Programme
  • die Liste der Zuletzt geöffneten Dokumente
  • den Zwischenspeicher für die Minivorschau mit allen Miniaturbildern
  • mit Aufgerufene Webseiten den Konqueror-Verlaufsspeicher
  • alle Cookies, die von Websites auf Ihrem Rechner gespeichert wurden
  • die Einträge zur automatischen Formularausfüllung, so dass in allen bisher benutzten Web-Formularen beim Aufruf keine Daten mehr eingetragen werden
  • Webseiten-Symbole (Favicons), die sonst beim Aufruf einer Site ebenfalls auf Ihrem Rechner gespeichert werden
  • sowie den Zwischenspeicher für Webseiten

Wollen Sie nur wenige löschen, klicken Sie am besten auf Keine Auswahl und markieren anschließend die entsprechenden Einträge. Mit der Schaltfläche Bereinigen leeren Sie dann die Speicher. Darunter zeigt KDE sofort an, welche Speicher bereinigt wurden (Abbildung 9).

Hinweis: Diese Methode hat gegenüber dem Löschen den zusätzlichen Vorteil, dass tatsächlich alle Daten entfernt werden – also auch die Website-Symbole und die Daten aus Web-Formularen.

Abbildung 9: Alles fort: Zuverlässig löschen Sie die Zwischenspeicher und andere auf Ihrem Rechner gespeicherte Daten im KDE-Kontrollzentrum.

Tipp: Web-Seite komplett sichern

Je nachdem, welchen Web-Browser Sie einsetzen, sind unterschiedliche Befehle notwendig, um eine Web-Seite mit allen Elementen zu sichern. Während beispielsweise Firefox mit Datei / Seite speichern unter möglichst alle Elemente einer Seite speichert, ist das in Konqueror umständlicher: Dort speichern Sie über den Menüpunkt Dokument / Speichern unter lediglich die HTML-Datei.

Wollen Sie eine Web-Seite komplett sichern, wählen Sie in Konqueror Extras / Webseite archivieren. Im folgenden Dialog können Sie dann die Seite als sogenanntes Web-Archiv (Dateiendung .war) sichern. Damit landen alle zur Darstellung erforderlichen Dateien auf Ihrem Rechner (Abbildung 10).

Abbildung 10: Ab ins Archiv: Konqueror zeigt, welche Dateien er von einer Web-Seite wo speichert.

Tipp: CDDB-Informationen abrufen

Um Audio-CDs zu kodieren, gibt es in KDE das Programm KAudioCreator. Das holt sich die Informationen über Interpret und Titel aus einer freien CD-Datenbank unter http://freedb.freedb.org. Falls jedoch die Fehlermeldung erscheint, dass die Informationen nicht geholt werden können, kann das daran liegen, dass das Programm sie nicht im Internet, sondern nur in einem Verzeichnis Ihres Rechners sucht – wo es zunächst keine gibt.

Von wo die Daten abgerufen werden, kontrollieren Sie so: Wählen Sie Einstellungen / KAudioCreator einrichten. Im erscheinenden Fenster wechseln Sie zum Punkt CDDB. Hier sollte im Register Abfrage als Modus einer der Einträge Lokal und Fremdrechner oder Nur Fremdrechner ausgewählt sein. Im ersten Fall wird überprüft, ob die Daten bereits auf dem eigenen Computer im versteckten Verzeichnis .cddb Ihres Home-Verzeichnisses gespeichert sind; falls ja, wird auf die Internetabfrage verzichtet. Die andere Option fragt die Titelinformationen jedes Mal aus dem Internet ab.

Wenn Sie die Option umgestellt haben, müssen Sie anschließend allerdings noch mit Datei / CDDB-Anfrage die Informationen aus der Internet-CD-Datenbank abrufen (Abbildung 11).

Abbildung 11: Auf Abruf: Erst wenn Sie die CD-Abfrage im Internet machen, werden Titelinformationen abgerufen.

Tipp: Audio-CD-Informationen bearbeiten

Falls Sie CD-Informationen in KAudioCreator nicht selbst eingeben, sondern aus der freien CD-Datenbank abfragen, kommt es hin und wieder vor, dass Sie Rechtschreibfehler oder falsche Daten korrigieren wollen. Das geht so: Öffnen Sie in KAudioCreator den CD-Editor mit Datei / Album bearbeiten. Nun können Sie den Namen des Künstlers und andere Daten wie den CD-Titel, das Erscheinungsjahr oder das Genre, ändern (Abbildung 12). Wollen Sie den Titel eines Stücks korrigieren, klicken Sie doppelt darauf, um es direkt in der Liste zu editieren.

Abbildung 12: Hand anlegen: Nicht alle Informationen aus der freien CD-Datenbank sind korrekt. In diesem Dialog ändern Sie die Daten.

Tipp: Dateinamen für Musikstücke ändern

In KAudioCreator legen Sie unter Einstellungen / KAudioCreator einrichten im Menü Kodierer fest, wo und mit welchen Dateinamen das Programm kodierte Musikstücke speichert. Die Voreinstellung für MP3-Dateien ist beispielsweise

~/%{extension}/%{albumartist}/%{albumtitle}/%{artist} - %{number} - %{title}.%{extension}

Hier steht die Tilde (~) für das Home-Verzeichnis. Darin wird ein weiterer Verzeichnispfad aus der Dateierweiterung (extension), dem Künstlernamen (albumartist) und dem CD-Titel (albumtitle) erzeugt. In diesem Verzeichnis landen dann die Musikstücke. Die Dateinamen bestehen aus dem Künstlernamen, der Stücknummer (number), dem Titel (title) und der Dateierweiterung. Die Variablen werden dabei jeweils in eckige Klammern gesetzt, davor muss ein Prozentzeichen (%) stehen. Das Ergebnis sieht dann beispielsweise so aus:

/home/thomas/mp3/Amy Winehouse/Back To Black/Amy Winehouse - 01 - Rehab.mp3

Dieses Schema ist an zwei Stellen verbesserungswürdig: Einerseits bietet es sich an, das erste Verzeichnis music oder ähnlich zu nennen statt die Dateierweiterung zu verwenden; denn dann wandern auch FLAC- und Ogg-Vorbis-Dateien ins gleiche Musikverzeichnis. Außerdem ist es überflüssig, dass der Künstlername ein weiteres Mal im Dateinamen auftaucht. Um das zu ändern, muss das Schema im Bereich Pfad zu der kodierten Datei wie folgt geändert werden:

~/music/%{albumartist}/%{albumtitle}/%{number} - %{title}.%{extension}

Wenn Sie nun eine Audio-CD kodieren, speichert KAudioCreator die Datei anschließend etwa so ab:

/home/thomas/music/Amy Winehouse/Back To Black/01 - Rehab.mp3

Tipp: Wenn Sie wissen wollen, wie sich Ihre Änderungen auswirken, klicken Sie auf Assistent. Dort wird sofort das Speicherschema des Dateinamens angezeigt (Abbildung 13).

Abbildung 13: Einfaches Anpassen: Mit Hilfe des Assistenten bringen Sie KAudioCreator die gewünschten Dateinamen für Musikstücke bei.

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