Tipp: Was tun gegen schlechten Druck von Bildern?

Wer aus einem Programm drucken will, kann von dort auch auf die Konfiguration des Druckers zugreifen – allerdings nicht auf alle Einstellungen. Manche, wie zum Beispiel die Farbeinstellungen, über die Sie Bilder heller oder dunkler ausdrucken, erreichen Sie nur über den Konfigurationsdialog im KDE-Kontrollzentrum.

Das Kontrollzentrum starten Sie über ein Schnellstartfenster ([Alt]+[F2]) und den Befehl kcontrol. Dort wechseln Sie über Angeschlossene Geräte zum Drucker. Markieren Sie in der Liste rechts denjenigen, auf dem ausgedruckt werden soll. Wechseln Sie darunter dann zum Register Profile. Hier steht bereits das (Standard)-Profil. Über die Schaltfläche Einstellungen auf der rechten Seite erreichen Sie den Einrichtungsdialog, in dem Sie auf insgesamt sieben Registern die Einstellungen des Druckertreibers festlegen. Die Register Allgemein, Ränder, Treiber-Einstellungen und Filter erreichen Sie aus jedem Programm, das drucken kann; an die anderen Einstellmöglichkeiten in den Registern Bilder, Text und HP-GL/2 kommen Sie nur über das Kontrollzentrum heran.

Sollten Bilder "absaufen", also zu dunkel ausgedruckt werden, ändern Sie das im Register Bilder: Erhöhen Sie dort den Wert für Helligkeit. Möglich sind Werte von 0 bis 200, die Voreinstellung ist 100. Höhere Werte hellen Bilder im Druck auf, niedrigere Werte dunkeln den Ausdruck der Bilder ab. Rechts sehen Sie eine grobe Vorschau darauf, wie sich eine Änderung auswirkt (Abbildung 6).

Falls Sie einen Farbdrucker besitzen, können Sie mit den Schiebereglern Farbton und Sättigung die entsprechenden Werte anpassen. Bei der Sättigung ist der Vorgabewert ebenfalls 100. Wenn Sie ihn erhöhen, wird mehr Tinte oder Toner verbraucht. Stellen Sie den Schieberegler dagegen auf 0, werden Farbbilder in Schwarz-Weiß gedruckt.

Der Gamma-Regler hilft beim Einstellen des so genannten Gammakorrekturwertes. Das ist ein Ausgleichsfaktor, der das Helligkeitsprofil eines Bildes bestimmt. Der Wert kann von 1 bis 3000 reichen, in der Voreinstellung steht er auf 1000. Erhöhen Sie diesen Wert, wird das Bild heller gedruckt, unter 1000 dann dunkler. Im Gegensatz zu den anderen Werten ist eine Gammakorrektur in der Vorschau nicht zu sehen.

Abbildung 6: Erhellend: Ein Wert über 100 druckt Bilder heller, unter 100 kommen sie dagegen dunkler aufs Papier.

Tipp: Schriftart und -größe für Textdateien anpassen

In grafischen Desktop-Umgebungen wird das Aussehen einer Datei in der Textverarbeitung oder anderen Programmen bestimmt – und genauso gedruckt, wie es am Monitor zu sehen ist. Früher hingegen wurden in Linux häufiger reine Textdateien gedruckt. Die schickte der Benutzer dann mit dem lpr-Befehl von einer Konsole zum Drucker. Diese Dateien zeichneten sich dadurch aus, dass sie ohne Auszeichnungen wie fett und kursiv aufs Papier kamen. Standardmäßig war die Schrift meist zehn Punkt groß, auf ein DIN-A4-Blatt passten 60 Zeilen – wie bei einer Schreibmaschine.

Das ist auch heute noch die Standardgröße, allerdings können Sie diese ändern. Dazu starten Sie das Kontrollzentrum (mit [Alt]+[F2] und kcontrol) und öffnen unter Angeschlossene Geräte die Drucker. Markieren Sie Ihr Druckermodell in der Liste rechts, wechseln Sie darunter auf das Register Profil und klicken Sie auf die Schaltfläche Einstellungen.

Im Konfigurationsdialog öffnen Sie das Register Text. Hier stellen Sie im Bereich Textformat die gewünschte Zeichengröße ein. Über das Feld Zeichen pro Zoll legen Sie fest, wie viele Zeichen in eine Zeile passen sollen; der Standardwert ist 10 (Abbildung 7). Aus dem Wert unter Zeilen pro Zoll ergibt sich, wie viele Zeilen auf ein Blatt Papier passen; die Voreinstellung ist 6. Geben Sie höhere Werte in beiden Feldern ein, passt mehr auf ein Blatt Papier, allerdings wird auch die Schriftart kleiner.

Abbildung 7: Mehr sehen: Reine Textdateien werden üblicherweise mit zehn Zeichen pro Zoll gedruckt. Ein kleinerer Wert macht die Schrift größer und besser lesbar.

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