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Motorola Rokr Z6 und Razr V8

10.04.2008
Aktuelle Mobiltelefone glänzen meist durch gelungenes Design und viele Zusatzfunktionen, sind aber nicht besonders Linux-freundlich. Hiervon machen auch Motorola-Handys mit Linux-Betriebssystem keine Ausnahme.

Dieser Artikel zeigt, wie Sie mit den Motorola-Handys Rokr Z6 [1] und Razr V8 [2] unter Linux kommunizieren und Daten austauschen. Da beide Mobiltelefone auf Linux-Basis arbeiten, werden die Motorola-Handys auch oft als Linux-Telefone bezeichnet. Die Linux-Kompatibilität der zwei getesteten Telefone ist aber nicht besser als bei üblichen Handys (siehe Kasten "Kein Open-Source-Handy"). Details zu den Mobiltelefonen finden Sie in der Tabelle "Rocker und Raser".

Kein Open-Source-Handy

Beide getesteten Motorola-Mobiltelefone setzen als Betriebssystem ein speziell angepasstes Linux ein. Dennoch kann man bei den Handys nicht von Linux-Telefonen sprechen, denn die grafische Oberfläche JUIX ist komplett in Java programmiert und der Zugang zum darunterliegenden Betriebssystem ist weitgehend versperrt. Zudem sind kaum freie Anwendungen von Drittanbietern im Internet verfügbar. So fehlen zum Beispiel ein Mediaplayer für das freie OGG-Vorbis-Format sowie Tools, um das Telefon mit einem Linux-Rechner zu synchronisieren.

Rocker und Raser

 
  Rokr Z6 Razr2 V8
Hersteller Motorola Motorola
Netzunterstützung Quad-Band Quad-Band
Datenverbindungen WAP, GPRS WAP, GPRS
Interner Speicher 64 MByte 512 MByte
Speicherkartenslot Ja Nein
Unterstützte Audioformate MP3, WMA (inkl. DRM), AAC MP3, WMA (inkl. DRM), AAC
Kamera 2 Megapixel 2 Megapixel
Besonderes 1 GByte Speicherkarte enthalten
Gewicht 107 g 118 g
Preis ca. (ohne Vertrag) 200 Euro 250 Euro

Der Rocker

Das Rokr Z6 gehört zur Familie der Musik-Handys von Motorola. Es spielt neben MP3-Dateien auch mit DRM geschützte Musikstücke im Windows-Media-Format und das AAC-Format ab, aber keine Ogg-Vorbis-Dateien. Als Musikplayer verfügt das Handy über einen 1 GByte großen Speicher in Form einer Micro-SD-Karte. Diese Karte können Sie über den ebenfalls beiliegenden Adapter und einen Kartenleser mit Musik, Bildern oder anderen Dokumenten füllen. Das Handy unterstützt das Bluetooth-Profil A2DP. Damit können Sie Ihre Lieblingsstücke in Stereoqualität auf einen Bluetooth-Kopfhörer übertragen. Die Klangqualität ist dabei sehr gut.

Etwas schwieriger ist es, auf die Speicherkarte zuzugreifen, wenn sich diese im Handy befindet. Dazu gibt es zwei Möglichkeiten: Sie verbinden das Handy über das USB-Kabel mit dem Rechner oder stellen eine Bluetooth-Verbindung her. Der zweite Weg ist einfacher und erlaubt den Zugriff auf beinahe alle Dateien des Handys. Allerdings arbeitet Bluetooth etwas langsam, so dass Sie mindestens eine halbe Stunde brauchen, um ein komplettes Album im MP3-Format von Ihrem Rechner auf das Handy zu kopieren.

Über das USB-Kabel funktioniert der Datentransfer deutlich flotter, allerdings können Sie so nur auf Bilder und MP3-Dateien zugreifen, da Linux das Motorola-Handy als MTP-Gerät erkennt und behandelt [3]. Im Menü beider Telefone gibt es unter Verbindungen / USB-Einstellung zwar den Eintrag Speicherkarte, wodurch Linux das Gerät eigentlich als USB-Massenspeicher erkennen sollte. In unseren Tests kam mit dieser Einstellung allerdings überhaupt keine Verbindung zu Stande.

Der Raser

Das Razr V8 spielt ebenfalls MP3-, AAC- und Windows-Media-Dateien ab und kann über Bluetooth Musik in Stereoqualität übertragen. Anders als das Rokr Z6 verfügt das schlanke Klapphandy jedoch nur über 512 MByte internen Speicher und keinen Erweiterungsslot. Die übrigen Fähigkeiten und die Menüführung entsprechen denen des Rokr-Geräts.

Durch das doppelte Display bietet das Razr-Handy allerdings einige besondere Features: So können Sie zum Beispiel Kurznachrichten lesen, ohne das Telefon aufzuklappen. Sehr gut gefiel in den Tests, dass sich der Mediaplayer über spezielle Sensortasten auch in geschlossenem Zustand steuern lässt.

Wir beschreiben im Folgenden, wie Sie über das USB-Kabel oder per Bluetooth mit den Motorola-Telefonen kommunizieren.

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