Blogs lesen für Einsteiger

Auch wenn Sie nicht planen, ein eigenes Blog zu eröffnen, lesen Sie womöglich hin und wieder gern Neues zu einem bestimmten Thema. Eine ganz einfache Methode, um Blogeinträge zu verfolgen, bietet wieder der Browser Firefox.

  1. Rufen Sie ein Blog auf, das einen RSS-Feed anbietet, erscheint oben rechts in der Adressleiste das bereits erwähnte Icon.
  2. Klicken Sie auf dieses Icon, sehen Sie eine schlichte HTML-Seite, die sämtliche Nachrichten der Seite in einem sehr spartanischen Layout präsentiert. In der Adresszeile finden Sie die Webadresse der Feed-Datei und darunter ein Drop-down-Menü mit der Beschriftung Dynamisches Lesezeichen sowie den Button Jetzt abonnieren (Abbildung 7).
  3. Klicken Sie auf Jetzt abonnieren, landet das dynamische Lesezeichen in der Lesezeichenleiste von Firefox.
  4. Klicken Sie nun auf das neue Lesezeichen, öffnet sich ein Drop-down-Menü, das Ihnen die letzten Einträge im Blog zeigt. Auf diese Weise behalten Sie besonders interessante Seiten im Auge.

Für Journalisten wird der Platz in der Lesezeichenleiste allerdings schnell knapp. Wer täglich über 100 Blogs durchforstet, braucht etwas mehr Komfort.

Abbildung 7: Über einen Klick mit der Maus auf das RSS-Icon in der Adressleiste, lässt sich der RSS-Feed einer Webseite recht bequem abonnieren.

Viele Blogs lesen

Feed Reader holen mit einer Regelmäßigkeit, die Sie selbst festlegen, die RSS-Feeds diverser Seiten ab. Die jeweilige Adresse eines RSS-Feeds finden Sie heraus, indem Sie im Quelltext einer Webseite nachschauen. Da steht dann etwa:

<link rel="alternate" type="application/rss+xml" title="Linux-Community RSS-Feed News" href="http://www.linux-community.de/Ticker/news.rdf">

Die Feed-Adresse steht hier hinter HREF und lautet http://www.linux-community.de/Ticker/news.rdf. Einfacher geht's aber, wenn Sie im Firefox auf das kleine RSS-Icon klicken. Dann erscheint die Adresse direkt in der Adressleiste. Sie kopieren sie nur und ergänzen sie im Feed Reader.

Für Linux gibt es Dutzende von Feed Readern, dazu gehören etwa Blam, Evolution-RSS, Thunderbird, Straw, Bottom Feeder und Eclipse RSS Reader. Sogar auf der Kommandozeile lesen Sie dank Snownews, Newsbeuter und Raggle die neuesten Einträge in der Blogosphäre.

Im Alltag bewährt hat sich das KDE-Programm Akregator. Es kennt RSS und Atom und nutzt Konqueror, um die Webseiten anzuzeigen. Sie können wichtige News mit einem Fähnchen markieren und bestimmen, nach wie vielen Tagen alte Nachrichten verfallen und verschwinden. In Gruppen sortieren Sie die eingehenden Feeds thematisch. Schließen Sie das Programmfenster, erscheint ein Icon in der Fußleiste, das Ihnen neu eingehende Nachrichten anzeigt.

Nutzen Sie den Gnome-Desktop, gibt Liferea einen guten Reporter ab. Das Tool bringt einen ähnlichen Funktionsumfang wie Akregator mit, allerdings können Sie markierte, wichtige Neuigkeiten in einem eigenen Ordner sammeln. Beide Feed Reader installieren Sie unter OpenSuse 10.2 und 10.3 sowie Ubuntu 7.10 einfach über den Paketmanager.

Um die Feed-Adressen auch über Festplatten-Crashs und Systemimplosionen zu retten, sollten Sie sie exportieren und sichern. Wie bei E-Mail-Adressbüchern sammeln sich im Laufe der Zeit eine Menge nützlicher RSS-Feeds an. Es ist ärgerlich, wenn Sie die Liste wieder neu aufbauen müssen.

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