Blogs via RSS und Atom verbreiten

Was bringt Ihnen ein Blog, wenn es niemand liest? Es ist sehr müßig für Besucher, jeden Tag Ihre Seiten aufzusuchen, um zu erfahren, ob es schon neue Einträge gibt. Hier kommen die so genannten RSS-Feeds (siehe Kasten RSS und Atom) ins Spiel. RSS steht für RDF Site Summary, RDF wiederum ist die Abkürzung von Resource Description Framework. RSS-Feeds fassen die Überschriften und die wichtigsten Informationen zu den Nachrichten auf einer Seite in einer XML-Datei zusammen. Ob eine Webseite einen RSS-Feed anbietet, erkennen Sie bei manchen Webbrowsern am Icon rechts in der Adressleiste. Dort finden Sie entweder das Symbol aus Abbildung 6 oder schlicht das Wort RSS. Fehlt das Symbol, bietet die Seite keinen Feed an.

Abbildung 6: Man muss schon sehr genau hinschauen: Das Icon rechts in der Adressleiste kündigt einen vorhandenen RSS-Feed an.

Anwender abonnieren RSS-Feeds mit Hilfe von Feed Readern. Diese laden in regelmäßigen Abständen die XML-Dateien mit den neuen Informationen herunter, die auch Links zu den konkreten Artikeln anbieten. Es ist also nicht mehr nötig, die Seite zu besuchen, um zu erfahren, ob es neue Einträge gibt und worum es darin grob geht.

Geschichte von RSS und Atom

Die erste Version 0.90 von RSS stammt aus dem Jahr 1999 und basiert auf einer Netscape-Technologie. Als heutiger RSS-Standard gilt die von der Firma Userland Software entwickelte Version 2.0. Hier bedeutet die Abkürzung RSS nun plötzlich Really Simple Syndication, weil RSS 2.0 nicht mehr auf RDF basiert. Obwohl Sie nicht abwärtskompatibel zu RSS 0.9x ist, gilt sie inzwischen als Standard für RSS-Feeds.

Das brachte einige Entwickler dazu, ein freies XML-Format namens Atom zu entwickeln, um neue Einträge zu verbreiten. RSS und Atom sind nicht kompatibel. Atom nutzt ASF, das Atom Syndication Format. Die aktuelle Atom-Spezifikation basiert auf einem Entwurf der Internet Engineering Taskforce (IETF) von 2005, dem RFC 4287 [14]. Im Unterschied zu RSS können Sie im Atom-Format recht genau spezifizieren, in welcher Verpackung Sie die Beschreibungen von Seiteninhalten verschicken, etwa als reinen Text oder im HTML-Format. Der Feed Reader passt die dargestellten Inhalte dann grafisch besser an.

RSS-Feeds anbieten

Fertig-Blogs wie sie LiveJournal oder Blogger.com anbieten, bringen die nötigen XML-Dateien für RSS-Feeds automatisch mit. Das gilt auch für Blogging-Systeme wie Wordpress und Movable Type Open Source.

Sie müssten Feeds theoretisch selbst erzeugen, wenn Sie eine HTML-Seite verwalten und diese stets mit neuen Beiträgen füttern. Solche Feeds können durchschnittliche Anwender allerdings nicht ohne Weiteres erstellen, dazu gehören ein paar Programmierkenntnisse.

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