Browser-Erweiterungen

Firefox-Nutzer erleichtern sich mit den Erweiterungen Scribefire [8] und Deepest Sender [9] den Blogging-Alltag. Die Add-ons klinken sich in den Browser ein und füttern Ihr Online-Blog automatisch. Per Mausklick erreichen Sie die Erweiterung jederzeit schnell und schreiben, wenn Ihnen gerade etwas einfällt.

Um eine Erweiterung zu installieren, besuchen Sie die Projekt-Webseite und klicken auf den grünen Link, auf dem Installieren steht und dann auf den Knopf Jetzt installieren. Nach einem Neustart des Browsers können Sie die Erweiterung nutzen: Für Scribefire erscheint beispielsweise ein kleines oranges Icon in der Fußleiste. Klicken Sie darauf, legt sich ein Eingabefenster über das halbe Browserfenster (Abbildung 4). Dort geben Sie den Text ein und klicken dann auf Publish to "Ihr Blogname", um ihn zu veröffentlichen. Vorher müssen Sie der Erweiterung noch mitteilen, wo Sie Ihr Blog betreiben. Das funktioniert über den Add-Button im Reiter Blogs. Ein Wizard begleitet Sie beim Einrichten des Blogs und fragt unter anderem die Internet-Adresse Ihres Weblogs bei Wordpress oder Blogger ab. Ein weiterer Klick auf das orangene Icon lässt das Eingabefeld wieder in der Fußleiste verschwinden. Kleiner Nachteil: Scribefire redet nur Englisch.

Das tut auch die Erweiterung Deepest Sender, über die Sie ebenfalls zahlreiche Online-Blogs füttern können. Auch sie bringt einen WYSIWYG-Editor mit, der es erlaubt, die eigenen Eingaben recht einfach zu bearbeiten. Allerdings ist die Erweiterung weniger gut integriert. Scribefire lässt sich intuitiver und einfacher bedienen und meldet Sie zudem automatisch bei den Online-Diensten an, was Deepest Sender nur auf eine ausdrückliche Aufforderung hin tut.

Abbildung 4: Scribefire ist eine Erweiterung für Firefox mit der Sie per Mausklick eine Oberfläche aufrufen, über die Sie Ihr Blog betanken.

Manche Anwender nutzen nicht nur einen Dienst, sondern gleich zehn oder mehr. Diese Kommunikationswunder dürfte der so genannte "Social Browser" Flock [10] interessieren: Er basiert auf Mozilla und orientiert sich speziell an den Bedürfnissen von Vollzeit-Bloggern und Web-2.0-Nutzern.

  1. Sie kopieren das Browser-Archiv von der Heft-DVD in einen Ordner in Ihrem Home-Verzeichnis.
  2. Drücken Sie [Alt]+[F2] und geben Sie konsole ein, um ein Terminalfenster zu öffnen. Navigieren Sie auf der Konsole mit cd Verzeichnisname in das Flock-Verzeichnis.
  3. Über den Befehl tar xvzf flock-version.tar.gz entpacken Sie das Archiv. Dann wechseln Sie mit cd in das neu entstandene Unterverzeichnis.
  4. Abschließend geben Sie ./flock ein, um den Browser aufzurufen. Das wars schon.

Im Sidebar auf der linken Seite sehen Sie nun alle Dienste, die Sie über den Browser mit Daten füttern können (Abbildung 5). Ein Klick auf einen der Einträge genügt dann, damit der Browser die passende Webseite aufruft.

Abbildung 5: Der "Social Browser" Flock erfreut Sie mit einem einfachen Zugang zu einer Armada von Web-2.0-Diensten.

Konsolenblog

Damit auch der hart arbeitende Server-Administrator zwischendurch mal Dampf ablassen kann, gibt es unter Linux auch Blogging-Werkzeuge für die Konsole. Für den Einsteiger eignen sich Programme wie Nanoblogger und Bash Blogger sicher nicht: Sie richten sich eher an Anwender, die auf einem eigenen Server ein Blog betreiben (siehe Kasten Eigenes Blog betreiben). Nanoblogger ist dabei die ausgefeiltere Variante. Mit Hilfe von Shell-Befehlen wie sed, cat und grep erstellt das Tool statische HTML-Seiten mit Blog-Einträgen, die dann auf dem Server landen.

Eigenes Blog betreiben

Profis nutzen gern die Möglichkeit, ein Blog auf einem eigenen Server zu betreiben. Auch dafür bietet Linux ausgefeilte Lösungen. Mit den nötigen Kenntnissen passen Sie diese Blogs grafisch an Ihre persönlichen Bedürfnisse an. Auf Wordpress [11], Movable Type [12] und Serendipity [13] bloggen dabei mehrere Anwender zugleich, die sich eigene Profile anlegen und Bilder hochladen dürfen. Der Administrator legt fest, welche Rechte die Nutzer haben. Diese Profisysteme sind für den Durchschnitts-Blogger allerdings ziemlicher Overkill. Wordpress nutzen zum Beispiel Apple, die New York Times sowie das Wall Street Journal.

Movable Type Open Source (MTOS) ist ein weiteres Blogging-System, das seit Dezember letzten Jahres unter der freien Softwarelizenz GPL steht. Die vor allem im amerikanischen Raum beliebte Plattform für Blogger nutzen auch Unternehmen wie Boeing, American Express und die Washington Post.

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