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Füttern erlaubt

Blogs lesen, schreiben und verbreiten

10.04.2008
Bloggen geht auch unter Linux. Welche Tools es hier gibt, um zu bloggen, die Texte bequem zugänglich zu machen und die virtuellen Logbücher anderer Menschen zu lesen, zeigt dieser Artikel.

Als Journalisten, die ständig über Neuigkeiten berichten, nutzen auch wir – die Redakteure von EasyLinux – häufig Blogs. Die interessantesten Entwicklungen posaunen Firmen und Open-Source-Projekte nicht unbedingt über ihre Marketing-Leute in die Welt hinaus. Sie verstecken sich vielmehr in unscheinbaren Blogeinträgen von Mitarbeitern.

Blogs gibt es nicht nur im Computerbereich: Egal welches Hobby Sie haben, jemand wird im Internet darüber schreiben. Gerade Linux-Nutzer leben von den zahllosen, im Netz verstreuten Tipps und Tricks für das freie Betriebssystem. Wie Sie diese Quellen anzapfen oder Ihre eigenen Erfahrungen mit Linux weitergeben und welche Tools Ihnen dabei helfen, schildert dieser Artikel.

Die Blogosphäre

Der Begriff Blogosphäre ist nun Jahre alt und bezeichnet die Gesamtheit der Weblogs und ihre Verbindungen zueinander. Bei den einzelnen Weblogs ("Blog" ist eine Kurzform von "Weblog") handelt es sich, um öffentliche Logbücher. Das unterscheidet sie von Tagebüchern, die Menschen meist nur für sich selbst schreiben. Das regelmäßige Ergänzen dieser Weblogs um neue Texte heißt Bloggen. Blogs bestehen nicht nur aus Texten, sondern enthalten mittlerweile auch Bilder, Videos und Audiodateien.

Im Laufe der Jahre haben sich verschiedene Blog-Typen herauskristallisiert: Über Corporate Blogs (die mitunter nur im internen Netzwerk funktionieren) tauschen sich Mitarbeiter in großen Firmen untereinander aus. So erfährt Mitarbeiter Schmitz etwa, was der Kollege nebenan eigentlich so treibt und dass die Kollegin aus Zimmer 314 gerade in Australien Urlaub macht.

Watchblogs funktionieren so ähnlich, befinden sich aber meist außerhalb einer Firma oder eines Projekts und begleiten dessen Entwicklung. Sie haben den Ruf, unabhängig und meist kritisch zu berichten. Bildblog [1] ist ein bekanntes Beispiel, und Groklaw [2] verfolgt seit Jahren die Gerichtsprozesse um die angeblichen Rechte der Firma SCO am Linux-Quellcode.

Nicht zuletzt gibt es Metablogs. Sie veröffentlichen keine eigenen Beiträge, sondern verweisen lediglich auf andere Blogs, die sich mit einem bestimmten Thema beschäftigen. Auch die so genannten Planets fallen in diese Kategorie: Sie bündeln die Einträge in Blogs, die Entwickler eines bestimmten Projekts schreiben. Beispiele dafür sind die Planets der Projekte OpenSuse [3] (Abbildung 1) und Ubuntu [4].

Abbildung 1: Planet Suse versammelt die Blog-Einträge verschiedener OpenSuse-Entwickler unter einem gemeinsamen Dach.

Bloggen erscheint auf den ersten Blick höchst demokratisch: Jeder kann seine Meinung der gesamten Welt mitteilen und so eine offene Diskussion beginnen. Tatsächlich gibt es aber eine Reihe von Hindernissen, die Nutzergruppen vom Bloggen ausschließen. Da wären die ökonomischen Voraussetzungen: In Gegenden ohne Internet oder mit sehr teuren Zugängen gibt es nur wenige Blogs und Blogger – etwa in weiten Teilen Afrikas. Ein zweites Hindernis ist die politische Zensur: Nicht nur in Staaten wie Ägypten und China landen Blogger noch regelmäßig im Gefängnis, wenn der Regierung ihre Meinung nicht passt. Nicht zuletzt gibt es technische Hindernisse, um die es in diesem Artikel geht. Auch das Bloggen setzt ein wenig technisches Wissen voraus.

Easy Blogging

Die einfachste und schnellste Möglichkeit, ein eigenes Blog zu starten, bieten vorgefertigte Blogs von Blogdienstleistern wie Blogger.com [5], LiveJournal [6] oder Wordpress [7]. Um dort ein Blog anzulegen, benötigen Sie lediglich einen Computer mit Internetanschluss und einen Browser. Sie rufen etwa die Adresse http://de.wordpress.com (Abbildung 2) auf, registrieren sich, melden sich mit Ihren neuen Login-Daten an und posten sofort Beiträge. In recht engen Grenzen können Sie diese Blogs auch Ihren optischen Vorlieben anpassen, Computerkenntnisse benötigen Sie kaum. Die Texte geben Sie über einen recht komfortablen Editor ein, der wie eine Textverarbeitung funktioniert: Um etwa ein Wort fett anzuzeigen, markieren Sie es und klicken auf ein kleines Icon mit einem fetten B (Abbildung 3). Die meisten Online-Services bieten Ihnen zudem die Möglichkeit, eigene Bilder und manchmal sogar Videos einzufügen. Vorgefertigte Blogs haben aber auch Nachteile: Die Blogger müssen sich stets neu einloggen. Erweiterungen schaffen Abhilfe.

Abbildung 2: Über die Webseite "wordpress.com" treten Sie in wenigen Minuten mit einem eigenen Blog der Blogosphäre bei.
Abbildung 3: Ein What-you-see-is-what-you-get-Editor (WYSIWYG) macht es leicht, die eigenen Einträge zu formatieren.

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