Suchspiel
Test: Desktop-Suchpmaschinen
Bedienung und Suche
Nach der Installation finden Sie in der KDE-Kontrollleiste ein spiralförmiges Icon. Ein Doppelklick darauf öffnet das Schnellsuchfeld, das Sie auch mit einem Doppelklick auf [Strg] öffnen. Schon während der Eingabe zeigt es in einer Liste die passenden Treffer an (Abbildung 6).
Ein Klick auf Desktop-Suche:<Suchbegriff> zeigt alle Treffer im Browser an, die Ausagbe unterscheidet sich optisch nur durch die Kategorienliste unter dem Eingabefeld vom Online-Pendant. Je nach Dateityp ordnet Google Desktop Treffer verschiedenen Einträgen wie Dateien, Medien oder Webprotokolle zu. Ein Klick darauf zeigt ausschließlich Suchergebnisse der gewählten Kategorie (Abbildung 7).
Um die Einstellungen der Desktopsuche zu verändern, klicken Sie auf den Link Desktop-Einstellungen links neben der Eingabeleiste. Über den Reiter Lokale Indizierung legen Sie fest, welche Dateitypen das Programm berücksichtigen soll und in welchen Verzeichnissen es das tut. Aktivieren Sie die Checkbox neben Gelöschte Elemente entfernen, bereinigt die Applikation den Suchindex, wenn eine Datei nicht mehr vorhanden ist. Unter Andere erreichen Sie erweiterte Funktionen. Anders als der Name vermuten lässt, aktivieren Sie damit allerdings keine zusätzlichen Funktionen, sondern erlauben es der Software, nicht personenbezogene Nutzungsdaten an einen Google-Server zu versenden. Angeblich handelt es sich dabei um Fehlerberichte, Suchgewohnheiten und statistische Werte. Die Software erlaubt es auch, einzelne Einträge aus dem Suchindex zu löschen.
Google: Fazit
Google legt mit der Desktopsuchmaschine ein grundsolides und durchdachtes Programm vor. Obwohl es sich noch in der Betaphase befindet, lief es im Test störungsfreier als diverse fertige Applikationen anderer Softwareschmieden. Bemerkenswert ist die Geschwindigkeit, mit der die Software Suchanfragen beantwortet: Es vergehen selten mehr als als 0,3 Sekunden, bis die Ergebnisse vorliegen.
Die Kategorisier- und Sortierfunktionen fallen im Vergleich zu Beagle eher mager aus. Auch der Umfang unterstützter Dateien ist gegenüber Beagle drastisch eingeschränkt. Google Desktop sucht zum Beispiel weder in gepackten Archiven noch kennt es speziellere Programme wie Gaim. Zusätzliche Plug-ins, die das ermöglichen würden, stehen lediglich für die Windows-Variante zur Verfügung. Dafür speichert die Software volltextindizierte Dateien komplett im Cache, bei Veränderungen sogar in verschiedenen Versionen.
Positiv fiel die umfangreiche und gut verständliche Dokumentation auf, die kaum Fragen offen lässt.



