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Suchspiel

Test: Desktop-Suchpmaschinen

Google Desktop

Mit Google Desktop hat der Suchmaschinenriese schon vor Jahren sein Betätigungsfeld auf die Datensuche auf lokalen Rechnern ausgedehnt, die Software stand jedoch bis vor Kurzem nur für Windows zur Verfügung. Die Linux-Variante startet nun einen Frontalangriff den freien Konkurrenten Beagle. Wir haben die die derzeit aktuelle Version 1.1.0 getestet.

Anders als Beagle unterliegt das Programm einer proprietären Lizenz und ist nicht quelloffen. Da es sich derzeit noch im Betastadium befindet, verbietet Google die Verbreitung auf Datenträgern, weswegen Sie die Software von der Herstellerseite als RPM-oder Debian-Paket herunterladen. Um Google Desktop zu installieren, starten Sie zunächst über das Schnellstartfenster ([Alt]+[F2]) mit der Eingabe von konsole ein Terminalfenster. Werden Sie danach mit su gefolgt vom Root-Passwort zum Administrator und installieren sie das Paket mit dem Kommando rpm -ivh google-desktop-linux.current.rpm. Benutzer von Ubuntu tippen stattdessen im Terminalfenster sudo dpkg -i google-desktop-linux_current_i386.deb.

Auf Googles Seite Linux Repositories[4] finden Sie alternativ Informationen darüber, wie Sie das Google Repository in den Paketmanager Ihrer Distribution einbinden. Beachten Sie, dass die Software nach der Installation unter anderem eine eindeutige ID sowie Informationen über die Installation an den Heimatserver versendet sowie automatisch Updates aus dem Netz nachlädt, wenn es welche gibt. Dieses Verhalten lässt sich vom Benutzer nicht beeinflussen.

Funktionsübersicht

Google Desktop verfolgt mit der Zweiteilung in Frontend und Indizierungs-Deamon die gleiche Strategie wie Beagle. Ein permanent laufender Dienst registriert im Hintergrund Veränderungen auf der Festplatte und ergänzt entsprechend den Suchindex. Anders als Beagle behält Google Einträge gelöschter Dateien auf Wunsch bei. Was zunächst unsinnig erscheint, erschließt sich schnell beim Betrachten der Suchergebnisse: Google hält im Volltext indizierte Dateien vollständig im Cache. So stehen Ihnen auch nach dem Löschen der Ursprungsdatei deren komplette Inhalte zur Verfügung. Darüber hinaus besitzt die Software eine Versionierungsfunktion, die Änderungen am Dokument registriert und weiteren Versionen anzeigt (Abbildung 5).

Abbildung 5: Ändert sich der Inhalt einer im Volltext indizierten Datei, hält Google Desktop auch die älteren Versionen vorrätig.

Google Desktop unterstützt bei der Volltextindizierung sowohl OpenOffice-Formate als auch MS-Office-Dokumente (Powerpoint, Excel, Word) PDF- und Postscript-Dateien. Von Bilddateien im PNG-, GIF-, oder JPG-Format erstellt die Software Thumbnail-Ansichten, die sie bei Treffern anzeigt. Eine Suche im Inhalt gepackter Dateien wie bei Beagle, kann Google Desktop allerdings nicht.

Google indiziert nicht nur E-Mails von Thunderbird, sondern auch Nachrichten auf dem Webmailer Google Mail, was aber ein entsprechendes Konto voraussetzt. Weitergehende Unterstützungen, beispielsweise von Instant-Messenger-Logs fehlen der Software allerdings. Zwar stehen auf der Webseite [5] diverse Indizierungs-Plug-ins zur Verfügung, welche die Fähigkeiten der Suchmaschine in die unterschiedlichsten Richtungen erweitern, jedoch laufen diese nur auf der Windows-Version des Programms.

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Thomas Leichtenstern

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