Bedienung und Suche

Die Benutzeroberfläche von Beagle starten Sie mit einen Klick auf das Hundekopf-Icon in der KDE-Kontrollleiste oder mit [F12]. Klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf, öffnet sich der Suchverlauf des Programms. Am oberen Fensterrand finden Sie die Sucheingabe, im rechten Drittel die Suchoptionen und im Zentrum den Ausgabebereich.

Die Grundeinstellungen des Programms öffnen Sie über den Button Einrichten... am Fußende des Fensters. Hier legen Sie fest, welche Verzeichnisse Beagle indizieren soll und welche davon ausgeschlossen werden (Abbildung 3). Weiterhin stellen Sie über das Backend ein, welche Dateitypen das Programm beim Indizieren berücksichtigt.

Abbildung 3: Beagle verwendt zum Indizieren bestimmter Dateitypen so genannte Backends, die Sie in den Einstellungen (de)aktivieren.

Um die Suche zu starten, geben Sie in der Eingabeleiste den gewünschten Begriff ein und drücken [Eingabe]. Verwenden Sie mehrere Suchbegriffe, erlaubt Beagle mit OR zwischen diesen eine logische ODER-Verknüpfung. Das bedeutet, dass entweder der eine oder der andere Begriff im Dokument auftauchen muss. Kennen Sie bestimmte Suchwörter nicht vollständig, ergänzen Sie diese mit Platzhaltern, so genannten Wildcards (*). Um nach einem bestimmten Dateityp zu suchen, verwenden Sie die Anweisung ext:"Dateityp". Für die Suche nach mehreren zusammenhängenden Wortern setzen Sie diese in Anführungszeichen ("). Groß- und Kleinschreibung ignoriert Beagle.

Ein Beispiel: Die Eingabe von ext:txt *bsd OR linux sucht in allen Textdokumenten nach Stellen, die entweder den Begriff Linux oder bsd mit beliebigen Vorzeichen (FreeBSD), NetBSD etc.) enthalten. Generell dürfen Sie Wildcards nicht nur am Anfang und Ende des Suchbegriffs sondern an einer beliebigen Stelle, beispielsweise free*sd, verwenden.

Die Ausgabe beeinflussen Sie wesentlich mit der Anzeigenspalte im rechten Drittel des Fensters (Abbildung 4), das sich jedoch erst auf den zweiten Blick als Bedienelement entpuppt. Während Sie im oberen Teil der durch Linien getrennten Felder die angezeigten Gruppen wie Bilder oder Medien festlegen, sortieren Sie im Mittelteil die Ausgabe nach Kriterien wie Relevanz, Typ und Name. Im unteren Teil legen Sie fest, wie alt die Datei ist, die Sie suchen.

Beagle zeigt in der Grundeinstellung pro Ausgabeseite 20 Treffer an. Um zwischen den Ausgabeseiten zu blättern, benutzen Sie die Buttons Vorherige Ergebnisse und Weitere Ergebnisse am unteren Fensterrand. Die gezielte Anwahl einer bestimmten Seite oder der Sprung ans Ende der Ergebnisliste erlaubt das Frontend allerdings nicht.

Abbildung 4: Die Filter- und Sortieroptionen in der rechten Fensterspalte erlauben ein sehr genaues Eingrenzen der Suchergebnisse.

Bilder zeigt das Programmm ebenso wie Webseiten mit einer Thumbnail-Vorschau an. Über Links öffnen Sie wahlweise die gefundene Datei oder das Verzeichnisses, in dem sie sich befindet. Bei der Suche nach Audiodateien berücksichtigt Beagle sowohl Dateinamen als auch indizierte Metainformationen. Findet das Programm das gesuchte Wort in volltextindizierten Dokumenten, markiert es dieses im Vorschautext rot.

Die Suchzeiten von Beagle sind deutlich länger als die von Google Desktop. So benötigt die Suche nach dem Wort Linux im Schnitt zwischen drei und etwa vier Sekunden, während Google die gleiche Aufgabe in einem Zehntel der Zeit erledigt. Eine Funktion, die bestimmte Einträge partiell aus dem Suchindex zu löscht, fehlt Beagle.

Fazit

Beagle zeichnet sich vor allem durch seine umfangreichen Filterfunktionen zur Anzeige der Ausagbe aus. Bemerkenswert ist darüber hinaus, dass die Software auch den Inhalt gepackter Formate (zip, tar.gz etc.) indiziert. Negativ aufgefallen ist hingegen die eher mäßige Antwortzeit bei Suchanfragen. Beagle verzichtet weitgehend auf auf eine vernünftige Dokumentation und lässt den Anwender bei wichtigen Fragen allein.

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