Aufmacher Artikel

Schnelles und praktisches Terminalfenster für KDE und Gnome

Ausgeklappt

Zum Leidwesen mancher Windows-Umsteiger gehört die Beschäftigung mit der Konsole unter Linux zur Tagesarbeit. Yakuake zeigt, wie die Eingabe von Befehlen auch Ihnen Spaß machen kann.

Als regelmäßiger Leser von EasyLinux sind Ihnen Sätze wie "drücken Sie [Alt]+[F2] und geben Sie den Befehl konsole ein" vermutlich zur Genüge bekannt. Das KDE-Terminalfenster gehört unter Linux trotz grafischer Oberfläche zu den am häufigsten benutzten Werkzeugen. Das hängt damit zusammen, dass sich viele Arbeiten im Textmodus schneller und – je nach Erfahrung – einfacher erledigen lassen. Eine sehr praktische und gut aussehende Konsole stellt das KDE-Programm Yakuake bereit [1]. Sie finden das Tool für alle EasyLinux-Distributionen auf der Heft-DVD.

Erster Start

Bevor Sie Programme über Yakuake benutzen können, müssen Sie das Programm starten. Dazu drücken Sie [Alt]+[F2] und geben den Befehl yakuake ein. Aktuelle Versionen des Programms zeigen beim ersten Start einen Dialog an, in dem Sie die Yakuake-Schnellstarttaste festlegen (Abbildung 1). Klicken Sie dazu mit der Maus auf die angezeigte Taste und drücken Sie danach die gewünschte Schnellstarttaste. Ältere Versionen von Yakuake zeigen nur einen kleinen Hinweis in der oberen linken Fensterecke, wonach Sie zum Starten des Programms [F12] drücken müssen (Abbildung 2). Benutzer von OpenSuse haben hier das Problem, dass diese Taste bereits durch die Beagle-Suchmaschine Kerry belegt ist. Sie müssen deshalb Kerry zunächst beenden (Rechtsklick auf den Hundekopf in der Kontrollleiste), danach erscheint auch hier auf [F12] die Yakuake-Konsole. Yakuake startet beim KDE-Login automatisch, Sie müssen sich also nur die Schnellstarttaste merken.

Abbildung 1: Beim ersten Aufruf der Yakuake-Konsole legen Sie fest, welche Schnellstarttaste das Programm aktivieren soll.
Abbildung 2: Nur ein kleines Hinweisfenster zeigt an, dass der Start von Yakuake erfolgreich war.

Der Rollladen

Das besondere an Yakuake ist, dass die Konsole nicht als eigenständiges Fenster erscheint, sondern von oben quasi aus dem Bildschirm ausklappt (Abbildung 3). Dieses Feature und den Namen hat sich das Programm beim Actionspiel Quake abgeschaut. Um die Konsole hervorzuzaubern, drücken Sie einfach [F12] (bzw. die von Ihnen gewählte Schnellstarttaste), ein erneuter Tastendruck lässt sie wieder verschwinden.

Abbildung 3: Das KDE-Programm Yakuake verrichtet auch unter Gnome seinen Dienst.

Die übrigen Eigenschaften hat Yakuake von der KDE-Konsole übernommen. Über [Strg]+[Umschalt]+[N] öffnen Sie einen neuen Reiter, Schriften, Farbe und Hintergrund richten Sie über das Kontextmenü der rechten Maustaste ein. Hier finden Sie unter Einstellungen / Einstellungen von Konsole verwenden auch die Möglichkeit sämtliche Vorgaben des KDE-Terminalfensters zu übernehmen.

In der unteren rechten Ecke des Programmfensters finden Sie drei Buttons. Über den Knopf mit dem X beenden Sie das KDE-Programm, ein Klick auf das Pluszeichen ändert das Ausblendeverhalten der Konsole: in der Grundeinstellung bleibt diese geöffnet, bis Sie erneut die Schnellstarttaste drücken. Möchten Sie, dass sich Yakuake automatisch einklappt, sobald Sie zu einem anderen Programmfenster wechseln, klicken Sie einmal auf das Plus. Zwischen den erwähnten Buttons befindet sich ein Dreiecksymbol. Hier finden Sie das Hauptmenü des Programms.

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

  • Kommandostand
    Mit den KDE-Programmen Yakuake und Quadkonsole macht die Konsole richtig Spaß: Beide Programme erlauben das effiziente Arbeiten mit der Kommandozeile.
  • Ausklappkonsole Yakuake
  • Mit Yakuake die Konsole immer griffbereit
    Wer öfters Arbeiten auf der Konsole erledigt, bei dem gleicht der Desktop manchmal einem mit Terminals übersäten Feld. Yakuake schafft Ordnung.
  • Das Terminalprogramm von KDE
    Die meisten Anwender starten auf dem Desktop ein Terminalprogramm, wenn sie Shell-Befehle verwenden wollen – nur wenige arbeiten im reinen Textmodus. Unter KDE ist "Konsole" die richtige Anwendung, es gibt aber auch Alternativen – etwa den "Terminator".
  • Terminalitis
    Die "konsole" ist das Standard-Terminalprogramm unter KDE: Sie nutzen es, um in der Shell Kommandos einzugeben. Mehr Features bietet die Alternative Terminator, die wir in diesem Artikel vorstellen.
Kommentare

Infos zur Publikation

EL 03/2016: Sicher im Internet

Digitale Ausgabe: Preis € 9,80
(inkl. 19% MwSt.)

EasyLinux erscheint vierteljährlich und kostet 9,80 Euro. Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 33,30 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!      

Aktuelle Fragen

Probleme mit MPC/MPD
Matthias Göhlen, 27.09.2016 13:39, 0 Antworten
Habe gerade mein erstes Raspi Projekt angefangen, typisches Einsteigerding: Vom Raspi 3B zum Radi...
Soundkarte wird erkannt, aber kein Ton
H A, 25.09.2016 01:37, 6 Antworten
Hallo, Ich weiß, dass es zu diesem Thema sehr oft Fragen gestellt wurden. Aber da ich ein Linu...
Scannen nur schwarz-weiß möglich
Werner Hahn, 20.09.2016 13:21, 2 Antworten
Canon Pixma MG5450S, Dell Latitude E6510, Betriebssyteme Ubuntu 16.04 und Windows 7. Der Canon-D...
Meteorit NB-7 startet nicht
Thomas Helbig, 13.09.2016 02:03, 4 Antworten
Verehrte Community Ich habe vor Kurzem einen Netbook-Oldie geschenkt bekommen. Beim Start ersch...
windows bootloader bei instalation gelöscht
markus Schneider, 12.09.2016 23:03, 1 Antworten
Hallo alle zusammen, ich habe neben meinem Windows 10 ein SL 7.2 Linux installiert und musste...