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Meine kleine Welt

Die Erde mit Marble betrachten

Google Earth ist toll – so lange man eine Grafikkarte mit 3D-Unterstützung in seinem Rechner hat. Dass man auch ohne 3D-Beschleunigung eine funktionierende Weltkarte programmieren kann, zeigt Marble.

Wenn Sie schon immer einmal wissen wollten, wo genau Yamasaki liegt, dann installieren Sie am besten von der Heft-DVD den Desktopglobus Marble [1]. Das KDE/Qt4-Programm bringt eine komplette Weltkarte in vier verschiedenen Ansichtsmodi und ein Ortsverzeichnis mit rund 22-Tausend Einträgen mit. 3D-Beschleunigung oder eine tolle Grafikkarte brauchen Sie dazu nicht: Marble läuft auf jedem Rechner flott.

Die Weltkugel

In der Grundeinstellung zeigt Ihnen Marble die Weltkugel mit Europa in der Mitte. Dazu muss das Programm beim ersten Aufruf allerdings zunächst die Landkarte generieren. Dieser Vorgang dauert je nach Rechenleistung ein paar Minuten, er ist aber nur beim allerersten Start nötig. Möchten Sie die Erdkugel drehen, fassen Sie sie entweder mit der Maus an und drehen Sie wie gewünscht oder fahren mit dem Mauszeiger in den schwarzen Bereich des Kartenfensters, bis sich der Mauszeiger zu einem Pfeil verändert. So können Sie die Karte über Mausklicks drehen. Per Klick auf eine der angezeigten Ortschaften zeigt Marble die genauen Koordinaten und Angaben zum Land und zur Bevölkerung an. Besteht eine Internetverbindung sucht das Programm zudem noch in der freien Enzyklopädie Wikipedia nach weiteren Informationen zum ausgewählten Ort.

Bevorzugen Sie einen anderen Ansichtsmodus, wechseln Sie auf der linken Fensterseite auf den Reiter Map View und wählen eine der vier Karten aus. Abbildung 1 zeigt das Qt-Programm mit einem Satellitenbild der Erde.

Abbildung 1: An Schönheit steht Marble dem Vorbild Google Earth in nichts nach.

Navigation

Um einen bestimmten Ort zu finden, tragen Sie den Suchbegriff auf dem Reiter Navigation ins Textfeld ein. Findet Marble die Ortschaft im Katalog, zeigt es sie in der Namensliste an und markiert den Fundort auf dem Globus mit einem kleinen weißen Kreuz. Möchten Sie sich die Ortschaften in der Umgebung anzeigen lassen, müssen Sie in die Karte hineinzoomen. Dazu klicken Sie auf die Lupe mit dem Plus-Symbol oder ziehen den senkrechten Schieberegler in Richtung dieses Symbols.

Damit Sie Ihren Lieblingsort in Marble nicht jedesmal von neuem Suchen müssen, können Sie einen Punkt als Heimstandort festlegen. Klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste auf den gewünschten Ort oder eine leere Fläche und wählen Sie aus dem Kontextmenü den Eintrag Set Home Location. Ein Klick auf das Haussymbol im Navigationsbereich bringt Sie von nun an wieder nach Hause.

Marble zeigt für Ortschaften, Berge, Vulkane und andere geografische Besonderheiten Symbole an. Was diese bedeuten, erklärt das Programm auf dem Reiter Legend. Hier lassen sich auch einzelne Elemente wie Schnee, Eis oder die Reliefstruktur ein- und ausschalten.

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Infos zum Autor

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger arbeitet als Redakteur für die Zeitschriften LinuxUser und EasyLinux. Am liebsten schreibt er Artikel zu netten Gadgets oder Multimedia-Software. In seiner Freizeit spielt er gerne Kicker.

Zum Blog von Marcel Hilzinger →


Infos zur Publikation

Dieser Artikel stammt aus der Zeitschrift EasyLinux.

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