DVDs, VCDs, WAV-, MP3-, Ogg/Vorbis-, MPEG-1/2/4- und DivX-Dateien – die Liste der unterstützten Audio- und Videoformate ist lang, und auch bei Streams aus dem Netz macht VLC [1] nicht schlapp. Pakete für den flexiblen Player und eine Installationsanleitung finden Sie auf der Heft-DVD, einen Grundlagenartikel aus der Ausgabe 10/2005 unter [2].
Die folgenden Tipps und Tricks schauen hinter die Kulissen und stellen erweiterte Funktionen des Players vor. Dazu gehören unter anderem VLCs Streaming-Qualitäten: Musik und Videos aus dem Netz empfangen, Sendungen oder Filme aufnehmen, diese zurechtschneiden oder konvertieren – VLC ist immer an Ihrer Seite. Wenn Sie sich selbst als DJ betätigen möchten, bietet Ihnen der Player darüber hinaus die Möglichkeit, ganz komfortabel per Mausklick Musik und Filme im Netz zu streamen.
Tipp: VLC als Standardplayer einrichten
Sowohl KDE als auch Gnome haben in der Standardeinstellung eigene Vorstellungen davon, welche Anwendung die verschiedenen Audio- und Videoformate abspielt. Bei einem Klick auf eine Videodatei startet KDEs Konqueror beispielsweise den Player Kaffeine, während Gnome zum Totem-Player greift, wenn Sie in Nautilus ein Video anklicken. Sowohl Konqueror als auch Nautilus ermöglichen es über das Kontextmenü der rechten Maustaste (Öffnen mit), Dateien mit VLC abzuspielen. Ist das auf die Dauer zu umständlich, erklären Sie VLC zum Standard-Player. Unter KDE gehen Sie so vor:
- Starten Sie das KDE-Kontrollzentrum, zum Beispiel über [Alt]+[F2] und Eingabe von kcontrol.
- Gehen Sie in den Bereich KDE-Komponenten / Dateizuordnungen. In der Liste der Dateitypen finden Sie unter video und audio sämtliche Formate aufgelistet.
- Wählen Sie den gewünschten Dateityp in der linken Baumstruktur aus. Taucht VLC schon in der Rangfolge der zugeordneten Anwendungsprogramme auf, markieren Sie den Eintrag und klicken mehrfach auf Nach oben, bis der Player an erster Stelle steht (Abbildung 1). Fehlt VLC in der Tabelle, klicken Sie auf Hinzufügen und wählen im folgenden Dialogfenster den Player aus. Bestätigen Sie die Einstellung über Anwenden.
Für weitere Dateitypen gehen Sie genauso vor.
Unter Gnome legen Sie die Zuordnung beispielsweise in Nautilus fest:
- Klicken Sie im Dateimanager mit der rechten Maus auf eine Datei und wählen Sie Eigenschaften.
- Im folgenden Dialog gehen Sie zum Reiter Öffnen mit und markieren die Checkbox vor VLC. Von nun an öffnet Gnome diese und weitere Dateien desselben Typs immer mit VLC.
Wiederholen Sie die Schritte für andere Dateitypen.
Tipp: Klangqualität verbessern
Der VLC-Workshop [2] zeigt bereits den Einsatz der zahlreichen Filter und Effekte für die Wiedergabe von Videos. Über das Menü Einstellungen blenden Sie das Erweiterte GUI (Tastenkombination [Strg]+[G]) ein, welches den schnellen Zugriff auf die Verbesserungsmöglichkeiten (Farbton, Kontrast, Helligkeit usw.) und Effekte (Klonen, Verzerren, Transformation und viele mehr) bietet.
Auch für perfekten Hörgenuss bringt VLC allerlei Optionen mit. Im erwähnten erweiterten Einstellungsdialog finden Sie nicht nur Audiofilter für Kopfhörervisualisierung und Lautstärkennormalisierung (Reiter Audio), sondern auch einen Equalizer im gleichnamigen Reiter. Per Klick auf Aktivieren schalten Sie das Feature ein und verschieben nun die einzelnen Regler, bis der Klang Ihrem Geschmack entspricht.
Für zahlreiche Musikrichtungen bringt VLC darüber hinaus fertige Equalizer-Konfigurationen mit, die Sie im Menü über Audio / Equalizer erreichen. Anpassungen für den Equalizer selbst nehmen Sie über den Einrichtungsdialog (Einstellungen / Einstellungen..., [Strg]+[S]) im Bereich Audio / Filter vor.



