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Gnome-Tipps

Tipps und Tricks zu Gnome

Tipp: OpenSuse 10.3: Original-Gnome-Look

Zum Gnome-Desktop gehören standardmäßig zwei schmale Kontrollleisten am oberen und unteren Bildschirmrand. Das obere Panel enthält dann die Menüs Anwendungen, Orte und System, ein paar (abhängig von der Distribution) Schnellstarter für Programme sowie den Systemabschnitt (ganz rechts) mit dem Datum, dem Lautstärkeregler und dem Fensterwähler. Alles neu macht OpenSuse: Der Gnome-Desktop bietet dort nur eine einzige Kontrollleiste am unteren Rand mit dem Menü Computer, einem Schnellstarter für Tomboy (Notizen) und einem Systemabschnitt ganz rechts (Abbildung 6).

Abbildung 6

Abbildung 6: Anderer Look für Gnome: OpenSuse hat die Desktopumgebung neu gestaltet.

Wenn Ihnen der Suse-Look nicht gefällt, kehren Sie mit wenigen Mausklicks zur gewohnten Arbeitsumgebung zurück:

  1. Mit einem Rechsklick auf die untere Leiste / Panel anlegen erstellen Sie ein neues Panel, das standardmäßig am oberen Bildschirmrand Platz nimmt.
  2. Klicken Sie wiederum mit der rechten Maustaste auf die neue Leiste und wählen Sie aus dem Kontextmenü Zum Panel hinzufügen. Aus dem aufgehenden Dialog wählen Sie nun die Menüleiste aus. Diese bringt alle drei Menüs (Anwendungen, Orte und System) an den linken Rand des oberen Panels. Mit gedrückt gehaltener mittlerer Maustaste ziehen Sie den Menüblock noch weiter nach links oder rechts.
  3. Hinter Fensterwähler versteckt sich das praktische kleine Applet, das den Wechsel zwischen Anwendungen per Mausklick ermöglicht; auch dieses können Sie mit der mittleren Maustaste an den richtigen Ort schieben.
  4. Die Einträge aus dem Systemabschnitt des unteren Panels befördern Sie ebenfalls in Windeseile nach oben: Klicken Sie das entsprechende Applet mit der rechten Maustaste an und wählen Sie Verschieben aus dem Kontextmenü. Der Mauszeiger verwandelt sich dann in eine kleine Hand. Bewegen Sie die Maus nun zum oberen Panel und klicken Sie mit der linken Maustaste: Dann hat der Knopf sein neues Ziel erreicht.
  5. Ebenso leicht werden Sie das Computer-Menü los, falls es stört: Klicken Sie einfach mit der rechten Maustaste auf den Knopf und wählen Sie Aus dem Panel entfernen – fertig.

Nach diesen Anpassungen fällt auf, dass sich das System-Menü ungewöhnlich spartanisch präsentiert: Wo bei anderen Distributionen die Einstellungen zu den Fenstern, zum Sound, zur Tastenbelegung und anderen Dingen zu finden sind, gibt es bei OpenSuse 10.3 standardmäßig nur Einträge für YaST, den Hilfebrowser Yelp, Informationen zu Gnome sowie Knöpfe zum Abmelden, Abschalten und Sperren des Bildschirms. Hier hilft nur Handarbeit: Über einen Rechtsklick auf das Menü und Menüs bearbeiten starten Sie einen Editor, in dem Sie die Einträge sortieren. Vorsicht: Einzelne Schritte lassen sich nicht rückgängig machen. Wenn Sie sich vertan haben, können Sie über Zurücksetzen lediglich den Originalzustand wiederherstellen, und alle eigenen Anpassungen gehen verloren.

Tipp: Schwarze Schrift für Desktopsymbole

Schmückt den Desktophintergrund ein eher dunkles Bild, sind die Standardbeschriftungen der Icons unter Gnome (weiße Schrift auf transparentem Hintergrund) problemlos lesbar. Ist die Desktoptapete jedoch eher in einem helleren Ton gehalten, wäre es praktisch, die Symbole in Schwarz zu beschriften. Farben, Schriftart und -farbe der Desktopicons können bei den meisten grafischen Arbeitsumgebungen schnell per Mausklick angepasst werden, nicht jedoch unter Gnome: Hier hängt die Farbe der Symbole unter anderem vom verwendeten Theme ab. Zwar liefern die meisten Distributionen Themes mit, die einen hohen Kontrast versprechen und die Schrift in Schwarz auf weißem Grund gestalten, ein grafisches Konfigurationswerkzeug, das die einzelnen Elemente der Themes auf Knopfdruck anpasst, sucht der Anwender jedoch vergeblich.

Eine Lösung kommt in Form einer versteckten Konfigurationsdatei (ihr Dateiname beginnt mit einem Punkt), die bestimmte Anpassungen vornimmt und die Eigenschaften des aktiven Themes überschreibt. Um die Icons auf dem Hintergrund schwarz einzufärben und mit einem transparenten Hintergrund zu versehen, so dass das Bild sichtbar bleibt, gehen Sie so vor:

  1. Starten Sie einen Texteditor Ihrer Wahl, zum Beispiel über [Alt]+[F2] und Eingabe von gedit.
  2. Tragen Sie den Inhalt aus Listing 1 ein und achten Sie auf die Klammern und Zeilenumbrüche.
  3. Rufen Sie Datei / Speichern unter auf und geben Sie im Feld Name den Dateinamen .gtkrc-2.0 ein. Achten Sie darauf, dass neben In Ordner speichern das eigene Home-Verzeichnis ausgewählt ist. Schließen Sie danach den Editor.
  4. Öffnen Sie erneut den Schnellstarter über [Alt]+[F2] und geben Sie nun das Kommando killall nautilus ein. Der Dateimanager (der auch für die Symbole auf dem Desktophintergrund verantwortlich ist) startet nach dem "Abschuss"-Befehl automatisch neu, und die Icons erstrahlen von nun an in Schwarz (Abbildung 7).

    Abbildung 7

    Abbildung 7: Besser lesbar: Bei einem hellen Hintergrund bieten sich schwarze Desktopicons an.

Listing 1

".gtkrc-2.0"

style "desktop-icon"
{
  NautilusIconContainer::frame_text = 1
  text[NORMAL] = "#000000"
  NautilusIconContainer::normal_alpha = 0
}
class "GtkWidget" style "desktop-icon"
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