Xfce einrichten

Öffnen Sie das Xfce-Programmmenü und rufen Sie den Menüpunkt Einstellungen / Einstellungsmanager auf (Abbildung 8). Es erscheint ein Auswahldialog mit 15 Schaltflächen, deren Beschriftungen und Symbole deutlich machen, welche Einstellungen sich dahinter verbergen. Beispielhaft zeigen wir Ihnen, wie Sie den Xfce-Desktop in wenigen Schritten anpassen:

Abbildung 8: Mit dem Einstellungsmanager richten Sie Ihre Desktop Umgebung ein. Alle Konfigurationseinstellungen sind über einzelne Dialoge erreichbar.
  1. Öffnen Sie den Einstellungsmanager und wählen Sie den Punkt Arbeitsoberfläche aus.
  2. Im Register Aussehen schalten Sie die Option Bild an, damit Xfce ein Hintergrundbild verwendet.

  3. Klicken Sie auf das Ordnersymbol hinter dem Feld mit dem Verzeichnis- und Dateinamen des aktuellen Bilds. Sie sehen dann alle Bilddateien, die für die Gestaltung des Hintergrundes zur Auswahl stehen. Wer mag, kann in das Verzeichnis /usr/share/xfce/backdrops eigene Bilddateien einfügen und diese dann wählen – bestätigen Sie die Auswahl mit einem Klick auf Öffnen.
  4. Wenn Sie nun auf Fenster verstecken und Arbeitsfläche anzeigen klicken, sehen Sie das Hintergrundbild und den Desktop komplett. Holen Sie dann die Fenster auf den Desktop zurück.
  5. Achten Sie darauf, dass unter Anzeige die Option Ausgebreitet zu sehen ist: Sie vergrößert das Bild, so dass es den ganzen Desktop bedeckt. Klicken Sie auf Schließen, um diese Einstellung zu beenden.

Wählen Sie nun den Einstellungsdialog Benutzerschnittstelle. Im Register Thema wählen Sie Raleigh mit einem Doppelklick aus. Nun wechseln Sie nach Symbol-Thema. OpenSuse-Anwender wählen hier Crysal-SuSE, Anwender von Ubuntu oder Mandriva hingegen Crystal-SVG. Schließen Sie den Dialog – die Symbole auf dem Desktop haben sich ein wenig verändert. Abbildung 9 zeigt, wie der Desktop mit den neuen Einstellungen aussieht.

Abbildung 9: Unser Xfce-Desktop nach der kleinen Auffrischungskur.

Wer mag, kann weitere Symbole und Themes herunterladen. OpenSuse enthält die Pakete xfce4-icon-theme und xfce4-themes. Auf der Webseite Xfce-Look [2] gibt es etliche weitere Themes, Hintergründe und Icons [2].

Die einzelnen Desktopsymbole (in Xfce-Sprache: "Starter") können Sie per Drag & Drop verschieben. Um ein neues Symbol auf dem Desktop für eine Ihrer Lieblingsanwendungen zu erstellen, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den freien Desktop und wählen Starter erstellen.

Unter Ubuntu blieb bei unserem Test die Taskleiste leer: Erst nach dem Hinzufügen einzelner Objekte erhielten wir hier das Xfce-Menü. Auch die Leiste am oberen Rand für den Zugriff auf die virtuellen Desktops und das Ausblenden der aktiven Fenster fehlte. Wir haben die Taskleiste mit den wichtigsten Objekten gefüllt und konnten Xfce danach ohne Hindernisse nutzen.

Nützliche Plug-ins für Xfce

Mit zahlreichen Xfce-Plug-ins erweitern Sie den Desktop. Aus diesem Angebot haben wir einige nützliche herausgepickt. Die Installation erfolgt am besten mit dem Paketmanager der Distribution: Hier finden Sie bereits viele Plug-ins. Fügen Sie das Xfce-Repository dazu, vergrößert sich die Auswahl noch weiter.

  • Mit dem xfce4-appfinder können Sie systemweit installierte Anwendungen ausfindig machen.
  • xfce4-cddrive lässt Sie per Klick auf eine Symbolschaltfläche auf Ihr CD-/DVD-Laufwerk zugreifen.
  • Das Plug-in xfce4-clipman bringt einen Notizblock auf Ihren Desktop und erspart Ihnen die lästige Arbeit mit Haftnotizen.
  • xfce4-diskperf zeigt die Auslastung eines Datenträgers.
  • Suchen Sie Hilfe beim Mounten und Aushängen von Datenträgern, sind Sie mit xfce4-fsguard gut beraten.
  • xfce4-mailwatch überwacht Ihr E-Mail-Posfach und informiert Sie über das Eintreffen neuer Nachrichten.
  • Freunde des MP3-Players XMMS sollten einen Blick auf xfce4-xmms werfen, das eine vereinfachte Steuerung des Players bietet.

Für den Dateimanager Thunar gibt es auch interessante Erweiterungen: Mit dem thunar-archive-plugin können Sie komprimierte Archivdateien über das Kontextmenü des Dateimanagers entpacken, und die Erweiterung thunar-media-tags-plugin hilft beim schnellen Umbenennen von MP3- und Ogg-Vorbis-Dateien auf Basis der enthaltenen ID3-Tags. Weitere Plug-ins für Xfce und Thunar finden Sie auf der Webseite Xfce Goodies Project [3].

Neue Xfce-Erweiterungen landen nicht sofort in der Taskleiste, Sie müssen sie über einen Einstellungsdialog hinzufügen (Abbildung 10). Das ist jedoch kein Problem: Führen Sie den Mauszeiger auf die Xfce-Taskleiste, öffnen Sie mit einem Rechtsklick das Kontextmenü und wählen Sie Neues Objekt hinzufügen. Scrollen Sie durch die Liste und markieren Sie das Plug-in, welches Sie in die Taskleiste aufnehmen wollen. Wählen Sie es mit einem Klick auf die Schaltfläche Hinzufügen aus, dann erscheint es und vergrößert die zentrierte Taskleiste (Abbildung 11).

Abbildung 10: Über diesen Dialog fügen Sie der Xfce-Taskleiste ein Plug-in hinzu.
Abbildung 11: Die Taskleiste hat Zuwachs bekommen. Eine Reihe nützlicher Erweiterungen machen nun die Arbeit mit Xfce bequemer.

Tabelle 2:Nützliche Plug-ins für die Desktopumgebung Xfce

Plug-in Bedeutung
xfce4-cddrive ergänzt die Taskleiste um ein Symbol für den Zugriff auf das CD-/DVD-Laufwerk
xfce4-cpugraph zeigt die CPU-Auslastung an
xfce4-clipman nützliche Notizzettelfunktion für die Ablage von Notizen auf dem Desktop
xfce4-datetime zeigt das aktuelle Datum und die Zeit in der Taskleiste an
xfce4-diskperf zeigt die Auslastung eines Datenträgers an
xfce4-fsguard mountet Datenträger oder macht dies rückgängig
xfce4-mailwatch überwacht ein Mailserver-Postfach und meldet, wenn eine neue Nachricht eintrifft
xfce4-screenshooter macht Bildschirm-Screenshots
xfce4-timer ein nützlicher Wecker
xfce4-weather zeigt eine aktuelle Wettermeldung an und greift auf Daten von http://www.xoap.wetter.com zurück
xfce4-xmms Zugriff auf den Multimediaplayer XMMS
yast2-mcs-plugin speziell für OpenSuse-Anwender: ergänzt im Xfce-Einstellungsmanager ein Icon für den Start von YaST

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