Das singende klingede Internet
Radiostreams hören, aufnehmen, schneiden und brennen
Musik auf die Scheibe
Zu einer runden Sache wird ein Artikel, der das Aufnehmen und Zuschneiden von Musik beschreibt, erst durch einen letzten Schritt, das Brennen. Wir zeigen Ihnen im Folgenden, wie Sie eine Musik-CD für Ihre Stereoanlage erstellen. Das Standardbrennprogramm des KDE-Desktops K3b [5] bringt dazu die nötigen Feature mit. In Abbildung 5 sehen Sie den unteren Teil des Programmfensters nach dem Start. Darin befinden sich Schaltknöpfe für die wichtigsten Anwendungsgebiete der Brennsuite.
Um Ihre Musiksammlung auf einer CD/DVD unterzubringen, haben Sie zwei Möglichkeiten: Musik-CD anlegen (Abbildung 5, Punkt 1) und Musiktitel als Daten auf eine CD oder eine DVD schreiben (Punkt 2). Mit der ersten Variante erstellen Sie eine Silberscheibe voll mit Songs, die auch der CD-Player Ihrer Stereoanlage abspielt. Mit der zweiten speichern Sie die Titel wie auf Ihrer Festplatte als reine Daten. Ein klassischer Audio-CD-Player kann damit nicht umgehen, aber manche DVD-Player sind in der Lage, Daten-CDs/-DVDs mit mp3- oder ogg-Dateien abzuspielen.
Um eine Musik-CD zu erstellen, gehen Sie wie folgt vor:
- Starten Sie das Brennprogramm über das Startmenü oder über ein Schnellstartfenster ([Alt]+[F2]) und den Befehl k3b.
- Klicken Sie auf die Schaltfläche Neue Audio-CD. Im unteren Bereich des Fensters sehen Sie jetzt eine leere Fläche, in der K3b die zu brennenden Dateien erwartet.
- Navigieren Sie im darüber liegenden Abschnitt zum Speicherort der Musiktitel (Abbildung 6, Punkt 1) und ziehen Sie die gewünschten Dateien in den Projektbereich (Punkt 2). Am unteren Rand des Fensters zeigt Ihnen K3b einen Balken (Punkt 3), der Auskunft über aktuelle Belegung der CD gibt.
- Sind Sie mit der Auswahl zufrieden, legen Sie einen CD-Rohling in den Brenner und klicken auf die Schaltfläche Brennen (Punkt 4).
Im Dialogfenster Audio-Projekt, das K3b geöffnet hat, brauchen Sie grundsätzlich keine weiteren Angaben zu machen. Das Programm erkennt das eingelegte Medium und legt auch die maximale Brenngeschwindigkeit fest. Gibt es doch einmal Probleme und Ihr CD-Player spielt die Musik fehlerhaft ab, versuchen Sie es mit einer niedrigeren Geschwindigkeit. Abschließend starten Sie den Brennvorgang mit einem Klick auf Brennen.
Möchten Sie die aufgenommenen Streams als reine Daten auf eine CD oder DVD brennen, gehen Sie so vor:
- Starten Sie das Brennprogramm und klicken Sie entweder auf die Schaltfläche Neue Daten-CD oder auf Neue Daten-DVD.
- Ziehen Sie alle gewünschten Musikdateien aus dem Navigationsbereich in den Projektbereich im unteren Abschnitt der K3b-Oberfläche.
- Legen Sie einen leeren CD- oder DVD-Rohling in das Laufwerk und klicken Sie auf Brennen.
- Im Dialog Daten-Projekt ändern Sie bei Bedarf die Brennoptionen. Möchten Sie die CD/DVD auch unter Windows verwendenn, wählen Sie im Reiter Dateisystem im gleichnamigen Bereich Linux/Unix und Windows aus. Sind Sie sich nicht sicher, belassen Sie die Einstellungen bei den Standardwerten und starten das Schreiben mit einem Klick auf Brennen.
Fazit
Mit dem Dreiergespann Streamtuner (und Streamripper), Audacity und K3b erweitern Sie Ihre heimische Musiksammlung ganz einfach. Dabei hilft Ihnen der Streamtuner bei der Suche nach Radiostreams im Internet und zeigt diese übersichtlich und nach Genre geordnet in einer Liste an. Der Streamripper zeichnet einzelne Titel oder eine ganze Reihe von Songs aus dem Stream auf und speichert diese einzeln unter aussagekräftigen Dateinamen. Leider lassen sich einzelnen Stücke nicht so einfach und genau aufzeichnen, da es keine Playlist gibt, die auch zukünftige Titel anzeigt.
Überflüssige Anfangs- und Endstücke schneiden Sie dem Audio-Editors Audacity aus den Aufnahmen heraus. Zum Schluss brennen Sie mit K3b aus den Einzelstücken eine komplette Musik-CD.
[1] Shoutcast Webseite: http://www.shoutcast.com
[2] Packman Webseite: http://packman.links2linux.de
[3] Artikel zu Audacity: Oliver Frommel, "Mut zum Schnitt", EasyLinux 06/2005, S.41ff.
[4] Lame-Projektwebseite: http://lame.sourceforge.net
[5] Artikel zu K3b: Martin Loschwitz, "Durchgebrannt", EasyLinux 07/2005, S.42ff und Sebastian Holler, "Dauerbrenner", EasyLinux 01/2006, S.30ff.



