Home / EasyLinux / 2008 / 01 / Das singende klingede Internet

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

Mandriva gibt Distribution in die Hände der Community
(268 Punkte bei 24 Stimmen)
Neues vom Systemd
(161 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Shopping
Topsuche
 
Yatego Deutschlands größte Shoppingmall. 10000 Shops,
3.5 Mio Artikel. Alle Bestseller, Servertechnik und Technik Themenwelten.

Notebooks und Netzwerkhardware bei Mercateo günstig kaufen.
Internet Telefonie mit VoIP Telefonen von Gigaset
Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.
Günstige Digitalkameras finden Sie im Preisvergleich.

Das singende klingede Internet

Radiostreams hören, aufnehmen, schneiden und brennen

Achtung! Aufnahme

Der Streamripper speichert auf Wunsch die Streams auf der Festplatte. Das Aufnahmeformat hängt dabei vom Stream ab: Die meisten Internetradios speisen die Songs im mp3-Format ins Netz ein, daneben aber auch in anderen Formaten wie OGG/Vorbis.

Eine Aufnahme starten Sie über den runden Aufnahmeknopf in der Iconleiste. Der Streamtuner ruft danach das Konsolenprogramm streamripper auf und übergibt diesem die Streamadresse. Auf dem Bildschirm sehen Sie jetzt ein Terminalfenster, das Informationen über den Mitschnitts anzeigt (Abbildung 3). Der Streamripper speichert die Songs nicht in einer großen Datei , sondern zeichnet jeden Titel extra auf. Den Aufnahmevorgang beenden Sie, indem Sie bei aktiviertem Konsolenfenster [Strg]+[C] drücken.

Abbildung 3: Das Konsolenprogramm Streamripper zeichnet Radiostreams Titel für Titel auf.

Nach der Aufnahme finden Sie die Musikdateien in Ihrem Homeverzeichnis. Jeder Radiosender bekommt einen eigenen Ordner, in dem die vollständigen Songs liegen. Halbfertige Stücke, also meist diejenigen, bei denen die Aufnahme mittendrin gestartet wurde, liegen im Unterordner incomplete.

Die gezielte Aufnahme bestimmter Songs gestaltet sich umständlich bis schwierig. Die Playlists auf den Webseiten der Radiostationen zeigen meist nur die bereits gespielten Titel und das momentan laufende Stück an. Eine spezifische Songaufnahme ist dadurch fast unmöglich, da Ihnen die kommenden Musikstücke nicht bekannt sind. Eine Möglichkeit gibt es trotzdem, wenngleich diese alles andere als komfortabel ist. Der Musikplayer zeigt den nächsten Titel des Streams wenige Sekunden vor dem Ende des aktuell abgespielten an. Wenn Sie schnell genug sind, bleibt Ihnen dieser Augenblick, um den Aufnahmeknopf im Streamtuner zu drücken. Beginnt der nächste Titel, beenden Sie die Aufnahme mit der Tastenkombination [Strg]+[C]. Dadurch enthält der aufgenommene Titel meist noch den Schluss des vorherigen. Das ist aber kein Beinbruch, denn mit dem Audio-Editor Audacity schneiden Sie diese Teile im Handumdrehen weg und speichern darüber hinaus die Musikdatei in einem Format Ihrer Wahl.

Richtiger Zuschnitt

Audacity [3] ist ein umfangreiches aber dennoch einfach zu bedienendes Audio-Editorprogramm. Installieren Sie es von der Heft-DVD, bevor Sie es aus der Multimediaabteilung Ihres Startmenüs heraus starten. Schneller geht es mit einem Schnellstartfenster und dem Befehl audacity. Für den Zuschnitt Ihrer Musikdateien brauchen Sie nur die Grundelemente des Programms zu kennen, und diese sind schnell erklärt: In Abbildung 4 sehen Sie die Oberfläche von Audacity mit der Beschriftung der notwendigen Features. Die Knöpfe der Mediensteuerung (Wiedergabe und Pause) im oberen Bereich des Fensters kennen Sie sicherlich von einem CD-Player. Gleich daneben befinden sich die Audacity-Werkzeuge, von denen Sie nur zwei benötigen: das das Auswahl- und das Zoomwerkzeug. Mit ersterem markieren Sie ganz einfach den Abschnitt der Audiodatei, den Sie bearbeiten möchten. Das zweite Werkzeug dient dazu, die Ansicht der als Kurve dargestellten Datei zu vergrößern. Nützlich ist diese Funktion, wenn Sie einen Abschnitt sehr genau sehen und bearbeiten möchten.

Abbildung 4: Das Audio-Editorprogramm Audacity mit einer geöffneten Musikdatei. Um diese zu schneiden, benötigen Sie nur die zwei markierten Werkzeuge.

Um einen aufgenommenen Stream von unnötigem Ballast zu befreien, gehen Sie wie folgt vor:

  1. Starten Sie den Audio-Editor Audacity und laden Sie den gewünschten Titel mit dem Datei-auswählen-Dialog, den Sie über den Menüpunkt Datei / Öffnen erreichen. Die Musikdateien liegen in Ihrem Homeverzeichnis im Unterordner, der den Namen der Radiostation trägt.
  2. Aktivieren Sie das Auswahlwerkzeug und markieren Sie den Bereich, den Sie wegschneiden möchten. Dieser Abschnitt liegt meistens am Anfang der Datei, da Sie die Aufnahme einzelner Titel eines Radiostreams nicht so genau starten. Überprüfen Sie, ob Sie genau markiert haben, indem Sie auf den Wiedergabeknopf klicken: Audacity spielt jetzt nur den gekennzeichneten Bereich ab.
  3. Als Nächstes entfernen Sie diesen Abschnitt. Wählen Sie dazu den Menüpunkt Bearbeiten / Ausschneiden.
  4. Im letzten Schritt speichern Sie die Datei über Datei / Exportieren. Wählen Sie einen Speicherort und ein Ausgabeformat. Am besten nutzen Sie dafür das freie ogg-Format, da Sie so keine zusätzlichen Pakete zu installieren brauchen. Möchten Sie die Datei im proprietären mp3-Format ablegen, benötigen Sie eine zusätzliche Bibliothek, die aus rechtlichen Gründen bei vielen Distributionen fehlt. Wie Sie diese dennoch nachinstallieren, zeigt der Kasten MP3-Erweiterung in Audacity. Beachten Sie aber, dass Sie sich mit der Nutzung der für die Erzeugung von Dateien in diesem Format notwendigen Bibliothek lame in einer rechtlichen Grauzone befinden.

Noch ein Wort zum Ablegen der Musikdaten auf der Festplatte: In welchem Format Sie die Dateien speichern, hängt davon ab, wie Sie diee nutzen wollen. Die Formate mp3 und ogg eignen sich auf Grund ihrer hohen Kompressionsraten bei gleichzeitig sehr guter Audioqualität zum Ablegen auf der Festplatte. Fast alle tragbaren Musikplayer unterstützen mp3-Dateien. Aber nicht alle Linux-MP3-Player verstehen das patentrechtlich geschützte mp3-Format von Haus aus. Genau umgekehrt ist es beim ogg-Format: Nicht alle tragbaren Player beherrschen die Wiedergabe des freien Formats, dafür aber aus dem Stand alle Linux-Programme.

Möchten Sie im Anschluss eine Musik-CD brennen, die Sie in Ihrer Stereoanlage abspielen können, kommt ein weiteres Format ins Spiel: Das unkomprimierte wav-Format versteht das Brennprogramm K3b auf Anhieb. Ebenso einfach funktioniert es mit ogg-Dateien. Um mp3-Dateien als Musik-CD zu brennen, benötigt K3b zusätzliche Pakete. Welche das sind, erfahren Sie im Kasten K3b MP3-tauglich machen. Sie sehen: Die Arbeit im ogg- oder wav-Format funktioniert auf Anhieb, wobei Sie die Entscheidung für das proprietäre mp3-Format vor einige Schwierigkeiten stellt.

K3b MP3-tauglich machen

OpenSuse: Unterstützt Ihr System das Feature noch nicht, binden Sie die Paketquelle Packman[2] als Repository mit YaST ein und installieren die Pakete mad und k3b-codecs sowie deren Abhängigkeiten.

Ubuntu: Ab Version Dapper Drake benötigen Sie das Paket libk3b2-mp3, das Sie mit Hilfe des Paketmanagers suchen und installieren. Auf der Heft-DVD finden Sie die zugehörigen Pakete.

Mandriva: Haben Sie K3b noch nicht installiert, spielen Sie die Anwendung mit dem Paketmanager ein. In diesem Zuge kommen auch die für den Umgang mit mp3-Dateien benötigten Pakete automatisch mit auf Ihren Rechner. Um auf DVD-Rohlinge zu schreiben, installieren Sie darüber hinaus das Paket growisofs.

MP3-Erweiterung in Audacity

Das Erstellen von mp3-Dateien setzt Kodierungsalgorithmen voraus, die teilweise patentiert sind. Das Lame-Projekt [4] bietet zwar eine frei verfügbare Bibliothek an, inwieweit diese aber Patente verletzt, ist noch nicht abschließend geklärt. Aus diesem Grund finden Sie auf der Heft-DVD die zum Erstellen von mp3-Dateien notwendigen Pakete nicht. Die folgenden Hinweise geben Ihnen dennoch die Möglichkeit, diese Softwarepakete nachzuinstallieren:

OpenSuse: Binden Sie das Packman-Repository im Paketmanager ein und installieren Sie das Paket lame.

Ubuntu: Installieren Sie das Paket liblame0 mit dem Paketmanager.

Mandriva: Mit der Paketsuchmaschine http://rpm.pbone.net suchen Sie das Paket liblame und installieren es auf Ihrem Computer.

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

Hits
Wertung: 32 Punkte (6 Stimmen)

Schlecht Gut

Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

title_2012_02

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

EasyLinux erscheint vierteljährlich und kostet EUR 9,80. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der EasyLinux-Homepage.

Das EasyLinux-Jahresabo kostet EUR 33,30. Details zum EasyLinux-Jahresabo finden Sie im LNM-Shop.

Tipp der Woche

Adobe AIR
Adobe-AIR-Programme installieren und (manuell) starten
Tim Schürmann, 14.05.2012 13:09, 0 Kommentare

Es gibt sie noch: neue Anwendungen, die Adobes Integrated Runtime voraussetzen. Aktuellstes und vermutlich auch größtes Beispiel ist das Adventure Botanicula

Aktuelle Fragen

gibt es ein Kommandozeilen Tool, um ein X11-Fenster in ein Anderes einzubetten?
GoaSkin , 21.05.2012 16:44, 0 Antworten
Das XEmbed-Protokoll ist u.A. dazu gedacht, dass man eine X11-Anwendung in eine andere wie ein Wi...
Apache2, Options -Indexes geht nicht
no no, 12.05.2012 19:01, 8 Antworten
Habe in apache2.conf folgendes stehen: Options -Indexes ...
LInux auf Dell LS H500
Andreas Endresl, 09.05.2012 08:54, 2 Antworten
Habe einen alten Dell Latitude LS H500 nur mit ext. Floppy und CD es geht nur immer eines von den...
Datenwiederherstellung unter Ubuntu 12.04 mit "Simple Backup" nach Umzug von Linux Mint
Christian Lottmann, 07.05.2012 13:33, 0 Antworten
Vor dem Umzug auf Ubuntu 12.04 habe ich unter Linux MInt mit "Simple Backup" voll (15.4.2012) und...
DKMS für den propritären NVIDIA-Treiber
Commander Data, 26.04.2012 22:02, 2 Antworten
Hallo an die Gemeinde. Ich habe hier ein interessantes Stück openSuSE gefunden. http://forums.op...