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Besser arbeiten mit KDE

KDE-Tipps

10.01.2008 Bei KDE gibt es so viel zu entdecken, dass wir mit Ihnen in dieser Ausgabe einen abwechslungsreichen Spaziergang durch das System unternehmen. Die Stationen auf dem Weg quer durch die KDE-Welt: Amarok, KStars, KArm, Desktopmanager, Konqueror, Digikam und der KDE-Anmeldungsmanager.

Tipp: Musik in Amarok gezielt finden

Wer in dem Multimediaplayer Amarok einen detaillierten Suchdialog erwartet, sucht dort vergebens. Dafür beherrscht die unscheinbare Suchleiste aber einige Tricks, mit denen Sie Ihre Suchanfragen verfeinern können. Sind Sie auf Qualität bedacht und möchten Ihre Sammlung um alle Dateien bereinigen, deren Bitrate zu niedrig für optimalen Hörgenuss ist, geben Sie ins Suchfeld im Reiter Sammlung zum Beispiel den Suchbegriff bitrate:<128 ein. Dann zeigt Amarok Ihnen alle Dateien, deren Bitrate kleiner als 128 ist – das betrifft zum Beispiel Radioaufnahmen. Mit filetype:ogg spüren Sie alle Ogg-Dateien in Ihrer Sammlung auf. Sie können auch nach von Amarok selbst hinzugefügten Informationen suchen: Die Eingabe von playcount:>10 ins Suchfeld Ihrer Wiedergabeliste zeigt alle Songs an, die Sie öfter als zehnmal abgespielt haben.

Die Suchbegriffe lassen sich auch kombinieren; dazu reihen Sie sie einfach aneinander: artist:Bob genre:Folk zum Beispiel findet alle Künstler mit Vornamen Bob aus der Folk-Ecke. Mit OR geben Sie Alternativen an; artist:Madonna OR artist:Britney etwa findet alle Songs der zwei Sängerinnen in Ihrer Sammlung. Mit - schließen Sie Suchbegriffe aus. Eine Übersicht der Suchschlüsselwörter, die Amarok beherrscht, finden Sie in Tabelle 1.

Tabelle 1: Schlüsselwörter in Amarok

album Album
artist Interpret
bitrate (z. B. 128)
comment Kommentar
composer Komponist
directory Verzeichnis
filetype Dateityp, wie ogg oder mp3
genre Genre
length Länge (in Sekunden)
label Plattenfirma
lyrics Text
playcount Abspielzähler
rating Wertung
size/filesize Dateigröße, in Byte, für K- oder Mbyte k bzw. m ergänzen)
title Titel
track Tracknummer
year Jahr

Tipp: CD-Cover in Amarok ergänzen

Zugegeben, das Blättern in einer Sammlung echter Platten ist an audiophiler Sinnlichkeit kaum zu überbieten. Aber auch in Amarok können Sie – wenngleich ohne direkten Kontakt – die Cover-Art Ihrer CDs genießen, die Sie in den Computer überspielt haben. Wechseln Sie dazu links zum Reiter Kontext und klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das angezeigte Album-Symbol. Im Kontextmenü bietet Amarok Ihnen an, ein kostenloses Cover-Bild vom Online-Buchladen Amazon zu holen oder ein eigenes Cover hinzuzufügen (Abbildung 1). Bevor Sie das Beiheft der CD auf den Scanner legen, lohnt sich auf jeden Fall vorher ein Versuch bei Amazon. Wird Amarok dort fündig, zeigt es das erste gefundene Cover an. Ist es das richtige, klicken Sie in diesem Dialog auf Speichern, und Sie sehen im Kontextbrowser nun ab sofort das Cover. Passt der erste Treffer nicht, blättern Sie mit Nächstes Cover durch die Fundstücke. Finden Sie es auch dort nicht, können Sie den Anfragetext über Neue Suche... variieren. Schlägt das ebenfalls fehl, müssen Sie doch den Scanner anwerfen. Aber Sie haben es versucht.

Möchten Sie gleich eine ganze Reihe Covers auf einmal ergänzen, gibt es einen leichteren Weg: Öffnen Sie im Menü Extras die Cover-Verwaltung und finden Sie dort rechts oben den Button Fehlende Cover holen.

Abbildung 1: Mit den Original-CD-Covers wird Ihre Sammlung digitaler Musik noch informativer – entweder holen Sie die bei Amazon oder scannen sie ein.

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