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Ausgeklappt

Schnelles und praktisches Terminalfenster für KDE und Gnome

10.01.2008 Zum Leidwesen mancher Windows-Umsteiger gehört die Beschäftigung mit der Konsole unter Linux zur Tagesarbeit. Yakuake zeigt, wie die Eingabe von Befehlen auch Ihnen Spaß machen kann.

Als regelmäßiger Leser von EasyLinux sind Ihnen Sätze wie "drücken Sie [Alt]+[F2] und geben Sie den Befehl konsole ein" vermutlich zur Genüge bekannt. Das KDE-Terminalfenster gehört unter Linux trotz grafischer Oberfläche zu den am häufigsten benutzten Werkzeugen. Das hängt damit zusammen, dass sich viele Arbeiten im Textmodus schneller und – je nach Erfahrung – einfacher erledigen lassen. Eine sehr praktische und gut aussehende Konsole stellt das KDE-Programm Yakuake bereit [1]. Sie finden das Tool für alle EasyLinux-Distributionen auf der Heft-DVD.

Erster Start

Bevor Sie Programme über Yakuake benutzen können, müssen Sie das Programm starten. Dazu drücken Sie [Alt]+[F2] und geben den Befehl yakuake ein. Aktuelle Versionen des Programms zeigen beim ersten Start einen Dialog an, in dem Sie die Yakuake-Schnellstarttaste festlegen (Abbildung 1). Klicken Sie dazu mit der Maus auf die angezeigte Taste und drücken Sie danach die gewünschte Schnellstarttaste. Ältere Versionen von Yakuake zeigen nur einen kleinen Hinweis in der oberen linken Fensterecke, wonach Sie zum Starten des Programms [F12] drücken müssen (Abbildung 2). Benutzer von OpenSuse haben hier das Problem, dass diese Taste bereits durch die Beagle-Suchmaschine Kerry belegt ist. Sie müssen deshalb Kerry zunächst beenden (Rechtsklick auf den Hundekopf in der Kontrollleiste), danach erscheint auch hier auf [F12] die Yakuake-Konsole. Yakuake startet beim KDE-Login automatisch, Sie müssen sich also nur die Schnellstarttaste merken.

Abbildung 1: Beim ersten Aufruf der Yakuake-Konsole legen Sie fest, welche Schnellstarttaste das Programm aktivieren soll.

Abbildung 2: Nur ein kleines Hinweisfenster zeigt an, dass der Start von Yakuake erfolgreich war.

Der Rollladen

Das besondere an Yakuake ist, dass die Konsole nicht als eigenständiges Fenster erscheint, sondern von oben quasi aus dem Bildschirm ausklappt (Abbildung 3). Dieses Feature und den Namen hat sich das Programm beim Actionspiel Quake abgeschaut. Um die Konsole hervorzuzaubern, drücken Sie einfach [F12] (bzw. die von Ihnen gewählte Schnellstarttaste), ein erneuter Tastendruck lässt sie wieder verschwinden.

Abbildung 3: Das KDE-Programm Yakuake verrichtet auch unter Gnome seinen Dienst.

Die übrigen Eigenschaften hat Yakuake von der KDE-Konsole übernommen. Über [Strg]+[Umschalt]+[N] öffnen Sie einen neuen Reiter, Schriften, Farbe und Hintergrund richten Sie über das Kontextmenü der rechten Maustaste ein. Hier finden Sie unter Einstellungen / Einstellungen von Konsole verwenden auch die Möglichkeit sämtliche Vorgaben des KDE-Terminalfensters zu übernehmen.

In der unteren rechten Ecke des Programmfensters finden Sie drei Buttons. Über den Knopf mit dem X beenden Sie das KDE-Programm, ein Klick auf das Pluszeichen ändert das Ausblendeverhalten der Konsole: in der Grundeinstellung bleibt diese geöffnet, bis Sie erneut die Schnellstarttaste drücken. Möchten Sie, dass sich Yakuake automatisch einklappt, sobald Sie zu einem anderen Programmfenster wechseln, klicken Sie einmal auf das Plus. Zwischen den erwähnten Buttons befindet sich ein Dreiecksymbol. Hier finden Sie das Hauptmenü des Programms.

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Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger arbeitet als Redakteur für die Zeitschriften LinuxUser und EasyLinux. Am liebsten schreibt er Artikel zu netten Gadgets oder Multimedia-Software. In seiner Freizeit spielt er gerne Kicker.

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